Helmut Löhr (* 11. Februar 1955 in Lünen; † 25. Dezember 2010 in Santa Fe)[1] war ein deutscher Maler, Grafiker, Fotograf, Zeichner und Vertreter de
Helmut Löhr (* 11. Februar 1955 in Lünen; † 25. Dezember 2010 in Santa Fe)[1] war ein deutscher Maler, Grafiker, Fotograf, Zeichner und Vertreter der Visuellen Poesie.
Helmut Löhr studierte von 1975 bis 1977 am Fachbereich Design der Fachhochschule Düsseldorf (heute Hochschule Düsseldorf) Schmuckdesign bei Friedrich Becker. Von 1977 bis 1980 studierte er am Fachbereich Design der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld (heute Hochschule Niederrhein) Objektdesign bei Günter Kirchberger und schloss sein Studium mit einem Diplom ab. Ab 1978 war er als freier Künstler tätig.[2] In den 1980er Jahren entstanden seine „Buchkreise“ – in Streifen geschnittene Textseiten, die er fächerartig auf Papier drapierte.[3] Mit diesen Arbeiten wurde er zu einem Vertreter der Visuellen Poesie. In seinen Bildern und Objekten beschäftigte sich Löhr mit dem gedruckten Wort, das er zerstückelte, verformte und collagenhaft in einen neuen Zusammenhang stellte.[4][5]
In den Jahren 1998 bis 2001 entwarf Helmut Löhr für das Unternehmen Rosenthal[6] eine Reihe von Objekten, die im Programm oder der Reihe Limitierte Kunstreihen – Rosenthal erschienen: Cupola, Künstler-Espresso Jahrestasse (2000),[7] Künstler-Jahreselement-Kachel „Rosenthal“ Auflage 66 Stücke (2001),[8]Visuelle Poesie, Suomi Vase, Auflage 299 Stück (1998) und Objekt im Holzrahmen, Hommage á Timo Sarpaneva, Auflage 99 Stück, (1998).[9]
Über die Galerie Horst Dietrich in Berlin lernte Helmut Löhr in den 1980er Jahren den Schriftsteller, Verleger und Kurator Uwe Warnke kennen. Warnke gibt seit 1982 die Künstlerzeitschrift Entwerter/Oder (kurz: E/O) heraus. Bis zu seinem Tod beteiligte sich Löhr mit original grafischen Beiträgen an der Zeitschrift. So an den Ausgaben: E/O – Sonderheft 15: einpacken/verpacken (1995); E/O – Sonderheft 18: Handschrift/Autografen (1996) und E/O – Sonderheft 24: Zielke & Konsorten (2006).
Helmut Löhr ist mit seinen Werken in Sammlungen und Museen vertreten, u. a. im Paul Getty Museum,[10] Museum of Modern Art, Victoria and Albert Museum, Klingspor-Museum Offenbach sowie Deutschen Museum für Buch- und Schriftkunst Leipzig.
Mit der US-amerikanischen Künstlerin Harriet Bart verband ihn eine enge Freundschaft, die zwischen 1993 und 2003 zu sechs gemeinsamen Ausstellungen, sogenannten Dialogue führte.
Mit der US-amerikanischen Künstlerin Harriet Bart:[16]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Löhr, Helmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Grafiker, Fotograf, Zeichner und Vertreter der Visuellen Poesie |
| GEBURTSDATUM | 11. Februar 1955 |
| GEBURTSORT | Lünen |
| STERBEDATUM | 25. Dezember 2010 |
| STERBEORT | Santa Fe |
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