Baran Kok

Baran Kok (* 2000 oder 2001 in Istanbul)[1][2] ist ein deutscher Rapper. Er gilt als der erste große, offen schwule Rapper in Deutschland.[

Baran Kok (* 2000 oder 2001 in Istanbul)[1][2] ist ein deutscher Rapper. Er gilt als der erste große, offen schwule Rapper in Deutschland.[3]

Leben

Kok wurde in Istanbul geboren und wuchs als Kind kurdischer Zuwanderer in Freiburg im Breisgau auf.[1] Nach seiner Schulzeit verbrachte er ein Jahr in den USA, wo er nach eigenen Angaben erstmalig offen mit seiner Homosexualität umgehen konnte.

2022 zog er nach Berlin und begann dort Musik zu machen.[4] Dort agierte er zunächst als Live-DJ, unter anderem als Tour-DJ für Domiziana. Im März 2024 veröffentlichte er mit "Herr Officer" seine erste Single als Rapper, mit der er auf TikTok viral ging.[5] Es folgten weitere Songs wie "Hey Alexa" und "Traurige Hure". Er trat auf dem Splash!-Festival 2025 und 2026 sowie als Voract bei Künstlern wie Ikkimel und Ski Aggu auf.[1][6] Im April 2026 spielte er seine erste eigene Tour Free Baran Kok.[7]

Als Reaktion auf den Anschlag auf den Berliner CSD 2026 organisierte er ein Benefizkonzert, bei dem unter anderem Herbert Grönemeyer auftrat.[8]

Musikstil

Baran Kok kombiniert Elemente aus Rap, Hip-Hop, Club- und DJ-Elemente. Seine Musik wird als explizit und queer-positiv beschrieben. Er behandelt Themen wie Sexualität, Homophobie und Einsamkeit.[9][10]

Einzelnachweise

  1. a b c Lilly Schröder: Schwuler Rapper Baran Kok: „Wenn einer rappen darf, dann ich!“ In: Die Tageszeitung: taz. 6. Januar 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. August 2026]).
  2. Baran Kok: Der schwule Kurdisch-Rapper, der Deutschrap aufmischt. 3. Mai 2026, abgerufen am 23. August 2026.
  3. Stefan Hochgesand: Berliner Rapper Baran Kok: „Ich bin kein Opfer – ich mache mich lieber über homophobe Leute lustig“. 31. Mai 2026, abgerufen am 23. August 2026.
  4. „Ich bin zuerst Kanake und danach schwul“ | fluter.de. Abgerufen am 23. August 2026.
  5. Baran Kok – laut.de – Band. Abgerufen am 23. August 2026.
  6. Baran Kok: Schwuler Rap mit Ikkimel-Gütesiegel. Abgerufen am 23. August 2026.
  7. Baran Kok: Wie ein kurdischer, schwuler Rapper den Deutschrap aufmischt. 13. April 2026, abgerufen am 23. August 2026.
  8. Gustav Cattapan: Konzert in der Columbiahalle: Ikkimel, Herbert Grönemeyer und Baran Kok twerken für Solidarität. In: Die Tageszeitung: taz. 19. August 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. August 2026]).
  9. Armando Romero: "Ich war ganz normal" - Rapper Baran Kok erzählt wie er bemerkt hat schwul zu sein. In: Raptastisch. 14. Dezember 2025, abgerufen am 23. August 2026.
  10. Michail Weiss: Expliziter, queer-positiver Deutschrap: Baran Kok setzt neue Maßstäbe. In: DIFFUS. 8. Juli 2025, abgerufen am 23. August 2026.

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