Raimund Thomas studierte zunächst Architektur und später Kunstgeschichte in München, bevor er 1961 beschloss, Galerist zu werden. Praktische Erfahrungen erlangte er im internationalen Galeriewesen, in London, Paris und New York.
1964 eröffnete er in München eine eigene Galerie in der Maximilianstrasse 25.
1967 stellte Raimund Thomas neben Rudolf Zwirner, Alfred Schemela, Michael Werner und anderen Galeristen beim ersten Kölner Kunstmarkt aus, eine der ältesten Kunstmessen Europas für moderne Kunst und Vorläufer der Art Cologne.
1986 gründete er, zusammen mit vier weiteren Kunsthändlern das Berliner Auktionshaus Villa Grisebach Auktionen
1987 eröffnete Raimund Thomas in München mit dem „A 11 Art Forum“ eine private Kunsthalle, in der er seine persönliche Ausstellungsperspektive der Öffentlichkeit vorstellte.[1] Bis 1990 gab sie einen Querschnitt der Kunst der Achtzigerjahre wieder. Ausgestellt wurden Werke der „documenta 8.“, der Biennale in Venedig, sowie Werke von Joseph Beuys und junge zeitgenössische Kunst, aber auch Klassisches wie das gesamte lithographische Werk von Pablo Picasso.
2009 eröffneten Raimund Thomas und Silke Thomas in der Türkenstraße 16 einen zweiten Standort in München: die Galerie Thomas Modern. Im Jahr 2015 wurde der Standort in der Maximilianstrasse aufgegeben und mit dem Standort in der Türkenstrasse zusammengelegt.
1978 präsentierte die Galerie eine Ausstellung mit hundert zuvor nie gezeigten Werken von Alexej von Jawlensky.
Ein weiterer Meilenstein in der Galeriegeschichte war der Erwerb bedeutender expressionistischer Werke aus der legendären „Sammlung Rheingarten“.
Mit Ausstellungsereignissen wie dem Zyklus „Die Blaue Vier“, der nacheinander Paul Klee, Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky und Lyonel Feininger präsentierten, führte Raimund Thomas die Tradition seiner bekannten Vorgänger Günter Franke und Otto Stangl fort.
Einzelausstellungen von Pablo Picasso, Max Ernst oder Joan Miró festigten das Renommee der Galerie auf dem Gebiet des Deutschen Expressionismus und der Klassischen Moderne.
In den achtziger Jahren förderte die Galerie Thomas verstärkt die Nachwuchskunst, unter anderem die Neuen Wilden, die mit ihrer expressiven Malweise an die Maler der Brücke anschlossen und zusammen mit diesen in zahlreichen Ausstellungen gezeigt wurden.
1984 lud Raimund Thomas die Hauptakteure der New Yorker Graffiti-Szene nach München ein. Vor seiner Galerie, in direkter Nachbarschaft zu den edelsten Geschäften kam es zu einer öffentlichen Spray-Aktion.
Am 16. Juli 2024 wurde von der Galerie und Edition Raimund Thomas GmbH & Co. KG beim Amtsgericht München ein Antrag auf Insolvenz eingereicht.[3]