WarioWare: Snapped! (jap.: うつすメイド イン ワリオ, Hepburn: Utsusu Meido in Wario, Photographing Made in Wario) ist ein Computerspiel der WarioWare
| WarioWare: Snapped! | |||
| Originaltitel | うつすメイド イン ワリオ | ||
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| Transkription | Utsusu Meido in Wario | ||
| Entwickler | |||
| Publisher | |||
| Leitende Entwickler |
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| Komponist |
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| Veröffentlichung | Nintendo DSi: Nintendo 3DS: | ||
| Plattform | Nintendo DSi, Nintendo 3DS | ||
| Genre | Actionspiel | ||
| Spielmodus | Einzelspieler, Mehrspieler | ||
| Medium | Download | ||
| Sprache | Englisch, Deutsch, Japanisch, Französisch, Spanisch, Italienisch | ||
| Altersfreigabe |
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WarioWare: Snapped! (jap.: うつすメイド イン ワリオ, Hepburn: Utsusu Meido in Wario, Photographing Made in Wario) ist ein Computerspiel der WarioWare-Spieleserie, das von Nintendo SPD sowie Intelligent Systems entwickelt und von Nintendo erstmals am 24. Dezember 2008 in Japan über DSiWare zunächst für den Nintendo DSi und später auch für den Nintendo 3DS veröffentlicht wurde.
Anders als seine Vorgänger nutzt WarioWare: Snapped! die im Nintendo DSi und Nintendo 3DS verbaute Innenkamera, um den Spieler aktiv in die sogenannten Microgames zu integrieren. Der Spieler wird dabei als Silhouette auf dem Bildschirm dargestellt und muss physische Bewegungen mit dem Kopf und den Händen ausführen, um die Aufgaben zu lösen. Das Spiel verzichtet auf klassische Spielelemente der Reihe wie Boss-Microgames, die sich kontinuierlich steigernde Spielgeschwindigkeit oder ein konventionelles Lebenssystem.
Es ist der sechste reguläre Teil der Serie, der Nachfolger von WarioWare: Smooth Moves (2006) und der Vorgänger von WarioWare: Do It Yourself (2009).
Das Spiel findet in einem Freizeitpark namens „Wario Park“ statt, den Wario kurzerhand eröffnet hat, um Profit aus den Besuchern zu schlagen. Um die Attraktionen des Parks zu bedienen, stellt Wario seine Freunde Mona, Jimmy T. sowie das Ninja-Duo Kat und Ana als Mitarbeiter ein. Jeder dieser Charaktere inklusive Wario selbst betreut im Spiel eine eigene Achterbahn.
In WarioWare: Snapped! spielt man Sammlungen extrem kurzer Minispiele, den sogenannten Microgames mit Fokus auf Reflexe und spontane Reaktionen, die in schneller Folge ablaufen. Zu Beginn jedes Microgames wird dem Spieler ein kurzes Hinweiswort oder eine einfache Anweisung eingeblendet, das bzw. die den Zweck des nächsten Spiels umreißt. Dann hat man nur wenige Sekunden Zeit, die Aufgabe zu verstehen und korrekt umzusetzen. Jedes Microgame dauert in der Regel nur wenige Sekunden und fordert den Spieler auf, eine sehr einfache Aufgabe zu erfüllen, bevor die Zeit abläuft oder das nächste Microgame beginnt.
Jedoch unterscheidet sich die Steuerung und die Struktur maßgeblich von den Vorgängern. Bevor das Spiel beginnt, muss das System zwingend auf eine flache, stabile Oberfläche gestellt werden. Die Innenkamera des Systems erfasst anschließend den Spieler und wandelt dessen Abbild in eine schwarze Silhouette auf dem Bildschirm um. Vor jedem Microgame wird der Spieler aufgefordert, seinen Kopf und seine Hände an bestimmten Markierungen auf dem Display auszurichten, damit die Kamera den Abstand und die Position ideal kalibrieren kann. Sobald der Spieler diese Pose für drei Sekunden hält, startet das Microgame.
Die insgesamt 20 Microgames sind auf vier Charakter-Stages (Coaster) aufgeteilt, wobei jede Stage exakt fünf Microgames umfasst. Der Spieler muss physische Bewegungen vor der Kamera ausführen, die von simplen Gesten bis hin zu absurd-komischen Verrenkungen reichen. Im Gegensatz zu anderen Titeln der Serie gibt es in WarioWare: Snapped! kein Game-Over-Szenario durch das Verlieren von Leben und auch keinen ansteigenden Schwierigkeitsgrad oder ein erhöhtes Spieltempo. Alle fünf Microgames eines Coasters werden nacheinander gespielt, unabhängig davon, ob sie gewonnen oder verloren werden.
Ein zentrales Element des Gameplays ist die Auswertungs-Phase (im Entwickler-Jargon „Footageplay“ genannt) am Ende jeder Stage. Während der Spieler glaubt, dass die Kamera nur seine Silhouette verarbeitet, nimmt sie im Hintergrund in den peinlichsten und lustigsten Momenten detaillierte Fotos und Videos des Gesichts auf. Nach Abschluss der fünf Microgames werden diese Aufnahmen in einer humorvollen, für den jeweiligen Charakter spezifischen Diashow präsentiert. Wario animiert die Bewegungen auf absurde Weise, Mona fügt dem Spielergesicht lustige Accessoires hinzu, Jimmy T. versetzt den Spieler in einen Comicstrip und Kat und Ana lassen die Spieler in einem Kampfsport-Training gegeneinander antreten. Aus Gründen des Datenschutzes und wegen der Vorgaben für den Nintendo DSi werden diese Aufnahmen jedoch gelöscht, sobald der DSi zugeklappt oder ein anderes Spiel gestartet wird. Ein Speichern auf einer SD-Karte ist nicht möglich.[1]
WarioWare: Snapped! wurde zunächst im Oktober 2008 unter dem Titel Utsusu Made in Wario im Rahmen der offiziellen Ankündigung des Nintendo DSi für den japanischen DSiWare-Dienst vorgestellt.[2] Das Spiel entstand als Projekt von Intelligent Systems unter der Aufsicht von Nintendo SPD. Taku Sugioka, der mit der Entwicklung von WarioWare: D.I.Y. ausgelastet war, übergab die Hauptleitung für diesen Titel an Naoko Mori.
Die Idee für ein kamerabasiertes WarioWare entstand, als Intelligent Systems in die Entwicklung des Titels DS Face Training for Adults involviert war und die dort genutzte Kamera-Hardware zur Hand hatte, noch bevor der eigentliche Nintendo DSi existierte. Der Entwickler Goro Abe erstellte erste Testmodelle, die den Arbeitstitel WarioWare: Don't Touch?! trugen. Anfänglich wurde versucht, die Außenkamera des Systems zu nutzen, wobei der Spieler das Gerät in einer Hand halten und die andere Hand vor die Kamera strecken sollte. Um die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen, wurde die Hand nur als Schatten (Silhouette) dargestellt. Dieses Konzept erwies sich jedoch als unpraktisch. Zudem gab es große Probleme mit der Kalibrierung der Beleuchtung. Da der Sensor Schatten warf und bei dunkleren Hautfarben nicht richtig auslöste, dachte das Team ernsthaft darüber nach, dem Spiel eine schwarze Matte sowie eine weiße Finger-Hülle aus Stoff für den Zeigefinger physisch beizulegen. Diese Idee wurde laut Entwickler Abe als unrealistisch und zum Scheitern verurteilt abgewiesen.[3]
Man fokussierte sich schließlich auf die Innenkamera und das Ablegen des Systems auf einem Tisch. Das Projekt drohte jedoch eingestellt zu werden, da das simple Gesten-Gameplay nicht den gewohnten Tempo-Nervenkitzel der Serie versprühte. Kurz vor der Abgabe des finalen Prototyps traf Director Naoko Mori auf einen der Programmierer, der ihr beiläufig erzählte, dass die Kamera während des Spielens nicht nur eine grobe Silhouette erfasste, sondern parallel Vollbildaufnahmen des Spielers aufzeichnete. Am letzten Tag wurde die Idee einer lustigen Rückblende („Footageplay“) am Ende jeder Stage in das Konzept aufgenommen. Als man intern sah, wie ernsthafte Entwickler über ihre eigenen Grimassen lachten und riefen: „Ihr habt mich drangekriegt!“ („You got me!“), wusste das Team, dass dies das rettende Feature für das Spiel sein würde. Satoru Iwata genehmigte das Spiel daraufhin.[4]
Da der Umfang von nur 20 Microgames für ein physisches Spielmodul im Einzelhandel nicht ausreichte, wurde entschieden, den Titel digital über den neuen DSiWare-Dienst zu einem günstigen Preis (500 Nintendo-Punkte, rund etwa 5 Euro entsprechend) anzubieten. Es erschien als Launch-Titel des Nintendo DSi: Am 24. Dezember 2008 in Japan, Anfang April 2009 in westlichen Regionen (in Europa am 3. April 2009) und am 11. März 2010 auch in China.
Mit dem Start des Nintendo eShops für den Nintendo 3DS im Juni 2011 (in Europa am 7. Juli 2011) wurde WarioWare: Snapped! als Teil des übertragenen DSiWare-Katalogs auch auf dem neueren Handheld-System zur Verfügung gestellt. Das Spiel konnte dort weiterhin digital erworben und mithilfe der Innenkamera des 3DS gespielt werden. Durch die offizielle Schließung des Nintendo eShops für die 3DS-Familie im März 2023 endete schließlich die Verfügbarkeit des Spiels, sodass es seitdem nicht mehr gekauft werden kann.
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WarioWare: Snapped! erhielt von der Fachpresse gemischte bis überwiegend negative Kritiken. Auf dem Wertungsaggregator Metacritic hält das Spiel einen Metascore von 53 aus 100 möglichen Punkten, basierend auf zahlreichen Kritiken, und gehört damit zu den am schlechtesten bewerteten Nintendo-Spielen sowie zum am schwächsten bewerteten Titel innerhalb der Wario-Serie.[6] Bei GameRankings erreichte das Spiel lediglich 51 %.[5]
Zentrale Kritikpunkte waren der extrem geringe Umfang sowie die technische Anfälligkeit der Kamerasteuerung. Randolph Ramsay von GameSpot vergab 4 von 10 Punkten und urteilte, das Spiel sei eher eine Machbarkeitsstudie als ein vollwertiges Spiel. Er kritisierte insbesondere, dass die Kameraerkennung in schlechten Lichtverhältnissen oft komplett versage und Spieler nach etwa 20 Minuten alle 20 Microgames bereits gesehen hätten. Der fehlende Wiederspielwert mache den Preis von 500 Punkten nur schwer rechtfertigbar.[7] Auch das Magazin Nintendo Life rügte den fehlenden Highscore-Modus, die Abwesenheit eines ansteigenden Schwierigkeitsgrades sowie die Tatsache, dass die lustigen Erinnerungsfotos nicht auf einer SD-Karte gespeichert werden konnten, um sie mit Freunden zu teilen.[10]
Deutlich positiver fiel das Fazit bei IGN aus. Kritiker Craig Harris vergab 7,8 von 10 Punkten. Zwar bemängelte auch er die fehlende Speicherfunktion für die Bilder sowie gelegentliche Aussetzer der Kamera, er lobte jedoch die witzigen Minispiele, den serientypischen absurden Charme und die gelungene Überraschung der „Peinlichkeits-Diashow“ am Ende, die besonders dann funktioniere, wenn Freunde oder Verwandte das Spiel zum ersten Mal ausprobieren.[8] Allgemein herrschte in der Fachpresse Konsens darüber, dass das Spiel primär als Tech-Demo für die neuen Kamerafunktionen des Nintendo DSi funktioniere, aber nicht an das qualitative Niveau der Vorgänger anknüpfen könne.
„Der Download-Ableger von Wario Ware ist knapper ausgefallen als sein Modul-Bruder: Ihr entscheidet Euch zwischen den Mikrospiel-Episoden von Achterbahnchef Wario, Servicegirl Mona und Schauspieler Jimmy. Zwei Freunde schwingen Kopf und Arme in einer separaten Episode. In schnell aufeinander folgenden Geschicklichkeitsaufgaben gilt es, Kopf und Hände in bestimmte Positionen zu bringen. Das geht wie in den Vorgängern mit reichlich Humor vonstatten: Ihr winkt z.B. wild in die Kamera, lasst Euch rechts und links von Comicgirls knutschen und greift nach Münzen, die auf dem Bildschirm erscheinen. Nach fünf Aufgaben wird abgerechnet. Dann erwartet Euch nicht nur die abschließende Statistik, sondern auch eine Fotoauswahl mit Euren schrägsten Szenen: Frecherweise bauen die Entwickler auch noch Grafiken ein, wie Ihr im Bild links erkennt. Mal sind die Schnappschüsse witzig, mal so peinlich, dass man ganz schnell weiterklickt – Wario Ware: Snapped! lässt keinen Spieler unberührt. High Five ins Objektiv: vergnüglicher Kamera-Ableger der turbulenten Minispiel-Olympiade.“
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