Schim (stilisiert als SCHiM) ist ein Computerspiel aus dem Jahr 2024, das von den unabhängigen niederländischen Entwicklern Ewoud van der Werf und Nils Slijke
| Schim | |||
| Entwickler | Ewoud van der Werf Nils Slijkerman | ||
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| Publisher | Extra Nice | ||
| Komponist | Rafael Langoni Gabriel Marques | ||
| Veröffentlichung | 18. Juli 2024 | ||
| Plattform | Windows, macOS, Linux, Nintendo Switch, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series | ||
| Spiel-Engine | Unity | ||
| Genre | Plattformer | ||
| Spielmodus | Einzelspieler | ||
| Steuerung | Maus, Tastatur, Gamepad, Joy-Con | ||
| Medium | Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray, Spielmodul, Download | ||
| Sprache | Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch, Arabisch, Bulgarisch, Tschechisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Ungarisch, Indonesisch, Norwegisch, Rumänisch, Schwedisch, Thai, Türkisch, Ukrainisch, Vietnamesisch, Kroatisch | ||
| Altersfreigabe |
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Schim (stilisiert als SCHiM) ist ein Computerspiel aus dem Jahr 2024, das von den unabhängigen niederländischen Entwicklern Ewoud van der Werf und Nils Slijkerman entwickelt und von Slijkermans Entwicklungsstudio Extra Nice veröffentlicht wurde. Playism brachte das Spiel in Japan auf den Markt. Es handelt sich um ein Plattformspiel, in dem die Spieler einen „Schim“ – ein Wesen, das in den Schatten lebt – durch die Spielwelt führen, um ihn wieder mit dem Schatten seines Wirts zu vereinen.
Van der Werf entwickelte das Spiel, da er von Kinderspielen mit Schatten inspiriert wurde. Der Titel des Spiels ist ein niederländischer Ausdruck für „Schatten“. Bei seiner Veröffentlichung erhielt das Spiel gemischte Kritiken: Lob gab es für die visuelle Umsetzung und das neuartige Spielkonzept, Kritik hingegen für die Wiederholungen und die mangelnde Abwechslung im Gameplay über die verschiedenen Level hinweg. Nach der Veröffentlichung wurde Schim auf der Tokyo Game Show ausgezeichnet und erhielt Nominierungen beim London Games Festival sowie beim A Maze Festival.
Schim ist ein Plattformspiel, in dem der Spieler einen Jungen und dessen titelgebenden „Schim“ steuert – ein froschähnliches Wesen, das in seinem Schatten lebt. Das Spiel begleitet den Jungen durch verschiedene Lebensphasen, von der Jugend über das Studium und den Abschluss bis hin zum Berufseinstieg,[1] wobei er eine Reihe von Schwierigkeiten durchlebt, die dazu führen, dass er von seinem Schim getrennt wird.[2] Die Spieler schlüpfen in die Rolle des Schims und müssen sich durch die Schatten der Stadt bewegen, um sich wieder mit dem Mann zu vereinen.[3] Das Spiel umfasst 65 Level,[4] von denen die meisten ein ähnliches Ziel haben: den Spuren des Mannes zu folgen, während er eine Szene verlässt, und den Schim zu steuern, indem man durch die Schatten navigiert, die von Objekten und Figuren in der Umgebung geworfen werden.[5][6]
Die Spieler steuern den Schim, indem sie zwischen Schatten hin und her hüpfen. Landet der Spieler außerhalb eines Schattens, kann er innerhalb eines kurzen Zeitfensters einen zusätzlichen Sprung ausführen, um in einen Schatten zurückzukehren.[3] Andernfalls kehren Spieler, die außerhalb eines Schattens landen, zu einem früheren Checkpoint im Level zurück.[1] Um im Spiel voranzukommen, interagieren die Spieler mit Objekten oder Figuren, in deren Schatten sie sich befinden, indem sie eine einzige Taste drücken.[3] Durch diese Interaktionen werfen Objekte oder Figuren neue Schatten, die es dem Spieler ermöglichen, neue Bereiche zu erreichen.[7][1] Andere Objekte, wie beispielsweise ein Windsack oder eine Wäscheleine, können den Schim weiter schleudern, als er springen kann.[6] Interaktive Elemente, die zum Weiterkommen erforderlich sind, werden hervorgehoben.[7]
Nach Abschluss des Spiels werden Einstellungen freigeschaltet, die zusätzliche Herausforderungen im Spielverlauf bieten. Zu diesen Einstellungen gehören das Deaktivieren von Sekundärsprüngen oder Checkpoints sowie ein „Risikomodus“, der die Anzahl der Landungen außerhalb eines Schattens begrenzt, bevor das Spiel endet.[8][7]
Schim wurde von Ewoud van der Werf, einem unabhängigen niederländischen Entwickler, und Nils Slijkerman, einem Mitarbeiter des Co-Publishers des Spiels, Extra Nice, entwickelt.[9] Van der Werf war für die Grafik und die Programmierung des Spiels verantwortlich, während Slijkerman das Spieldesign, die Levels, die Handlung und die Motion-Capture-Elemente entwarf.[10] Van der Werf erklärte, das Konzept des Spiels sei von seinen Kindheitserinnerungen an Spiele mit Schatten inspiriert worden;[11] daher sei der Titel des Spiels ein niederländischer Ausdruck für „Schatten“.[7][12] Dieses Konzept wurde zunächst umgesetzt, woraufhin die Entwickler Ideen zur allgemeinen Hintergrundgeschichte und den Regeln der Welt, den Schim-Charakteren und deren Bedeutung für das Spiel sammelten.[13]
Schim wurde von van der Werf mit der Unity-Engine entwickelt.[14] Das minimalistische Lineart-Design des Spiels, das ursprünglich als Silhouetten entworfen wurde, entstand mithilfe von benutzerdefinierten Shadern, die van der Werf selbst erstellte.[14] Der visuelle Stil wurde von den Werken des Tim-und-Struppi-Zeichners Hergé und des niederländischen Illustrators Joost Swarte beeinflusst[15] und nutzt ähnliche Techniken wie die Videospiele Sable und Manifold Garden.[16] Die Spielumgebungen orientierten sich an niederländischen Schauplätzen und Sehenswürdigkeiten, die nach positivem Feedback von Testspielern zu einem „wesentlichen Bestandteil des Spiels“ wurden.[16][17] Van der Werf, der an Farbenblindheit leidet,[18] entwarf die Grafik des Spiels mit der Absicht, die Farbpalette auf vier Farben zu beschränken, erweiterte dies jedoch dahingehend, dass jedes Level ein Farbschema aufweist, das sich nach der Tageszeit, der Temperatur oder den Ereignissen in der Geschichte richtet.[19][16]
Schim wurde im Rahmen der digitalen Präsentation Day of the Devs im Juni 2022 angekündigt.[11][20][21] Im April 2024 wurde während der Indie World Präsentation von Nintendo der Veröffentlichungstermin des Spiels am 18. Juli bekannt gegeben,[22][23] worauf im Mai eine offizielle Demo und ein Trailer folgten.[24][25] Playism veröffentlichte das Spiel in Japan mit einem neuen Cover, das vom japanischen Illustrator Keiichi Arawi entworfen wurde.[26]
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Laut dem Bewertungsaggregator Metacritic erhielt Schim gemischte oder durchschnittliche Kritiken.[27] Die Rezensenten lobten die Originalität und Einzigartigkeit des Schatten-Plattform-Gameplays,[8] wobei viele Kritiker das Gameplay und die Steuerung als einfach und zugänglich empfanden.[7][5][6] Andere Rezensenten waren jedoch der Meinung, das Spiel sei zu simpel, um eine Herausforderung darzustellen,[6] oder das Verhalten der Schatten werde nicht klar vermittelt.[3] Einige Kritiker empfanden das Gameplay zudem über die verschiedenen Level hinweg als zu repetitiv.[8][7][29] Jody Macgregor von PC Gamer war der Ansicht, dass sich unter der Oberfläche des Spiels nur wenig Inhalt verbirgt, und erklärte, das Spiel sei nicht schwer genug, um eine Herausforderung darzustellen, aber auch nicht mühelos genug, um entspannend zu sein.[28] In ähnlicher Weise schrieb Mikhail Madnani von TouchArcade: „[…] there really is no evolution of the mechanics over the course of the game“ („[…] es gibt im Verlauf des Spiels wirklich keine Weiterentwicklung der Spielmechanik“).[30]
Die visuelle Gestaltung des Spiels wurde gelobt,[8] unter anderem für den Einsatz von Minimalismus, Lineart und Negativraum[3] sowie für die flüssige Physik und die Animationen.[29][3] Die Ästhetik des Spiels wurde von einigen Rezensenten als gelungene Ergänzung zum Spielkonzept angesehen;[7] so erklärte Nicole Carpenter von Polygon: „[…] the game's use of color, shadow and light is essential in conveying Schim’s story and emotion.“ („[…] der Einsatz von Farbe, Schatten und Licht im Spiel ist entscheidend für die Vermittlung von Schims Geschichte und Emotionen.“).[2] Kritiker lobten zudem das gemächliche Tempo der Level[5][3][29] sowie die Interaktionsmöglichkeiten mit den Elementen in den einzelnen Leveln.[1] Einige Rezensenten bemängelten jedoch den Mangel an Inhalt und Abwechslung in den Leveln und empfanden die Umgebungen als zu ähnlich.[1]
Die Erzählung des Spiels erhielt gemischte Bewertungen: Einige Kritiker empfanden die Geschichte als subtil und emotional bewegend[2][1][5] und lobten die Darstellung ohne Dialoge oder Text.[1] Andere Kritiker hingegen hielten den Inhalt der Geschichte für dürftig oder langatmig.[8][28] Ed Thorn von Rock Paper Shotgun lobte die einleitenden Szenen, in denen das Heranwachsen der Figur gezeigt wird, war jedoch der Ansicht, dass der Rest des Spiels nicht so emotional aufgeladen sei, wie es zu Beginn den Anschein hätte.[5] Jeni Lada von Siliconera zeigte sich verärgert über die Prämisse; sie empfand, dass die wortlose Geschichte es ihr nie ermöglichte, eine Verbindung zur Hauptfigur aufzubauen, und fand es enttäuschend, dass selbst wenn ihre Plattform-Fähigkeiten „perfekt“ waren, immer noch weitere Level folgten und sie die beiden (den Schim und dessen Wirt) nicht wieder zusammenbringen könne.[6]
Auch der Soundtrack des Spiels wurde gelobt;[30] einige Kritiker waren der Meinung, er passe gut zum Tempo und zur Atmosphäre des Spiels.[3]
Schim wurde bei der „Sense of Wonder Night“ der Tokyo Game Show 2022, einer Preisverleihung für Indie-Spiele, mit dem Publikumspreis „Grand Prix“ und dem Preis für das beste Spieldesign ausgezeichnet, wobei ein Jurymitglied die „Nostalgie und Neuartigkeit der Spielidee“ lobte.[31][32] Das Spiel wurde außerdem im Rahmen der offiziellen Auswahl für den „International Innovators Award“ beim London Games Festival 2022 nominiert[33][34][35] und in die Auswahl für das A Maze Festival 2023 aufgenommen.[36][37][38]
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