Der Name „Vosges“ leitet sich vom gleichnamigen Mittelgebirge dieser Region, den Vogesen ab. Die Vogesen nehmen aber nur das östliche Drittel des Départements ein. Man kann zwei recht unterschiedliche Landschaftsbilder östlich und westlich der Mosel feststellen. Der Westen ist von mit Laubwald bedeckten Hügeln geprägt. Der Osten liegt höher und zeigt mit Nadelwald bedecktes Granit- und Sandsteingebirge. Die höchstgelegenen Gebiete sind Teil des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges.
Das Gebiet des Départements verteilt sich auf die Einzugsgebiete vierer Flüsse:
im Osten, im Norden und in der Mitte das Einzugsgebiet des Rheins über die Mosel und ihre Zuflüsse
im Süden und Südwesten das Einzugsgebiet der Rhone über die Saône
im Westen und Nordwesten das Einzugsgebiet der Maas
im äußersten Nordwesten das Einzugsgebiet der Seine über den Ornain
Im Département verlaufen demzufolge mehrere Wasserscheiden. Der Canal des Vosges überwindet die Rhein-Rhône-Wasserscheide; er verbindet die Täler von Mosel und Saône und ist Teil einer Wasserstraße von der Nordsee bis an das Mittelmeer.
Am 17. Februar 1800 wurden fünf Arrondissements geschaffen: Épinal, Mirecourt, Neufchâteau, Remiremont und Saint-Dié.
Im Jahr 1871 ging ein kleiner Teil des Départements durch den Frieden von Frankfurt an das Deutsche Reich über: der Kanton Schirmeck und die Hälfte des Kantons Saales, die seitdem zum Elsass gehören. Die französisch gebliebenen Gemeinden des Kantons Saales bildeten einen neuen Kanton mit dem Hauptort Provenchères-sur-Fave. Die so „verlorenen“ Gebiete kamen durch den Friedensvertrag von Versailles im Jahr 1919 an Frankreich zurück, blieben aber dem elsässischen Département Bas-Rhin zugeordnet.
Am 10. September 1926 wurde die Verwaltung der Départements in Frankreich gesetzlich neu geregelt. Es wurden insgesamt 106 Arrondissements aufgelöst, darunter zwei im Département Vosges: Mirecourt und Remiremont. Die entsprechenden Kantone wurden dem Arrondissement Épinal zugeordnet, mit Ausnahme der Kantone Mirecourt und Vittel, die zum Arrondissement Neufchâteau kamen.
Von 1960 bis 2015 war das Département ein Teil der Region Lothringen, die 2016 in der Region Grand Est aufging.
Städte
Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Vosges sind:
1793 wurde das Territorium des Fürstentums Salm-Salm an Frankreich angegliedert, zu dessen Verwaltung ein neuer Distrikt in Senones eingerichtet wurde, der dem Département Vosges zugeordnet wurde. Bei der kurz darauf durchgeführten Verfassungsreform (1795) wurden die Distrikte aufgelöst. Die nun 68 Kantone waren der Präfektur direkt unterstellt; die Kantone verteilten sich – verteilt unter die späteren Arrondissements – wie folgt: Épinal (14 Kantone), Mirecourt (12), Neufchâteau (17), Remiremont (6) und Saint-Dié (19).
Bei der von Napoleon dekretierten erneuten Reorganisation der Verwaltung vom Jahr IX (1800) wurde die Anzahl der Kantone auf weniger als die Hälfte vermindert. Es galt von nun an die Einteilung:
Arrondissement Épinal mit 6 Kantonen: Bains (12 Gemeinden), Bruyères, Châtel, Épinal, Rambervillers und Xertigny (8);
Arrondissement Mirecourt mit 7 Kantonen: Bains-les-Bains, Charmes, Darney, Dompaire, Mirecourt, Monthureux-sur-Saône (12) und Vittel;
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges mit 9 Kantonen: Brouvelieures (10), Corcieux, St. Dié, Fraize, Gérardmer, Raon-l'Étape, Saales, Schirmeck und Senones;
Arrondissement Remiremont mit 4 Kantonen: Plombières (5), Ramonchamp, Remiremont und Saulxures (10).
Im Jahre 1871 gingen der Kanton Schirmeck und die Hälfte des Kantons Saales an das Deutsche Reich verloren. Aus dem bei Frankreich verbliebenen Rest des Kantons Saales wurde der Kanton Provenchères-sur-Fave im Arrondissement St. Dié gebildet.
Die Rückkehr Elsaß-Lothringens zu Frankreich 1919 brachte für die Verwaltungsstruktur dieses Départements keine Veränderung.
Die nach 125 Jahren größte Änderung brachte das Gesetz vom 10. September 1926, indem jedes dritte Arrondissement des französischen Festlandes aufgehoben und die zugehörigen Kantone anderen Arrondissements zugeordnet wurden; dieses Gesetz brachte auch die Aufhebung der Arrondissements Mirecourt und Remiremont. In der Folge kamen die Kantone Mirecourt und Vittel zum Arrondissement Neufchâteau, die anderen 8 Kantone wurden dem Arrondissement Épinal zugeordnet.
↑Richard Stieve: Die Grafschaft Ober-Salm in den Vogesen. In: Jahrbuch für Geschichte, Sprache und Litteratur Elsass-Lothringens. XI. Jahrgang, J. H. Ed. Heitz (Heitz & Mündel), Straßburg 1895, S. 16 (Google Books)