
Die Grönlandkrise wurde im Januar 2026 durch aggressive, völkerrechtlich nicht begründbare Gebietsansprüche der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump auf Grönland ausgelöst, die damit Spannungen zwischen den USA auf der einen Seite sowie Dänemark, der Europäischen Union und der grönländischen Selbstverwaltung auf der anderen Seite verursachten.



Grönland ist die weltweit größte Insel, die nicht als eigener Kontinent gilt. Mit rund 56.000 Einwohnern verfügt das Gebiet über eine weitgehend autonome Verwaltung, bleibt jedoch Teil des Königreichs Dänemark.[2] Grönland ist seit langem politisch und kulturell eng mit Dänemark verbunden. Es verfügt über eine eigene Lokalregierung und ist mit zwei Abgeordneten im dänischen Folketing vertreten. Die heutige Bevölkerung stammt hauptsächlich von der Thule-Kultur ab, die ab dem 13. Jahrhundert einwanderte.[3] Eine dauerhafte dänisch-norwegische Präsenz entstand 1721 mit der Ankunft des Missionars Hans Egede, der vorhatte, die damals schon ausgestorbenen Wikinger zu missionieren, sowie die Inuit. Er gründete dabei im Kolonialdistrikt die Siedlung Godthaab (heute Nuuk).[4] Seit dem 18. Jahrhundert stand Grönland unter dänischer Kolonialherrschaft. Im Jahr 1933 bestätigte der Ständige Internationale Gerichtshof – der Vorgänger des heutigen Internationalen Gerichtshofs – in einem völkerrechtlichen Urteil die dänische Souveränität über die gesamte Insel. Ausgangspunkt des Verfahrens war ein Territorialstreit zwischen Dänemark und Norwegen über das von Norwegen beanspruchte Gebiet Eirik Raudes Land.[5] Grönland erhielt 1979 die Möglichkeit zur Selbstverwaltung. Mit dem Grönländischen Selbstverwaltungsgesetz von 2009 wurde es völkerrechtlich und vom Königreich Dänemark als Volk anerkannt, das das Recht auf externe Selbstbestimmung besitzt.[6] Grönland verließ 1985 nach einem Referendum die damalige Europäische Gemeinschaft.[7]
Grönland verfügt über umfangreiche mineralische Rohstoffressourcen, darunter bedeutende, bislang nur in Ansätzen erschlossene Lagerstätten Seltener Erden, die für eine Vielzahl technologischer Anwendungen von strategischer Relevanz sind. Der infolge des Klimawandels fortschreitende Rückgang des Eisschildes erleichtert zudem die saisonale Befahrbarkeit arktischer Seewege (Nordostpassage, Nordwestpassage). Diese Entwicklungen erhöhen den geopolitischen und ökonomischen Stellenwert Grönlands im internationalen Staatensystem.[8][9] Mit dem weiteren Abschmelzen der Eismassen treten zudem zusätzliche potenzielle Rohstoffvorkommen zutage, die bislang unter dem Inlandeis verborgen sind.[10] Aufgrund ihrer Lage zwischen Nordamerika und der Arktis eignet sich die Insel hervorragend für Frühwarnsysteme bei möglichen Raketenangriffen. Während des Höhepunkts des Kalten Krieges erwogen die Vereinigten Staaten, dort Atomraketen beim Camp Century zu stationieren, gaben diese Pläne jedoch wegen technischer Schwierigkeiten und Einwänden der dänischen Regierung wieder auf.[11]
Das US-Interesse an Grönland hat eine lange strategische Tradition, die bis in die 1860er Jahre zurückreicht und in der Vergangenheit zu mehreren Kaufangeboten an Dänemark geführt hatte.[12] Tatsächlich haben die Vereinigten Staaten aber die dänische Souveränität über ganz Grönland im Jahr 1917 völkerrechtlich anerkannt, da dies eine direkte Bedingung für den Verkauf der Dänisch-Westindischen Inseln (der heutigen Amerikanischen Jungferninseln) war.[13] Der Grönlandvertrag vom 9. April 1941 wurde während des Zweiten Weltkriegs geschlossen, nachdem Dänemark unter deutsche Besatzung geraten war und die Kontrolle über Grönland verloren hatte. US-Außenminister Cordell Hull und der dänische Gesandte Henrik Kauffmann vereinbarten darin, dass die Vereinigten Staaten vorläufig die Verteidigung Grönlands übernehmen und hierfür Militärstützpunkte errichten dürfen. Eine Abtretung von Hoheitsrechten war nicht vorgesehen; Dänemark behielt ausdrücklich die Souveränität.[5] Die Inuit in Grönland wurden während des Verlaufs nicht um Rat gefragt. 1946 boten die Vereinigten Staaten unter Präsident Harry S. Truman Dänemark 100 Millionen Dollar in Gold für Grönland an.[14] Die geografische Lage Grönlands zwischen Nordatlantik und Arktis macht die Insel aus US-Sicht weiterhin zu einem Schlüsselgebiet der westlichen Sicherheitsarchitektur. Von besonderer Bedeutung ist die GIUK-Lücke, ein See- und Luftraumkorridor zwischen Grönland, Island und dem Vereinigten Königreich, der im Kalten Krieg zentral für die Überwachung sowjetischer Aktivitäten war und auch im 21. Jahrhundert sicherheitspolitische Bedeutung besitzt.[15] Eine Schlüsselrolle in der US-Präsenz spielt die seit den 1950er-Jahren betriebene Thule-Luftwaffenbasis, die Teil der amerikanischen Raketenfrühwarn- und Kommunikationssysteme ist. Wiederholte Interessenbekundungen an Grönland – etwa 1946, 2019 und erneut 2026 – stehen somit in einer längeren Linie US-amerikanischer Sicherheitsüberlegungen.[16] Zu diesen Interessenbekundungen zählt das für 2025 angekündigte Raketenabwehrsystem Golden Dome.
Die Insel gehört seit der Gründung der NATO 1949 zum Bündnisgebiet. Für die militärische Verteidigung ist der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa (SACEUR), stets ein US-General, zuständig. 1951 schlossen die Vereinigten Staaten und Dänemark ein Verteidigungsabkommen, das den USA die Errichtung von Militärbasen, darunter die strategisch bedeutende Thule Air Base, ermöglichte. Gegenwärtig (Stand Januar 2026) sind dort weniger als 200 US-Soldaten stationiert; während des Kalten Krieges betrug die Zahl zeitweise über 30.000.[17]
Ende 2024 benannte Trump den ‚Paypal-Mafia‘-Vertrauten Ken Howery als designierten Botschafter der Vereinigten Staaten in Dänemark.[18] Zuvor hat der dem Umfeld entstammende Dryden Brown erfolglos versucht, Grönland zur Ausgründung eines sogenannten „Netzwerkstaates“ privatrechtlich zu erwerben.[19] Seit seinem Amtsantritt zur zweiten Präsidentschaft im Frühjahr 2025 betonte US-Präsident Trump die strategische Bedeutung Grönlands für die Vereinigten Staaten. Im März 2025 besuchte US-Vizepräsident JD Vance demonstrativ Grönland; später reiste auch seine Ehefrau Usha Vance auf die Insel. Obwohl der Aufenthalt nicht als offizieller Staatsbesuch galt, hatte er einen politischen Bezug, da Präsident Trump zuvor wiederholt geäußert hatte, die Vereinigten Staaten könnten Grönland „erwerben“ wollen. Die grönländische Politikerin Vivian Motzfeldt (Partei Siumut) bewertete den Besuch als Beispiel dafür, wie Außenstehende Schlupflöcher ausnutzen könnten, um Einfluss zu gewinnen.[20] Im Januar 2025 besuchte Donald Trump Jr. Grönland, wo er „Make America Great Again“-Kappen verteilte. Laut dänischen Medien lud er zudem wohnungslose Menschen zu einer Mahlzeit ein.[21] Im Februar 2025 stellte der US-Abgeordnete Buddy Carter einen Gesetzentwurf vor, der Präsident Trump den Kauf Grönlands erlauben und das Territorium in „Red, White, and Blueland“ umbenennen sollte. Der Entwurf sah vor, mit Dänemark über den Erwerb oder eine andere Aneignung der Insel zu verhandeln.[22] Ende Dezember 2025 ernannte Trump Jeff Landry, den Gouverneur von Louisiana, zum Sondergesandten für die Insel.[23]
Im Jahr 2025 stufte der dänische Geheimdienst die Vereinigten Staaten erstmals als potenzielle Bedrohung für die nationale Sicherheit Dänemarks und für die Stabilität in Europa ein. Hintergrund dieser Einschätzung waren Beobachtungen, dass die Regierung Trump bereit sei, auch gegenüber verbündeten Staaten wirtschaftlichen und militärischen Druck auszuüben, um politische Ziele durchzusetzen.[24] Im Jahr 2025 versuchten die Vereinigten Staaten nach Berichten der dänischen Zeitung Berlingske in streng vertraulichen Gesprächen, dänische Vertreter dazu zu bewegen, Informationen über militärische Einrichtungen, Häfen und Luftwaffenstützpunkte in Grönland weiterzugeben. Grundlage dieser Darstellung sind Unterlagen des dänischen Verteidigungsministeriums und des Militärs, die der Zeitung in einer stark geschwärzten Fassung vorlagen, um die nationale Sicherheit nicht zu gefährden.[25] Die von Dänemark geleitete Übung Arctic Light im September 2025 verbesserte die Einsatzbereitschaft der Alliierten in und um Grönland.[26] Im Januar 2026 entsandte zudem das nordamerikanische Luftverteidigungskommando (Norad) Flugzeuge nach Grönland. Der Einsatz erfolgte in Abstimmung mit Dänemark, die Regierung Grönlands war informiert; die Maschinen wurden auf der Weltraumbasis Pituffik stationiert.[27]
In einem Interview mit der BBC im Januar 2026 erklärte Trump, dass die USA Grönland „auf dem einfachen Weg“ oder „auf dem harten Weg“ übernehmen müssten, um einer strategischen Verschiebung zugunsten Russlands oder Chinas vorzubeugen.[28] Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bezeichnete diese Aussagen als „schicksalhaften Moment“ für das NATO-Bündnis.[29][30] Auch Trumps Mitarbeiter drohten erneut damit, dass der US-Präsident innerhalb weniger Wochen Maßnahmen gegen Grönland ergreifen könnte.[31] Das Geschehen wurde als die größte transatlantische Krise seit Generationen bezeichnet.[32]
Mehrere NATO-Länder, darunter Deutschland, entsandten kurzzeitig im Rahmen der Operation Arctic Endurance jeweils etwa ein Dutzend Soldaten in das Gebiet, um Bedingungen für militärische Übungen auszuloten.[33] Obwohl die beteiligten Länder Mitglieder der NATO waren, handelte es sich bei der von Dänemark geleiteten Erkundung nicht um eine Mission der Allianz.[34] In einem von Reuters und weiteren internationalen Journalisten eingesehenen Brief stellte US-Präsident Trump gegenüber Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre den völkerrechtlich anerkannten dänischen Anspruch auf Grönland infrage. Er behauptete fälschlich, es gebe keine schriftlichen Belege für die Zugehörigkeit Grönlands zu Dänemark, obwohl diese im Kieler Frieden von 1814 festgelegt und 1933 vom Internationalen Gerichtshof bestätigt wurde. Zudem erklärte Trump, die Welt sei „nicht sicher“, solange die USA nicht die „vollständige Kontrolle“ über Grönland besäßen, und verwies auf die Nichtverleihung des Friedensnobelpreises an ihn, weshalb er sich „nicht länger dem Frieden verpflichtet“ fühle.[35] Seine Verknüpfung zwischen der Grönlandpolitik und der Nobelpreisfrage erläuterte der US-Präsident in einer Textbotschaft an den norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre folgendermaßen: Er fühle sich, „da Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis für die Beendigung von 8 Kriegen PLUS nicht zu verleihen“, nicht länger verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken – auch wenn dieser weiterhin „im Vordergrund stehen“ werde. Stattdessen könne er nun darüber nachdenken, „was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist“.[36][37] Støre erwiderte darauf, dass der Friedensnobelpreis nicht durch die norwegische Regierung vergeben werde, sondern durch das Nobelpreiskomitee.[38] Am 20. Januar 2026 veröffentlichte Trump auf Truth Social ein KI-generiertes Bild, das ihn zusammen mit Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio zeigte, wie er die US-amerikanische Flagge auf Grönland hisste. Daneben war auf einem Schild zu lesen: Greenland – US Territory. Est. 2026 („Grönland – US-Territorium. Gegründet 2026“).[39]
Trump bekräftigte die aus seiner Sicht hohe sicherheitspolitische Relevanz Grönlands und verwies auf ein „sehr gutes“ Telefonat mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu diesem Thema. Er bezeichnete die Insel als „unerlässlich“ für die nationale und internationale Sicherheit. Zugleich äußerte Trump Zweifel an Dänemarks Fähigkeit, das Gebiet umfassend zu sichern, und sprach sich für eine stärkere amerikanische Verantwortung aus. Trump betonte, die Vereinigten Staaten müssten das Gebiet kontrollieren. Die dänische Regierung kenne er zwar gut, doch besuche sie das Territorium nach seiner Darstellung nur selten.[40]
Am 9. April 2026 verschärfte Trump nach einem Treffen mit Mark Rutte im Weißen Haus seine Kritik an der NATO und warf ihr vor, die Vereinigten Staaten im Krieg mit dem Iran im Stich gelassen zu haben. Zudem bezeichnete er Grönland erneut als „schlecht verwaltetes Eisgebiet“.[41]
Zum Auftakt des NATO-Gipfels in Ankara am 8. Juli 2026 wiederholte Trump seine Meinung, dass Grönland von den USA und nicht von Dänemark kontrolliert werden sollte.[42]


Im März 2026 wurde nach Recherchen des dänischen Rundfunks DR bekannt, dass es sich bei der im Januar 2026 durchgeführten und als Übung deklarierten Operation Arctic Endurance in Wirklichkeit um eine getarnte Operation mehrerer europäischer Staaten unter Federführung Dänemarks zur Vorbereitung eines realen Verteidigungsfalles handelte, die das Ziel hatte, eine im Raum stehende US-Invasion Grönlands mit militärischen Mitteln zu bekämpfen. So wurden mit Sprengstoff und scharfen Waffen bewaffnete dänische Truppenkontigente und vor allem Spezialkräfte nach Grönland verlegt, die begannen, militärische Vorratslager am Stadtrand der grönländischen Hauptstaat Nuuk anzulegen und bewaffnet durch die Straßen zu patrouillieren. Laut den Berichten führten die nach Grönland verlegten Truppen größere Bestände an Blutkonserven mit, was darauf hindeutet, dass sie sich auf ernsthafte militärische Auseinandersetzungen mit Toten und Verwundeten einstellten. Der Sprengstoff sollte den Berichten zu Folge dazu dienen, die Start- und Landebahnen der grönländischen Flughäfen von Nuuk und Kangerlussuaq derart zu beschädigen, dass sie für amerikanische Militärtransporte unbenutzbar wären, um zu verhindern, dass das US-Militär Truppen und Material dort hätte einfliegen können. Auch die dänischen Kampfflugzeuge des Typs Lockheed Martin F-35, die zu diesem Zeitpunkt bereits im grönländischen Luftraum patrouillierten, waren den Berichten zufolge scharf bewaffnet. Der dänische Rundfunk konnte eine Order des dänischen Militärs vom 13. Januar 2026 einsehen, aus der hervorging, dass die verlegten Truppen unter dem sogenannten königlichen Verteidigungsbefehl gestanden hätten, demzufolge sie die Anweisung hatten, ungeachtet ihrer Siegchancen jeden Feind zu bekämpfen, um das Königreich Dänemark zu verteidigen. Bereits im Vorfeld hatte sich Frankreich den Berichten zufolge bereiterklärt, im Notfall Hunderte Soldaten bzw. Spezialkräfte sowie Flotten- und Luftunterstützung nach Gröndland zu entsenden. Nach Donald Trumps Zuspitzung des Konflikts und seinen weiter eskalierenden Drohungen zur militärischen Annexion Grönlands wurden neben Elitesoldaten des dänischen Jägerkorps auch französische Alpenjäger, deutsche, norwegische und schwedische Kräfte nach Grönland entsandt. Dies hatte zum Ziel, dafür zu sorgen, dass US-amerikanische Invasionstruppen die Soldaten möglichst vieler verschiedener europäischer Staaten hätten angreifen müssen, um so die politischen und diplomatischen Kosten für die USA möglichst weit zu erhöhen und die US-Regierung vor einem Angriff abzuschrecken.[43][44]

Trump verlangte auf dem Weltwirtschaftsforum am 21. Januar in Davos sofortige Verhandlungen über Grönland, die die vollständige Kontrolle der Vereinigten Staaten über die Insel zum Ziel hätten.[45] Trump erneuerte seine sicherheitspolitisch motivierten Ansprüche auf Grönland, allein die Vereinigten Staaten seien militärisch in der Lage, Grönland zu schützen.[46] Die Anwendung von Gewalt zur Annexion Grönlands schloss Trump jedoch aus. Bei einem Nein werde man sich jedoch daran erinnern.[47] Trump kündigte an, auf Grönland einen Schutzschild (Golden Dome) zur Verteidigung der Vereinigten Staaten zu errichten.[48] Trumps Kursänderung wurde weithin als „Trump macht immer einen Rückzieher“ bezeichnet.[49] Enge Berater hatten versucht, den Präsidenten davon abzubringen, militärische Gewalt einzusetzen, um das halbautonome dänische Territorium zu übernehmen.[50]

Trump erklärte nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Davos, dass nach seiner Darstellung eine Grundlage für eine Vereinbarung zu Grönland sowie zur weiteren Zusammenarbeit in der Arktis geschaffen worden sei. In diesem Zusammenhang kündigte Trump an, ab dem 1. Februar keine zusätzlichen Zölle auf Waren mehrerer europäischer Staaten zu erheben.[51] Zudem soll der Stationierungsvertrag von 1951 für die US-Militärpräsenz auf Grönland überarbeitet werden, einschließlich des Projekts eines Raketenabwehrsystems (Golden Dome). Den Vereinigten Staaten soll ein Mitspracherecht bei Investitionen auf Grönland eingeräumt werden. Im Gegenzug hätten die europäischen NATO-Mitglieder ein verstärktes Engagement in der Arktis zugesagt.[52] Die Überlegungen orientieren sich an den völkerrechtlichen Regelungen zu den britischen Militärbasen auf Zypern. Die Sovereign Base Areas Akrotiri und Dhekelia stehen bis heute als britisches Überseegebiet unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs.[53] Ein zentrales Problem des Trump-Rutte-Vorstoßes besteht darin, dass weder Dänemark noch Grönland in die Gespräche einbezogen wurden.[54] Sowohl die dänische als auch die grönländische Regierung erklärten, dass die Souveränität des Königreiches Dänemark nicht verhandelbar sei,[55] und die dänische Abgeordnete Sascha Faxe schloss das Zypern-Modell ausdrücklich aus. Zugleich betonte sie, dass Militärbasen im Rahmen bestehender Abkommen bereits über ein erhebliches Maß an operativer Autonomie verfügen.[56] Aaja Chemnitz, eine der beiden grönländischen Abgeordneten im dänischen Parlament, bezeichnete Trumps Äußerungen als „völlig verrückt“ und bestritt die Existenz irgendeines „Deals“. Sie erklärte, die NATO habe „überhaupt kein Mandat“, irgendetwas im Namen Grönlands zu verhandeln.[57] Am 26. Januar erklärte die Regierung Grönlands, dass die Idee einer Übertragung der „Souveränität“ über grönländisches Territorium – einschließlich Militärbasen – nicht möglich sei, und bezeichnete dies als eine „rote Linie“.[58] Laut Sky News bezog sich der angebliche Deal auf ein Treffen, bei dem „bestehende Verpflichtungen aus dem US-dänischen Vertrag von 1951 erneut bekräftigt wurden und sich europäische Staaten erneut dazu verpflichteten, ihre eigene Verteidigung Grönlands zu verstärken.“[59]
Dänemark, Grönland und die Vereinigten Staaten nahmen am 28. Januar 2026 trilaterale Konsultationen auf, um den Konflikt über die teilweise revidierten US-Forderungen im Zusammenhang mit Grönland zu lösen. Dies ging aus einer Stellungnahme von US-Außenminister Marco Rubio vor einem Ausschuss des US-Kongresses hervor. Er erklärte, der eingeleitete Prozess solle auf eine für alle Beteiligten tragfähige Verständigung abzielen. Die Durchführung der Treffen ohne umfangreiche mediale Begleitung sei so gestaltet worden, um erhöhte Verhandlungsspielräume zu ermöglichen. Rubio verwies auf die Erklärung von Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, wonach die Vereinigten Staaten keinen gewaltsamen Erwerb Grönlands anstrebten. Er charakterisierte diese Formulierung als „bemerkenswert“ und „wesentlich“. Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen erklärte, es sei ein Plan für das Vorgehen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe entwickelt worden.[60] Nach dem Auftakttreffen der Arbeitsgruppe sprach Rasmussen von einer konstruktiven Atmosphäre. Zugleich betonte er, das die Situation noch nicht gelöst sei.[61]
Mitte Februar 2026 kündigte die NATO den Einsatz „Arctic Sentry“ (dt. „Wächter der Arktis“) an, mit dem die militärische Präsenz in der Arktis ausgeweitet werden soll. Nach Angaben von Oberbefehlshaber Alexus G. Grynkewich dient die Mission der Stabilisierung der Lage im Zusammenhang mit der von Trump ausgelösten Grönlandkrise. Ziel ist die Überwachung der Insel Grönland sowie die Abschreckung strategischer Rivalen wie Russland und China.[62]


Die Vorsitzenden der fünf im grönländischen Parlament vertretenen Parteien lehnten die US-Forderungen in einer gemeinsamen Erklärung ab. Sie betonten das Recht auf politische Selbstbestimmung und erklärten: „Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein.“[64] Um Trump von seinen Übernahme-Plänen für Grönland abzuhalten, haben Dänemark und Grönland eine NATO-Mission in der Arktis vorgeschlagen. Die NATO soll nach Ansicht von dem dänischen Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und seiner grönländische Kollegin Vivian Motzfeldt ein Mandat dafür bekommen.[65]
Der dänische Außenminister Rasmussen erklärte, Trumps Äußerungen in Davos ließen eindeutig erkennen, dass dessen politische Zielsetzungen unverändert fortbestünden. Positiv sei zwar, dass der US-Präsident zugesichert habe, auf den Einsatz militärischer Mittel zu verzichten; das zugrunde liegende Problem werde dadurch jedoch nicht behoben. Rasmussen stellte zudem klar, dass Verhandlungen über eine mögliche Übergabe Grönlands an die Vereinigten Staaten für Dänemark nicht in Betracht kämen.[51] Die dänische Regierung signalisierte Bereitschaft zu einer politischen Entspannung im bestehenden Konfliktumfeld, betonte jedoch die Unverhandelbarkeit staatlicher Souveränität. In einer Mitteilung erklärte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, die NATO sei über die Position des Königreichs Dänemark informiert. Demnach könnten sicherheits-, investitions- und wirtschaftspolitische Fragen Gegenstand von Gesprächen sein, nicht jedoch Aspekte der nationalen Souveränität. Frederiksen zufolge habe es hierzu keine Verhandlungsansätze gegeben.[66] Frederiksen und Nielsen hielten sich am 23. Januar 2026 zu Gesprächen in Grönland auf.[67] Beim ersten Treffen in Washington, nachdem Trump seine Position im Konflikt um Grönland revidiert hatte, wurde nach dänischen Angaben ein Fahrplan für das weitere Vorgehen der dänisch-grönländisch-amerikanischen Arbeitsgruppe erarbeitet.[68] Ende Januar äußerte Frederiksen in einem Hörsaal der Nordischen Botschaften in Berlin Zweifel an der zukünftigen Rolle der Vereinigten Staaten als europäischer Bündnispartner. Frederiksen erklärte, sie könne nicht vorhersagen, wie sich die USA entwickeln würden, und bezeichnete die Ereignisse als Hinweis darauf, dass „die alte Weltordnung nun vorbei ist“.[69] Sie betonte bei der Sendung Maischberger (ARD), dass ihr Land im Grönlandkonflikt mit den Vereinigten Staaten zu allen möglichen Kompromissen bereit sei – nur die Abtretung von Gebieten komme nicht infrage.[70] Grönlands Ministerin für Mineralressourcen, Naaja H. Nathanielsen, sprach sich für getrennte Verhandlungen aus: Zuerst soll die Verteidigung Grönlands gestärkt werden, anschließend die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten. Ein Verteidigungsabkommen, das mit Mineralien verknüpft ist, komme für sie nicht in Frage.[71] Anfang Februar warnte Nielsen in einer Parlamentsrede, dass Trump seine Drohungen, Grönland übernehmen zu wollen, nie zurückgezogen habe.[72]
König Frederik X. von Dänemark äußerte während eines Staatsbesuchs in Litauen sein Mitgefühl für die Bevölkerung Grönlands im Konflikt mit den Vereinigten Staaten. Er betonte, dass ihm und Königin Mary das Wohl Grönlands am Herzen liege und dass sie die Lage aufmerksam verfolgten. Zudem wies er auf die Unterstützung enger Verbündeter für Grönland und das dänische Königreich hin.[73] Am 18. Februar 2026 besuchte Frederik X. Grönland.[74]
Auch die Dänische Volkskirche und der Lutherische Weltbund stellten sich gegen die Bestrebungen der US-Regierung.[75]

Am 27. Januar 2025 wurde zwischen der dänischen Regierung und den Parteien des Verteidigungsabkommens ein erstes Maßnahmenpaket zur Stärkung der militärischen Präsenz in der Arktis und im Nordatlantik vereinbart. Das Abkommen sollte Investitionen von rund 14,6 Milliarden Dänischen Kronen (1,96 Milliarden Euro) vorsehen, die Beschaffung von drei arktischen Marineschiffen und zwei Langstreckendrohnen ermöglichen, den Ausbau von Überwachungssystemen sicherstellen und die militärische Grundausbildung in Grönland ausweiten. Die Maßnahmen sollten die Überwachungs- und Souveränitätskapazitäten verbessern, lokale wirtschaftliche Strukturen unterstützen und die Zusammenarbeit mit Grönland und den Färöer-Inseln intensivieren.[76]
Dänemark intensivierte seine militärische Präsenz in der Arktis. Am 19. Januar traf Heereschef Peter Boysen zusammen mit einer größeren Gruppe Soldaten in Kangerlussuaq ein, wie der dänische Sender DR berichtete. Laut TV 2 wurden zusätzlich 58 Soldaten entsandt, um die rund 60 Kräfte zu verstärken, die bereits im Rahmen der multinationalen Übung Operation Arctic Endurance vor Ort stationiert waren. Die Verstärkung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Trump die Möglichkeit eines militärischen Zugriffs des rohstoffreichen Grönlands offenließ.[77] Zwar erfolgte die Verlegung der Soldaten offiziell im Rahmen einer Übung, doch waren die Truppen zugleich mit einem Verteidigungsauftrag versehen.[78]
Die Regierung Grönlands hatte die Bevölkerung dazu angehalten, Vorsorgemaßnahmen für den Fall eines potenziellen militärischen Angriffs der Vereinigten Staaten zu treffen. Dazu zählte insbesondere die Empfehlung, grundlegende Versorgungsmittel in ausreichender Menge zu bevorraten.[79]

In Dänemark kam es Mitte Januar 2026 zu landesweiten Demonstrationen gegen die von der US-Regierung erhobenen Besitzansprüche auf Grönland. Allein in Kopenhagen beteiligten sich mehrere Hundert Menschen an Protestkundgebungen, die Solidarität mit der arktischen Insel bekunden sollten. Die Oberbürgermeisterin der Hauptstadt, Sisse Marie Welling, erklärte laut dänischen Medien, die Haltung der Stadt sei „unmissverständlich“ und Grönland „keine Handelsware“. Auf dem Rathausplatz waren zahlreiche grönländische und dänische Flaggen zu sehen. „Wir bestehen auf dem Recht Grönlands auf Selbstbestimmung und fordern Respekt für das grönländische Volk.“[80] In Kopenhagen versammelten sich Ende Januar Hunderte dänische Veteranen, darunter viele, die an der Seite US-amerikanischer Truppen kämpften, sowie Tausende Unterstützer zu einem stillen Protest vor der US-Botschaft. Der Protest begann in der historischen Festung Kastellet, von wo aus die Teilnehmer unter Beteiligung mehrerer großer dänischer Flaggen zur Botschaft marschierten.[81] Protestierende trugen Kappen, die den bekannten MAGA-Slogan parodierten, indem sie ihn durch „Make America Go Away“ ersetzten – eine Anspielung, die sich großer Beliebtheit erfreute.[82] Weiter verbreitet wurde zudem die rote „Nu det Nuuk!“-Kappe des dänischen Vintage-Händlers Jesper Rabe Tønnesen, deren Wortspiel auf Nuuk sowie das dänische Nu det nok („Es reicht“) anspielt und während der Proteste zu einem weithin genutzten Symbol wurde.[83]
Auch in Grönlands Hauptstadt Nuuk gingen tausende Menschen im Januar gegen die US-Pläne auf die Straße, was angesichts der geringen Einwohnerzahl von nur knapp 20.000 ein hoher Anteil war.[84][85]
Nach den Äußerungen Trumps zur möglichen Übernahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten verzeichneten Anwendungen in Dänemark, mit denen Verbraucher die Herkunft von Produkten im Supermarkt scannen können einen deutlichen Anstieg bei den Downloads.[86] Im Jahr 2025 fand ein Boykott US-amerikanischer Produkte in weiteren Teilen Europas Anklang. In den sozialen Medien verbreitete sich der Hashtag #BoycottUSA, und in mehreren Ländern entstanden Online-Gruppen, die Verbrauchern Orientierung zu regional hergestellten Alternativen boten. Vergleichbare Aktionen gab es auch in Kanada, wo Americano-Kaffees zeitweise als Canadianos umbenannt wurde.[87]
Das färöische Parlament (Løgting) übermittelte dem grönländischen Parlament (Inatsisartut) eine Solidaritätsbekundung. In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Inatsisartut, Kim Nielsen, brachte Parlamentspräsidentin Bjørt Samuelsen die Sorge des Løgtings über die Äußerungen Trumps zum Ausdruck, in denen dieser die Übernahme Grönlands ins Gespräch gebracht hatte. Samuelsen betonte, es sei ermutigend, dass grönländische Politiker der internationalen Öffentlichkeit klar vermittelt hätten, dass Kalaallit Nunaat (Land der Grönländer) untrennbar zum grönländischen Volk gehöre und ausschließlich dieses über seine politische Zukunft entscheiden könne.[88]
Kurz nach der grönländischen Erklärung kündigte Trump Strafzölle gegen Staaten der Europäischen Union wie Dänemark, Deutschland,[89] Frankreich, Niederlande, Schweden und Finnland sowie den Nicht-EU-Ländern Großbritannien und Norwegen an, die der dänischen und grönländischen Bitte gefolgt waren, an einer Erkundungsmission zur Vorbereitung eines NATO Militärmanövers der „Operation Arctic Endurance“ teilzunehmen. Die EU reagierte mit Kritik und warnte vor einer „Abwärtsspirale“ und einer Gefährdung der transatlantischen Beziehungen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisierte die Zollankündigung Trumps und äußerte Bedenken, dass eine Spaltung der Verbündeten Europa und die USA wirtschaftlich schwächen könnte. Sie verwies darauf, dass Sicherheitsfragen Grönlands im Rahmen der NATO gelöst werden sollten, und warnte vor negativen Folgen für den gemeinsamen Wohlstand. Mehrere EU-Staaten entsandten Soldaten nach Grönland, um die Sicherheitslage zu prüfen. Der Konflikt wurde als Ausdruck von Trumps Machtpolitik interpretiert, der Grönland als strategische „Trophäe“ betrachtet und maximalen Druck auf die Europäer ausübte.[90]
Nach der Zollandrohung Trumps hatte die Europäische Union die Ratifizierung des im Sommer 2025 verhandelten Handelsabkommens mit den USA nach Angaben des Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europaparlament Manfred Weber gestoppt. Das Abkommen sah unter anderem einen zollfreien Zugang für US-amerikanische Waren in den europäischen Binnenmarkt vor.[91]
Die Europäische Union kündigte Gegenzölle im Wert von 93 Milliarden Euro gegenüber den Vereinigten Staaten an. Wenn es keine Einigung mit den USA in der neuesten Runde des Zollstreits wegen Grönland geben sollte, dann sollen diese Zölle automatisch am 6. Februar 2026 in Kraft treten.[92]
Nach den Angaben der Präsidentin der Europäischen Kommission von der Leyen kam es wegen der Drohungen von Trump gegenüber der EU sowohl zu Konsultationen mit den Hauptverbündeten innerhalb der EU als auch der NATO, die dazu dienen sollten, die Souveränität Grönlands und des Königreichs Dänemark zu wahren.[93]
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion der CDU/CSU im Deutschen Bundestag Sepp Müller forderte eine harte Antwort der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Trump und kündigte eine Digitalsteuer zur Besteuerung der Aktivitäten der US-Techkonzerne für den Fall an, dass die Vereinigten Staaten die rote Linie bei Grönland überschreiten würden.[94]
Die Entscheidung des Europaparlaments, das Zollabkommen mit den USA von der Tagesordnung zu nehmen, soll durch Maßnahmen im Rahmen der Verordnung (EU) 2023/2675 über den Schutz der Union und ihrer Mitgliedstaaten vor wirtschaftlichem Zwang durch Drittländer (Anti-Coercion Instrument, EU-Verordnung zur Bekämpfung von Zwangsmaßnahmen gegen Mitgliedstaaten) ergänzt werden. Hiermit sei es unter anderem möglich, weitere Zölle zu erheben oder öffentliche Mittel für amerikanische Unternehmen zu begrenzen, amerikanische Patente ruhen zu lassen und digitale Unternehmen mit Abgaben zu belegen. Laut Medienangaben würden diese dann erstmals angemessene Steuern zahlen müssen. Dänemark hatte sich mehrfach damit einverstanden erklärt, dass die Vereinigten Staaten ihre Militärpräsenz in Grönland ausbauen könnten. Sie hätten jedoch ihre Militärpräsenz auf Grönland deutlich reduziert.[95]
Angesichts der Drohungen von Trump im Streit um Grönland hatte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 20. Januar 2026 in ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine „unerschrockene“ Reaktion der EU in Aussicht gestellt. Sie sagte, das die Souveränität und territoriale Integrität Grönlands nicht verhandelbar seien. Sie kündigte einen „massiven europäischen Investitionsschub“ für Grönland an. Außerdem werde die EU „mit den USA und allen Partnern an einem umfassenderen arktischen Sicherheitskonzept arbeiten“.[96] Von der Leyen erklärte, dass die Exekutive der EU an einem Paket zur Unterstützung der Sicherheit in der Arktis arbeite, und warnte, dass die von Trump vorgeschlagenen Zölle auf Grönland ein Fehler seien. „Die Sicherheit in der Arktis kann nur gemeinsam erreicht werden, und deshalb sind die vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle ein Fehler, insbesondere zwischen langjährigen Verbündeten“, sagte von der Leyen. Sie fügte hinzu: „Uns in eine Abwärtsspirale zu stürzen, würde nur genau den Gegnern helfen, die wir beide so entschlossen aus der strategischen Landschaft fernhalten wollen. Daher wird unsere Reaktion entschlossen, geschlossen und verhältnismäßig sein.“[97]
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies den Wunsch Trumps erneut strikt zurück. Der französische Präsident Emmanuel Macron warnte vor einer Welt, in der das „Gesetz des Stärkeren“ zähle. Die britische Regierung sprach sich hingegen für eine Deeskalation aus.[98] Macrons Auftreten beim Weltwirtschaftsforum in Davos, bei dem er aufgrund einer Augenreizung eine an Top Gun erinnernde Sonnenbrille trug, wurde vielfach als Zeichen demonstrativer Entschlossenheit interpretiert.[99] Frankreich hatte in Anbetracht der Krise ein Konsulat in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eröffnet.[100] Der dänische Europaabgeordnete Anders Vistisen erregte in den Vereinigten Staaten unerwartete Aufmerksamkeit, als er im Europäischen Parlament mit einer bewusst drastischen Formulierung scharf Kritik an Trump übte.[101] Schwedens stellvertretende Ministerpräsidentin Ebba Busch erklärte, Schweden wäre im Falle einer gewaltsamen Übernahme Grönlands verteidigungsbereit gewesen.[102]
Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des Ausschusses für internationale Handelsbeziehungen, äußerte, die EU benötige weiterhin Klarheit über die Absichten Trumps. Anlass waren Trumps Aussagen über ein mögliches Abkommen zwischen dem Weißen Haus und der NATO, das dieser später gegenüber CNBC als „Konzept eines Abkommens“ bezeichnete. Lange betonte, dass die Entscheidung über eine derartige Lösung von Dänemark und der Bevölkerung Grönlands getroffen werden müsse und nicht allein von führenden Politikern.[103]
Am 26. Januar sicherte Bundeskanzler Friedrich Merz Dänemark auf dem Nordsee-Gipfel erneut in der Grönlandkrise deutsche Unterstützung zu. Er betonte die gemeinsame Verantwortung Europas und der NATO für die Sicherheit der Arktis und verwies auf die beiden großen US-Militärbasen sowie die frühere Stationierung von rund 30.000 Soldaten auf Grönland. Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre wies beim Gipfel auf die bereits bestehende Sicherheitspräsenz der NATO und ihrer europäischen Mitgliedstaaten in Nordeuropa hin sowie auf die enge Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften und Nachrichtendiensten Europas und der Vereinigten Staaten. Merz betonte, dass es kein Informationsdefizit auf europäischer Seite gebe und dass die NATO-Mitgliedstaaten gemeinsam, einschließlich der Vereinigten Staaten, für den Schutz der Region verantwortlich seien.[104]
Die US-Drohungen gegenüber Grönland im Bezug auf eine Annexion des Landes durch die Vereinigten Staaten haben in Deutschland eine Debatte über einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2026 in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Roderich Kiesewetter, Sicherheitspolitiker der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag, sagte, dass es für ihn kaum vorstellbar sei, dass europäische Länder unter den gegebenen Umständen an der Fußball-WM teilnehmen. Andere Stimmen fürchteten eine Gefahr für anreisende Fans in den USA. Die Ausschussvorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, die SPD-Politikerin Aydan Özoğuz, sieht durch Trumps Drohungen ebenfalls die Aussichten auf die Fußball-WM getrübt. Sie sagte, es werde „schwierig, friedlich Fußballspiele zu genießen, während gleichzeitig Erpressungen aus den USA gegenüber Europa im Raum stehen“. Der SPD-Wirtschaftspolitiker Sebastian Roloff forderte gegenüber dem Handelsblatt eine Absage der deutschen WM-Teilnahme.[105][106][107]
Angesichts der Annexions-Drohungen der Vereinigten Staaten beschäftigen sich die kanadischen Streitkräfte Medienberichten zufolge mit der theoretischen Frage, wie man auf einen Angriff der Vereinigten Staaten auf Kanada reagieren könne.[108]

Die US-Senatoren Thom Tillis (Republikaner, North Carolina) und Jeanne Shaheen (Demokraten, New Hampshire), Ko-Vorsitzende der parteiübergreifenden NATO-Beobachtergruppe des Senats, forderten die Regierung Trump auf, die „Souveränität und territoriale Integrität“ Dänemarks zu achten. Sie verwiesen auf die Rolle Dänemarks als verlässlichen NATO-Verbündeten, der die USA nach den Anschlägen vom 11. September unterstützte und seine Verteidigungsausgaben erhöht habe. Die Erklärung erfolgte, nachdem Trumps Berater Stephen Miller öffentlich behauptet hatte, die USA hätten ein Recht auf den Erwerb Grönlands und Dänemark würde einem möglichen Konflikt mit dem US-Militär nicht entgegentreten.[109]
General a. D. Don Bacon (Republikaner, Nebraska) nannte Trumps Pläne „das Dümmste, was ich je gehört habe“ und betonte, dass der Kongress seine Autorität über die Zölle zurückgewinnen müsse.[110] Er und die meisten Amerikaner seien mit dem Vorgehen des Präsidenten nicht einverstanden. Weiterhin drohte er Trump mit einem Amtsenthebungsverfahren: „Sollte er seine Drohungen wahr machen, wäre das das Ende seiner Präsidentschaft.“
Der Kongressabgeordnete Jeff Hurd (Republikaner, Colorado) sagte, er sei „tief besorgt“ über den Umgang der US-Regierung mit Dänemark, und ergänzte: „Ich denke nicht, dass dies produktiv ist, und ich denke nicht, dass dies der richtige Weg ist, einen Verbündeten zu behandeln.“[110]
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (Demokrat) forderte die europäischen Regierungschefs zu Widerstand gegen Trump auf. Nach Newsom würden Europas Regierungschefs bei den Drohungen Trumps zu oft klein beigeben.[111] In einem Radiointerview am 18. Januar erklärte Erzbischof Timothy Broglio, Leiter der US-amerikanischen Militärdiözese, dass US-Soldaten aus guten Gründen Befehle verweigern könnten, an einer möglichen Invasion Grönlands teilzunehmen.[112]
Der russische Außenminister Sergei Lawrow widersprach Trump in dessen Aussage, Russland würde Grönland bedrohen. Russland habe kein Interesse an der Arktisinsel, sagte er bei einer Pressekonferenz. Der Leiter des ZDF-Auslandsstudios in Moskau Armin Coerper sagte, dass Grönland für Russland momentan nicht strategisch sinnvoll sei. Aktuell sei Russland aber nicht in der Lage, in seinem eigenen Teil der Arktis Mineralien wie Seltene Erden zu fördern. Einen russischen Griff nach Grönland schätze Coerper daher momentan nicht als strategisch sinnvoll ein.[113] Die russische Regierungszeitung Rossijskaja gaseta äußerte Zustimmung zu Trumps Initiative zur Annexion Grönlands und wertete die daraus resultierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa positiv.[114]
Die Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen Annalena Baerbock betonte die Souveränität der Bewohner von Grönland. „Als EU-Bürger und NATO-Mitglieder genießen sie dieselben souveränen Rechte wie alle anderen Menschen auf der Erde“, sagte Baerbock auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.[115]
Die Sorge vor einer Eskalation in dem Streit um Grönland drückte am 20. Januar 2026 die Aktienkurse weltweit, da US-Präsident Trump an seinen Expansionsplänen festhielt.[116]
Gold wurde nach einer stetigen Aufwärtsentwicklung des Goldpreises in den Monaten davor am 26. Januar 2026 erstmals mit 5000 Dollar je Feinunze gehandelt und die Preisentwicklung beschleunigte sich weiter. Die Analysten vermuten als Grund die Politik Trumps, wie in der Grönlandkrise, die den Preis der sogenannten „Krisenwährung“ aktuell antreibt. Investoren sicherten sich gegen die weltweiten Krisenherde ab, an denen die Vereinigten Staaten beteiligt sind. Grönland, der Iran und Venezuela waren zu diesem Zeitpunkt, neben der sich zuspitzenden innenpolitischen Lage in den USA selbst, die größten globalen Konflikte, die den Goldpreis antrieben.[117]
Der Analyst Thomas Altmann von dem Vermögensverwalter QC Partners sah in dem Konflikt das Potenzial für eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen.[118] Der VDMA-Präsident Bertram Kawlath forderte eine entschlossene Reaktion, da Europa sich nicht von den Vereinigten Staaten erpressen lassen dürfe.[119] Der Verband der Automobilindustrie befürchtete „eine mögliche Spirale, die nur Verlierer produziert“.[120] Der Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens Energy, Joe Kaeser, warnte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vor den Folgen der globalen Handelsspannungen. Diese würden die Weltwirtschaft beschädigen, sagte Kaeser am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die ständigen politischen Richtungsänderungen seien für Unternehmen eine Herausforderung, ermöglichten kein echtes Vertrauen und verhinderten Investitionen.[121][122]
Die geopolitische Aufmerksamkeit, die Grönland infolge der Äußerungen Trumps über einen möglichen Erwerb der Insel erfuhr, hatte Auswirkungen auf den Tourismus. Reiseveranstalter berichteten von einer erhöhten Zurückhaltung potenzieller Gäste, während gleichzeitig die internationale Bekanntheit der Region zunahm.[123]
Mehrere US-amerikanische Investoren hatten wirtschaftliche Aktivitäten in Grönland aufgebaut, vor allem in den Bereichen Rohstoffe, Energie und Infrastruktur. Zu den Beteiligten zählte Ronald Lauder, der Anteile an Unternehmen hielt, die Gletscherschmelzwasser exportierten, sowie an Projekten zur Energieerzeugung, darunter ein geplantes Wasserkraftwerk am See Tasersiaq. Mehrere Technologieunternehmer planten die Errichtung einer Modellstadt auf Grönland, bekannt als „Freedom City“, mit Fokus auf IT- und KI-Infrastruktur. Unterstützer waren unter anderem Peter Thiel, Sam Altman, Joe Lonsdale, Marc Andreessen sowie Cameron und Tyler Winklevoss. Das Engagement privater Investoren fiel in die Phase diplomatischer Diskussionen zwischen den Vereinigten Staaten und NATO-Partnern über die strategische Nutzung der Arktis, einschließlich möglicher Standorte zusätzlicher US-Einrichtungen.[124] Die Idee, Grönland in den Einflussbereich der Vereinigten Staaten zu integrieren, wird dem US-Milliardär Ronald Lauder zugeschrieben, der 2018 Trump davon überzeugte. John Bolton, damals Nationaler Sicherheitsberater, erklärte im Guardian, dass bei Trumps Interesse weniger Sicherheitsgründe, sondern vor allem finanzielle Motive eine Rolle gespielt hätten.[125] Das Projekt „Praxis“ wurde nach eigenen Angaben mit rund 525 Millionen US-Dollar finanziert. In Diskussionen über einen hypothetischen Erwerb Grönlands wurde ein Kaufpreis von etwa 700 Milliarden US-Dollar genannt; da ein Verkauf der Insel jedoch nicht möglich ist, lässt sich der tatsächliche Preis nicht bestimmen.[126]
Die Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook erklärte, dass Präsident Trump Entscheidungen etwa im Fall Grönlands auch gegen die öffentliche Meinung treffe. Sie wies darauf hin, dass dies auf eine zunehmende Konzentration von Machtbefugnissen hindeuten könne.[127]
Der an der Universität Süddänemark tätige Forscher André Ken Jakobsson, der sich mit hybriden Konfliktformen befasst, erklärte, das Verhalten der Vereinigten Staaten gegenüber Dänemark und Grönland könne als Beispiel hybrider Kriegsführung verstanden werden. Unter diesem Begriff werde allgemein der Versuch beschrieben, politische Ziele ohne den offenen Einsatz regulärer Streitkräfte zu erreichen. Nach seiner Einschätzung lasse sich dieses Konzept auf die Entwicklungen in den bilateralen Beziehungen anwenden. Als Hinweise führte er an, die CIA habe ihre nachrichtendienstlichen Aktivitäten in Grönland verstärkt, US-Präsident Trump habe mehrfach militärische Maßnahmen angedroht und es seien finanzielle Zuwendungen an die grönländische Bevölkerung in Aussicht gestellt worden. Diese Elemente deutete er als Teil eines umfassenderen Einflussversuchs der USA.[128]

Der ehemalige deutsche Botschafter in Washington und Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, bewertete in der New York Times die wiederholten Äußerungen von Präsident Trump, Grönland für die Vereinigten Staaten gewinnen zu wollen, als Ausdruck ernsthafter außenpolitischer Absichten. Er wies darauf hin, dass solche Drohungen nicht isoliert betrachtet werden könnten, sondern potenziell tiefgreifende Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen und die Stabilität der NATO hätten. Nach Ischingers Einschätzung würden die europäischen Staaten, insbesondere Dänemark und Frankreich, eine Annexion Grönlands durch die USA nicht tolerieren, da sie die grönländische Souveränität und das Völkerrecht schützen wollten. Ein Angriff auf Grönland könnte demnach das Vertrauen innerhalb des Bündnisses untergraben und die strategische Position der Vereinigten Staaten schwächen. Gleichzeitig betonte er die zunehmende strategische Bedeutung der Arktis angesichts russischer und chinesischer Aktivitäten, hob jedoch hervor, dass einseitige Maßnahmen der USA kontraproduktiv seien, während eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der NATO Sicherheit und Legitimität in der Region stärken könnte. Ischinger schloss, dass eine kluge Handhabung der Krise die Prinzipien der Konsultation, des Kompromisses und der kollektiven Problemlösung innerhalb des Bündnisses fördern könne, wie es die NATO bereits in früheren Krisen gezeigt habe.[129] Die NATO hat seit dem Zweiten Weltkrieg zur Sicherheit und Stabilität ihrer Mitgliedstaaten beigetragen und wirtschaftliche Entwicklung gefördert sowie gewaltsame Konflikte eingeschränkt. Beobachter wiesen darauf hin, dass Entscheidungen der US-Regierung unter Trump das Vertrauen innerhalb der Allianz beeinträchtigen könnten. In der Folge intensivierten einige Mitgliedstaaten bilaterale Beziehungen zu anderen Ländern, etwa Kanada und Frankreich zu China, während die Niederlande den Austausch von Geheimdienstinformationen mit den USA einschränkten. Maßnahmen des US-Kongresses wurden als mögliche Reaktion auf diese Entwicklungen betrachtet.[130]

Mehrere Kommentatoren stellten einen Zusammenhang zwischen der verschärften US-Rhetorik gegenüber Grönland und dem als erfolgreich wahrgenommenen US-amerikanischen Angriff auf Venezuela Anfang 2026 her. Die Drohungen wurden in diesem Kontext als Teil einer breiter angelegten Strategie interpretiert, mit der die Vereinigten Staaten unter Präsident Trump ihren geopolitischen Einfluss ausbauen wollten.[131] Trumps Definition zu Grönland griff laut der Deutschen Welle ein lange etabliertes Muster kolonialer Mächte auf, nämlich die eigenen Vorstellungen von Landbesitz auf bereits bewohnte Gebiete zu übertragen und dabei bestehende lokale Systeme weitgehend auszublenden.[132] Die Politikwissenschaftlerin Nathalie Tocci erklärte, dass die Europäische Union entschlossen auftreten müsse, um der Herausbildung einer neoimperial geprägten internationalen Ordnung entgegenzuwirken.[133]

Das Weiße Haus veröffentlichte Mitte Januar 2026 auf X ein Meme, das zwei grönländische Hundeschlittenteams zeigte und mit der Frage „Welchen Weg, Grönländer?“ überschrieben war. Die Darstellung suggerierte eine Entscheidung zwischen den Vereinigten Staaten und einer bedrohlich inszenierten Kombination aus China und Russland. Fachleute für Extremismus ordneten das Meme als Anspielung auf rechtsextreme Narrative ein. Nach Einschätzung der Extremismusexpertin Heidi Beirich weist die Bildsprache Parallelen zu dem neonazistischen Buch Which Way Western Man? des weißen Nationalisten William Gayley Simpson auf, das in entsprechenden Milieus als wichtiges ideologisches Werk gilt.[134] Ende Januar kam es im Kontext der US-Grönland-Politik zu Irritationen, nachdem das Weiße Haus ein KI-generiertes Bild veröffentlicht hatte, das Trump mit einem Pinguin zeigt – einer Art, die ausschließlich auf der Südhalbkugel vorkommt. Der Beitrag bezieht sich auf einen Social-Media-Trend um eine Szene aus Werner Herzogs Dokumentarfilm Begegnungen am Ende der Welt (2007), in der ein einzelner Pinguin entgegen dem üblichen Schwarmverhalten allein in Richtung entfernter Berge wandert. Das Weiße Haus reagierte ohne Selbstkritik und wies die Kritik am Bild als von Unverständnis geprägt zurück.[135] Nach der Veröffentlichung des KI-generierten Bildes, das Donald Trump gemeinsam mit einem Pinguin vor einer grönländischen Flagge zeigt, wurde vielfach kritisiert, dass Pinguine ausschließlich auf der Südhalbkugel vorkommen. Der Medienwissenschaftler Robert Topinka hält diese Einwände jedoch für verfehlt: Solche Beiträge des Weißen Hauses seien nicht auf sachliche Information ausgerichtet, sondern dienten als emotionale Botschaften zur Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft. KI werde dabei vor allem wegen der hohen Geschwindigkeit der Verbreitung eingesetzt. Einige Kommentatoren ordneten das Bild darüber hinaus in Konzepte wie den von der kanadischen Publizistin Naomi Klein und der US-amerikanischen Autorin und Dokumentarfilmerin Astra Taylor im The Guardian beschriebenen „Endzeit-Faschismus“ ein.[136] Am 22. Februar 2026 kündigte Trump auf der Plattform Truth Social an, ein Lazarettschiff nach Grönland zu entsenden, um die medizinische Versorgung auf der Insel zu unterstützen. Die dänische Regierung zeigte sich überrascht; Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen betonte, dass die medizinische Versorgung in Grönland bereits gewährleistet sei.[137]
Die seit 1948 etablierte internationale Sicherheitsordnung beruht auf der Anerkennung staatlicher Souveränität. Vor diesem Hintergrund wurde der von der US-Regierung unter Donald Trump geäußerte Wunsch, das zu Dänemark gehörende und historisch aus kolonialzeitlichen Strukturen hervorgegangene Grönland zu erwerben, als ungewöhnlich imperialer Vorstoß eines westlichen Staates bewertet.[138] Beobachter erklärten, dass es Donald Trump im Fall von Grönland nicht nur um Dominanz, sondern um Besitz geht. In zwölf Monaten hätte er die regelbasierte Weltordnung schwer beschädigt. Er würde auf dem Recht des Stärkeren bestehen. Seine Kritiker sprechen von einer Rückkehr von Kolonialismus und Imperialismus.[139] Ein Szenario, in dem dänische, französische und Soldaten anderer NATO-Staaten einer Invasionsmacht aus den Vereinigten Staaten gegenüberstehen, ist nach Ansicht von Beobachtern realistischer geworden als eine kriegerische Konfrontation mit Russland.[138]

Michael Paul von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Experte für Arktis- und Grönlandfragen, erklärte, Trumps Kritik an Dänemarks begrenzter Verteidigungsfähigkeit in Grönland sei nachvollziehbar. Frühere US-Regierungen hätten die sicherheitspolitische Bedeutung der Arktis vernachlässigt, während Russland seit 2007 seine militärische Präsenz dort ausgebaut habe. Paul zufolge habe die US-Regierung bereits während Trumps erster Amtszeit die Arktis wieder als geopolitischen Konfliktraum definiert; in Trumps zweiter Amtszeit würden entsprechende Initiativen wie der Ausbau der Eisbrecherflotte verstärkt. Insgesamt gehe es den Vereinigten Staaten nicht allein um Grönland, sondern um die strategische Bedeutung der gesamten Arktis.[140] Die aktiven Streitkräfte Grönlands waren 2025 deutlich kleiner als die Polizeikräfte von New York City.[141] Laut CNN bezeichnet sich China, obwohl es keinen unmittelbaren territorialen Zugang zur Arktis besitzt, als „arktisnaher Staat“ und arbeitet gemeinsam mit Russland am Ausbau einer „Polaren Seidenstraße“, um neue Handelsrouten zu erschließen und globale Verkehrsströme strategisch zu beeinflussen.[142]
Der ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen wies darauf hin, dass Trump in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos die US-Unterstützung für die Ukraine mit dem Grönland-Streit verwoben hat. Die Ukraine ohne die Vereinigten Staaten zu unterstützen, würde für Europa schwierig werden. Welches Werkzeug am Ende dazu führt, Grönland zu besitzen, das sei Trump fast egal.[143]
Der Leiter des ZDF-Auslandsstudios in Moskau Armin Coerper sah durch die Grönlandkrise einen Vorteil für Russland in den Verhandlungen im Bezug auf den Russischen Überfall auf die Ukraine seit 2022. Russland sehe sich durch die Aktivitäten der Vereinigten Staaten im Bezug auf Grönland darin bestätigt, dass mit Sicherheitsinteressen durchaus ein Anspruch auf ein anderes Land begründet und möglicherweise auch durchgesetzt werden dürfe. Denn die Vereinigten Staaten hätten deutlich demonstriert, dass man sich selbst um Fragen des Völkerrechts nicht besonders schert.[144]
Der deutsche Vizekanzler Lars Klingbeil äußerte die Auffassung, dass die zunehmende Kritik in den Vereinigten Staaten und Europa Donald Trump zu einem Verzicht auf Strafzölle veranlasst habe.[145]
Das US-geführte globale Regierungssystem erlebe derzeit einen Bruch, der durch die Konkurrenz der Großmächte und eine schwindende regelbasierte Ordnung gekennzeichnet sei, sagte der kanadische Regierungschef Mark Carney am 21. Januar 2026 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.[146]
Der Leiter des ZDF-Studios in Brüssel Ulf Röller betonte, US-Präsident Donald Trump habe ein Problem gelöst, das er selbst geschaffen habe. Das Lob würde NATO-Generalsekretär Mark Rutte gelten. Dieser habe in den vergangenen Tagen intensiv mit dem Team von Trump an einem Kompromiss gearbeitet.[147]
Bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, dass die Vereinigten Staaten ihre Außen- und Sicherheitspolitik radikal neu ausrichten würden. Die neue Welt der Großmächte würde auf Macht, Stärke und, wenn es darauf ankomme, auf Gewalt basieren. Dem sei man aber nicht einfach ausgeliefert.[148] Merz begrüßte die Kursänderung von Trump im Streit um Grönland als den richtigen Weg. Jede Drohung, europäisches Territorium mit Gewalt in Besitz zu nehmen, sei nach Merz inakzeptabel und neue Zölle würden die Grundlagen der transatlantischen Beziehungen untergraben.[149] Merz warnte, in der geopolitischen Zusammenarbeit allein auf die Stärke und Macht einzelner zu setzen. Die größte Stärke entstünde aus der Fähigkeit, Partnerschaften und Allianzen zu bilden, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt aufbauten.[150] Er betonte, dass es im Verhältnis zwischen Europa und den Vereinigten Staaten keine Untertanen geben könne.[151]
Der Politologe und USA-Kenner Siebo Janssen hielt das Verhältnis innerhalb der NATO zwischen den Vereinigten Staaten und Europa für komplett zerrüttet. Donald Trump habe als Verrat angesehen, dass sich die Dänen gegen die Abgabe Grönlands verwahrt haben. Es sei seiner Ansicht nach nun dringend geboten, dass Europa eine eigene, von den Vereinigten Staaten unabhängigere Wirtschaftsstruktur sowie ein europäisches Verteidigungsbündnis aufbaue. Die Europäer seien jetzt dazu gezwungen, zu kooperieren und geschlossen aufzutreten.[152]

Fachleute berichteten in einem BBC-Beitrag, dass Trumps Aufmerksamkeit für Grönland vor allem durch wirtschaftliche Interessen getrieben gewesen sei. Steven Lamy von der University of Southern California erklärte, Trump habe primär versucht, sich Zugang zu den dortigen Rohstoffvorräten zu sichern und zugleich Chinas Einfluss in der Arktis einzuschränken. Lamy wies darauf hin, dass die extremen klimatischen Bedingungen, die unzureichende Infrastruktur und ein knappes Angebot an qualifizierten Arbeitskräften die ohnehin hohen Kosten für Bergbauprojekte weiter erhöhten. Mikkel Runge Olesen, leitender Forscher am Dänischen Institut für Internationale Studien, berichtete, dass trotz zahlreicher Explorationsgenehmigungen lediglich zwei Bergwerke aktiv betrieben wurden. Die grönländische Regierung habe über Jahre ausländische Investitionen im Rohstoffsektor anzuziehen versucht, sei jedoch durch ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen nur begrenzt erfolgreich gewesen. Olesen hob hervor, dass Grönland zwar über reiche und vielfältige Mineralvorkommen verfüge, deren Förderung jedoch extrem kostenintensiv und aufwendig sei. Jennifer Spence, Direktorin der Arctic Initiative an der Harvard Kennedy School, erklärte, dass der Bergbau auf Grönland weiterhin vor allem theoretisches Potenzial besitze. Neben den Rohstoffvorkommen habe auch die strategische Lage der Insel im arktischen Schiffsverkehr Trumps Interesse erklärt. Während Trump die Initiative als sicherheitspolitisch begründet dargestellt habe, schätzte Spence wirtschaftliche Beweggründe als den dominierenden Faktor ein.[153]
Andreas Stergiou, Professor für internationale Beziehungen an der Universität Thessalien in Volos und Experte für Sicherheits- und Geopolitikfragen, wies in der New York Times darauf hin, dass die Verhandlung eines Abkommens über Grönland grundsätzlich möglich sei. Seiner Einschätzung nach müssten die Vereinigten Staaten, sollten sie die in und um Grönland vermuteten mineralischen Ressourcen erschließen wollen, diese Rechte zwingend in einem bilateralen Vertrag verankern. Eine bloße Militärbasis, selbst wenn sie einen Sonderstatus vergleichbar den britischen souveränen Stützpunkten auf Zypern besitze, verschaffe den Vereinigten Staaten keine automatisch geltenden Ansprüche auf Ressourcen. Zwar unterhalten die Vereinigten Staaten bereits einen Stützpunkt im Norden Grönlands mit weitreichenden militärischen Zugriffsrechten, doch könnte die Etablierung einer souveränen Basis als strategisches Instrument dienen. Durch diesen Schritt könnten die Vereinigten Staaten künftig zusätzliche hoheitliche Ansprüche geltend machen, die in internationalen Auseinandersetzungen über arktische Ressourcen ein höheres Gewicht hätten.[154] Andreas Paulus, Professor für Völkerrecht an der Georg-August-Universität Göttingen, betonte, dass ein Transfer von Territorium ohne Zustimmung der betroffenen Bevölkerung gemäß dem Prinzip der Selbstbestimmung völkerrechtlich unzulässig sei. Dies gilt sowohl für die Abtretung ganzer Länder als auch für die Übertragung einzelner Landesteile. Auch Gespräche, wie zwischen Trump und Rutte in Davos, könnten aus völkerrechtlicher Perspektive keine rechtsverbindlichen Entscheidungen darstellen, sondern lediglich als Grundlage für weitere Diskussionen dienen.[155] Nach Einschätzung von Mikkel Runge Olesen vom Dänischen Institut für Internationale Studien verfügen die Vereinigten Staaten in Grönland über einen erheblichen Handlungsspielraum. Olesen zufolge wäre es für die Vereinigten Staaten vermutlich möglich, einige ihrer Anliegen durchzusetzen – vorausgesetzt, sie würden diese mit der nötigen diplomatischen Zurückhaltung vorbringen.[156] Jon Rahbek-Clemmensen vom Zentrum für Arktische Sicherheitsstudien der Dänischen Verteidigungsakademie erklärte, dass Trumps Forderungen nach einer US-Annexion Grönlands aus seiner Sicht unbegründet seien. Zwar sei die Insel strategisch wichtig, doch die Vereinigten Staaten könnten ihre Sicherheitsinteressen auch ohne Besitz wahren, und auch das geplante „Golden Dome“-Verteidigungssystem lasse sich in Abstimmung mit Dänemark umsetzen. Ein Eigentum Grönlands würde lediglich psychologischen Nutzen bringen, gleichzeitig aber politische Krisen innerhalb der NATO auslösen.[157]

Laut dem Sicherheitsexperten Liviu Horovitz von der Stiftung Wissenschaft und Politik spielt Grönland in den US-Planungen für das Raketenabwehrprojekt „Golden Dome“ zwar eine Rolle, jedoch keine zentrale. Eine von der Defense Intelligence Agency veröffentlichte Karte zeigte, dass U-Boot-gestützte ballistische Raketen aus der Barentssee auf einer Flugbahn über Grönland die Vereinigten Staaten erreichen könnten. Nach Einschätzung von Fachleuten wie Horovitz sowie der Völkerrechtlerin Arne Peters wäre ein Besitz Grönlands jedoch nicht erforderlich. Die Vereinigten Staaten verfügten auf Grundlage bestehender Abkommen bereits über weitreichende Rechte, militärische Infrastruktur auf der Insel zu nutzen und sicherheitsrelevante Maßnahmen durchzuführen. „Golden Dome“ stelle in diesem Rahmen eher eine quantitative Ausweitung bestehender Fähigkeiten als ein grundsätzlich neues Element dar.[158]
Die Bevölkerung Grönlands verfügt über das Recht auf Selbstbestimmung und kann eigenständig über den Grad ihrer politischen Autonomie entscheiden. Eine vollständige Unabhängigkeit von Dänemark wäre theoretisch möglich, ebenso wie eine Zugehörigkeit zu einem anderen Staat, etwa den Vereinigten Staaten. Bei der Parlamentswahl am 11. März 2025 erhielt eine Partei die Mehrheit, die einen schrittweisen und langfristig angelegten Kurs zur Erlangung der Unabhängigkeit verfolgt.[159] Tillie Martinussen, frühere Abgeordnete des grönländischen Parlaments, erklärte im Januar 2026, das Vertrauen der grönländischen Bevölkerung in die Vereinigten Staaten sei weitgehend erodiert. Zur Veranschaulichung verglich sie Trumps politischen Kurs mit einem Schlittenhund, der unvermittelt die Richtung wechselt und zurückbeißt.[160] Die meisten der rund 57.000 Einwohner Grönlands sind indigene Inuit. Viele von ihnen wissen darüber Bescheid, wie die Vereinigten Staaten ihre eigenen indigenen Bevölkerungen und ihre Überseegebiete behandelt haben.[161]
Im Zusammenhang mit der von Präsident Trump geäußerten Idee eines möglichen Erwerbs Grönlands zeigte sich laut der New York Times innerhalb weniger Wochen ein deutliches Auf und Ab politischer Signale: Auf die zunächst öffentlich formulierte Absicht eines Gebietserwerbs folgte dessen ebenso rasche Aufgabe, begleitet von wechselnden Stellungnahmen gegenüber verbündeten Staaten. Diese Abfolge wurde als Beispiel für veränderte Ausprägungen US-amerikanischer Zwangsdiplomatie eingeordnet.[162]
Der von Trump unternommene, letztlich zurückgenommene Versuch, Grönland zu annektieren, führte laut The Guardian zu einer deutlichen Belastung seines Verhältnisses zu rechtspopulistischen Akteuren in Europa. Die Initiative stieß insbesondere aufgrund ihres Widerspruchs zum Prinzip der nationalen Souveränität auf Kritik. Verstärkt wurde die Distanz durch Trumps abwertende Äußerungen über die Einsatzbereitschaft nicht-amerikanischer NATO-Truppen in Afghanistan, die er im Anschluss relativierte. Mehrere zuvor wohlwollend eingestellte rechtspopulistische Parteien bewerten die US-Regierung infolge dieser Entwicklungen zunehmend als politisch konfliktträchtig. Zugleich erschweren die Differenzen die Umsetzung der US-Strategie, mit „patriotischen“ europäischen Partnern enger zu kooperieren.[163]
Äußerungen über eine mögliche Annektierung Grönlands stießen auf starken Widerstand innerhalb der Republikanischen Partei, kurz nach Kritik an Trumps Befugnissen in Militär-, Gesundheits- und Epstein-Angelegenheiten.[164] Beobachter verweisen darauf, dass die Beweggründe Trumps für seinen Kurswechsel nicht eindeutig erkennbar seien. Die Frankfurter Rundschau zitierte in diesem Zusammenhang die Einschätzung von Johannes Thimm, Forschungsgruppenleiter für Amerika an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), wonach innenpolitische Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten. Demnach stießen die in den Vereinigten Staaten diskutierten Grönland-Pläne sowohl in der Bevölkerung als auch innerhalb der Republikanischen Partei auf begrenzte Zustimmung, und es sei plausibel, dass militärische Entscheidungsträger sowie Mitglieder des Kongresses intern auf mögliche sicherheitspolitische Risiken, einschließlich Auswirkungen auf die NATO, hingewiesen hätten. Nach Analyse von Christian Lammert, Professor für Politische Systeme Nordamerikas an der FU Berlin, könne zudem parteiinterner Druck eine Erklärung dafür sein, dass Trump nach außen keine weiteren Details zu dem angekündigten Vorhaben präsentierte. Lammert hält es für möglich, dass Trump vor dem Hintergrund des öffentlichen Echos versucht habe, sich stärker als pragmatischer Akteur zu positionieren, der wirtschaftliche Erwägungen gegenüber symbolpolitischen Projekten betont.[165] Die Kursänderung Trumps in der Grönlandkrise wurde unter anderem der Beharrlichkeit von Mette Frederiksen zugeschrieben.[166]

In Grönlands Hauptstadt Nuuk wollte der deutsche Kabarettist und Schauspieler Maxi Schafroth, bekannt aus der NDR-Satiresendung Extra 3, eine US-Flagge vor einem Kulturzentrum hissen. Die Aktion, die Teil eines satirischen Films des Teams war, stieß auf Widerstand vor Ort und führte zu einem Bußgeld. Ein Video der Szene verbreitete sich in sozialen Medien und löste breite Empörung im Kontext der Grönlandkrise aus. Der NDR erklärte, dass die Satire nicht auf die Bevölkerung Grönlands abzielte, und entschuldigte sich für mögliche Missverständnisse. Die Reaktionen auf den Vorfall verdeutlichte die erhebliche Belastung, der viele Grönländer ausgesetzt sind.[167] Avaaraq Olsen, Bürgermeisterin des Bezirks Kommuneqarfik Sermersooq, zu dem auch Nuuk gehört, äußerte scharfe Kritik. Das Hissen der Flagge einer militärischen Großmacht, die seit Wochen mit möglichen gewaltsamen Schritten gegen Grönland in Verbindung gebracht werde, sei „weder ein Scherz noch harmlos“, sondern „äußerst schädlich“.[168] Schafroth bat um Entschuldigung und räumte ein, dass seine auf Trump zielende Satire am Ende nicht wie geplant wirkte.[169]
In Nuuk herrschte laut der Neuen Zürcher Zeitung wochenlang eine Ausnahmesituation: Internationale Medien überrannten die Stadt, und Anfang Januar füllten zahlreiche Kamerateams die zentrale Fußgängerzone, sodass selbst alltägliche Wege von Interviewanfragen begleitet waren. Mit der verstärkten Aufmerksamkeit gingen Darstellungen einher, die oft zwischen Satire und abwertenden Stereotypen schwankten. Kritik traf auch den dänischen Sender DR, der eine Sendung mit stereotypen Darstellungen indigener Grönländer ausstrahlte und zuvor einen Dokumentarfilm über dänische Bergbauaktivitäten in Grönland abgesetzt hatte. Inuit bewerteten die Sendung ähnlich kritisch wie die umstrittene Aktion Schafroths mit einer US-Flagge.[170]
Die Grönländer zeigten während der Krise auch eine bemerkenswerte Widerstandskraft, unter anderem durch Humor. In einem viralen Clip des dänischen Senders DR P3 parodierten sie sowohl Trump als auch ihr eigenes Verhältnis zu Dänemark.[171] Der kanadisch‑amerikanische Musiker Neil Young kündigte an, den Bewohnern Grönlands für die Dauer eines Jahres kostenlosen Zugang zu seinem digitalen Archiv zu gewähren. Young erklärte, er hoffe, mit dieser Geste dazu beizutragen, „einen Teil des unbegründeten Stresses und der Drohungen zu lindern“ – ein Verweis auf den Umgang der Regierung von US-Präsident Trump mit dem grönländischen Selbstverwaltungsgebiet.[172]
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.