Else Tholstrup (* 27. Juni 1929 in Casablanca; † 12. März 2024 in Kopenhagen)[1] war eine dänische Fotografin.[2][3] Sie arbeitete u
Else Tholstrup (* 27. Juni 1929 in Casablanca; † 12. März 2024 in Kopenhagen)[1] war eine dänische Fotografin.[2][3] Sie arbeitete u. a. als Standfotografin der Filme Die Brücke am Kwai (1957), Pao aus dem Dschungel (1959), Matador (1979/1980) und Straße der Kindheit (1986).[3] Späte Aufmerksamkeit erhielt sie durch die Dokumentation Die Welt ist unscharf (2022) und durch die Berliner Ausstellung Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen (2026).[4][5]
Tholstrup wurde 1929 in Casablanca geboren.[2] Von 1951 bis 1953 wurde sie am Institute of Design in Chicago ausgebildet.[6] Auf einer Studienreise in Venedig beobachtete sie David Lean und sein Team bei Dreharbeiten zu Traum meines Lebens (1955).[2] 1956 reiste sie mit ihrem Vater nach Ceylon (heute Sri Lanka), um dort Kurzfilme über Kinder im Alltag zu drehen.[2] In Colombo traf sie im Hotel Mount Lavinia erneut auf David Lean, der sie später als Fotografin für seinen Film Die Brücke am Kwai (1957) engagierte.[2] Später arbeitete sie für die Architektenschule in Kopenhagen und für das Louisiana Museum of Modern Art, wo Lichtbildvorträge aus Reisen nach China und in den Irak gezeigt wurden.[2] Sie starb im Jahr 2024.[3]
Tholstrups arbeitete als Standfotografie für Die Brücke am Kwai (1957), Pao aus dem Dschungel (1959), Matador (1979/1980) und Straße der Kindheit (1986).[3] Für Matador arbeitete sie in den Jahren 1979 und 1980 an der zweiten und dritten Staffel der Serie von Erik Balling.[2] In Die Welt ist unscharf (2022) porträtierte die dänische Filmregisseurin Iben Haahr Andersen Tholstrup, Nanna Bisp Büchert, Marianne Engberg und Tove Kurtzweil.[7] Der Film zeigte die vier als bis ins hohe Alter neugierig und produktiv gebliebene Fotografinnen.[7][8] Ihre Tätigkeit an der Kunstakademie wurde später als Beispiel struktureller Benachteiligung diskutiert, weil sie fotografische Aufgaben erfüllte, aber wie eine Bürokraft bezahlt wurde.[9] In der Berliner Ausstellung wurden u. a. Fotografien Tholstrups aus Chicago gezeigt, welche in den 1950er-Jahren elegante Frauen auf den Straßen Chicagos in Szene setzten und mit einem schlafenden Mann auf einer Bank Armut sichtbar machten.[5] Die Ausstellung Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen zeigte 2026 im Museum für Fotografie rund 300 Werke aus dem Bauhaus-Archiv und ordnete Tholstrup als eine der vier vertretenen Künstlerinnen aus dem New Bauhaus ein – neben Tholstrup sind dies Barbara Crane, Catherine Hinkle und Mili Thompson.[10]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tholstrup, Else |
| KURZBESCHREIBUNG | dänische Fotografin |
| GEBURTSDATUM | 27. Juni 1929 |
| GEBURTSORT | Casablanca |
| STERBEDATUM | 12. März 2024 |
| STERBEORT | Kopenhagen |
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