Zum ersten Mal wurde Keukaynen (nach 1339 Keukayn, nach 1400 Kokayn, nach 1414 Kukeyn, nach 1415 Kewkeynen, vor 1600 Kukeimen, nach 1620 Kuhkehnen, nach 1680 Kuckehnen und erst nach 1748 Kukehnen) im Jahre 1324 erwähnt.[1] Das Gut mit seinem Park und dem Gutsteich beherrschte das Ortsbild, das später um eine Ziegelei erweitert wurde. Bis 1752 besaß die Familie Thiesel von Daltitz das Gut Kukehnen.
Am 30. September 1928 schlossen sich die Gutsbezirke Kukehnen und Nausseden[3] zur neuen Landgemeinde Kukehnen zusammen, wobei jedoch das Vorwerk Domlitten in die Nachbargemeinde Nemritten[3] eingegliedert wurde.[2]
Die Zahl der so veränderten Gemeinde Kukehnen stieg bis 1933 auf 245 und belief sich im Jahre 1939 auf 241.[5]
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte nördliche Ostpreußen an die Sowjetunion fiel, erhielt Kukehnen die russische Namensform „Ladoschskoje“.[1] Allerdings findet das Dorf in den ersten 1950er Jahren keine Erwähnung mehr und teil damit das Schicksal fast aller ehemaligen Nachbardörfer. So ist keine evtl. Zugehörigkeit zu einem Dorfsowjet oder einer ähnlichen Verwaltungseinheit erkennbar. Das Dorf gilt als verlassen und damit wüst. Seine Ortsstelle liegt im Munizipalkreis der Stadt Bagrationowsk(Preußisch Eylau) im Rajon Bagrationowsk in der Oblast Kaliningrad der heutigen Russischen Föderation.
Amtsbezirk Kukehnen (1874–1945)
Zum Amtsbezirk Kukehnen im Kreis Heiligenbeil gehörten 15 Orte,[2] von denen die meisten bereits Ende der 1920er Jahre zusammengingen. Auffallend ist, dass alle Orte nicht mehr existieren und als wüst gelten:
Die Ortsstelle von Kukehnen resp. Ladoschskoje ist kaum noch wahrnehmbar. Sie ist von einem Abzweig der Straße von Kornewo(Zinten) nach Medowoje(Sollnicken/Tykrigehnen) und Swetloje(Kobbelbude) in nördlicher Richtung zu erreichen. Dieser Abseitslage war Kukehnen auch vor 1945 ausgesetzt, allerdings mit zahlreichen kleinen Verbindungswegen zu den Nachbardörfern: Kukehnen war Bahnstation an der Bahnstrecke Königsberg–Allenstein.