Veröffent-lichung
| Void Vibration | ||||
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| Studioalbum von Vibravoid | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
2001–2002 | |||
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Nasoni Records, Krauted Mind Records | ||||
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Format(e) |
CD, LP, Picture Disc | |||
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42:05 | ||||
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Vibravoid | ||||
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Void Vibration ist das zweite Studioalbum der Düsseldorfer Band Vibravoid. Es erschien im September 2002 über das Independent-Label Nasoni Records. Retrospektiv wird das Werk als ein Dokument des deutschen Undergrounds der 1990er Jahre und des aufkommenden Vinyl Revivals eingeordnet. Das Musikmagazin eclipsed zeichnete das Werk in seiner Ausgabe vom Oktober 2002 als „CD des Monats“ aus.[1]

Das Album wurde ursprünglich im Jahr 2001 im Düsseldorfer „Das Kleine Analoge“ Studio mit einer Fostex G24S 24-Spur-Bandmaschine (1-Zoll) komplett analog produziert. Diese ersten Aufnahmen wurden jedoch für das finale Album verworfen. Die Version des Titeltracks Void Vibration aus dieser Session ist bis heute unveröffentlicht und gilt als verloren. Andere Aufnahmen dieser ersten Phase wurden später auf verschiedenen Wiederveröffentlichungen sowie in Auszügen auf der ersten Triptamine E.P. zugänglich gemacht.[2]
Für das endgültige Album nahm die Band bis auf Echovoid und Electrovoid alle Stücke im Jahr 2002 im Institut für Wohlklangforschung in Hannover unter der Assistenz von Willi Dammeier auf einer Telefunken M15A 2-Zoll-24-Spur-Bandmaschine und einem Amek Angela Mischpult neu auf. Das anschließende Mastering übernahm Michael Schwabe in den Monoposto Studios. Technisch zeichnet sich die Produktion durch einen Mix in Dolby Digital Quadro Sound aus. Für das Stück Echovoid experimentierte die Band mit analogen Vintage-Effekten und nutzte für die Aufnahmen zwei separate Band-Echo Geräte, ein Roland Space Echo sowie ein Dynacord Echo.[3]
Konzeptionell versteht sich das vollständig auf Bandmaschinen aufgezeichnete Werk, wie das Debütalbum 2001 auch, als bewusster analoger Gegenentwurf zur digitalen Revolution in der Musikproduktion und der damit einhergehenden Verdrängung des physischen Tonträgers. Stilistisch kombiniert das Album die experimentellen, elektronischen Einflüsse der Düsseldorfer Schule mit Elementen des klassischen Flower Power Psychedelic und Kraut Rock. Durch diese Synthese entsteht ein Klangcharakter, der maßgeblich durch den Einsatz analoger Vintage-Effekte, Bandhallgeräte, Synthesizer und Sitar-Klänge geprägt wird. Neben ausgedehnten psychedelischen Passagen stehen dichte, noiselastige Gitarrenwände, die Einflüsse des frühen Sounds von Pink Floyd aufweisen.[1][3]
Das Album fungiert als zeitgeschichtliches Dokument des deutschen Undergrounds der 1990er Jahre, da die Songs über offizielle Veröffentlichungen eine Entstehung zu dieser Zeit belegen. Das Stück Adjustment wurde bereits 1992 komponiert und am 10. Februar 1994 erstmals im Essener Potter’s Work Studio auf einer Fostex-B16-Bandmaschine sowie einem Mischpult von ACE Audio Engineering aufgenommen. Im selben Jahr wurde diese Aufnahme auf dem Demotape One Nation Underground publiziert, bevor diese Aufnahme im Jahr 2003 auf dem Album Turned On Acid veröffentlicht wurde. Im Jahr 2001 erschien eine weitere, eigenständige Aufnahme des Songs als 7″-Single auf Nasoni Records, die im Düsseldorfer Studio „Das Kleine Analoge“ auf der Tascam 8-Spur Bandmaschine eingespielt worden war und auf die sich die zeitgenössischen Pressestimmen aus dem Jahr 2001 beziehen. Entgegen dem damaligen Markttrend wurde diese Single auf grau-marmoriertem Vinyl veröffentlicht.[4][5] Da diese spezifische Aufnahme bereits auf Single vorlag, spielte die Band den Song für die LP-Fassung von Void Vibration in Hannover neu ein.[6] Der Titeltrack Void Vibration geht auf das Jahr 1995 zurück. Dass diese Urversion lange vor der Albumveröffentlichung existierte, dokumentieren die historischen Demotapes, Live-Aufnahmen aus der Entstehungszeit sowie zeitgenössische Radioausstrahlungen, wie sie auf Kompilationen und der Triptamine-EP-Serie der Band publiziert wurden. Während das Stück Vivid Vision auf das Jahr 1996 datiert, weisen die Platten-Credits die Stücke Echovoid, Electrovoid, Black And White und Creepy People als neue Kompositionen aus dem Jahr 2001 aus.[7]
Die CD-Fassung erschien im September 2002 über Nasoni Records und wurde über Swamp Room Distribution vertrieben. Im Dezember 2002 folgte die offizielle LP-Releaseparty im Berliner Duncker Club, deren Konzertmitschnitt später als „Live At Duncker Berlin 2002“ veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung der Vinyl-Fassung fiel in eine Phase des weltweiten Markttiefs der Tonträgerindustrie im Jahr 2003, in der der Absatz physischer Alben und insbesondere der Schallplatte branchenweit einen historischen Tiefstand erreichte.[8] Visuell setzten die Formate auf einen bewussten Farbkontrast: Während die CD-Ausgabe in einem schwarzen Cover gestaltet war, erschien die LP in einem weißen Gatefold-Cover mit Blindprägung und einer maßgeschneiderten Ausstanzung (Die-Cut). Die LP erschien in vier verschiedenen Editionen, darunter eine DMM-Pressung in Dolby Digital Quadro Sound, eine weiße und schwarze Vinyl-Version sowie eine schwarz/weiße Picture-Disc mit Op Art Motiv, die optisch auf die mit einem Op Art Grafikdruck versehene Klarsichthülle abgestimmt war. Die reguläre Auslieferung der Klappcover verzögerte sich herstellungsbedingt durch einen Fehler beim Stanzvorgang bis zum Februar 2003.[3]
Im Jahr 2007 erschien eine überarbeitete CD-Version über Nasoni Records. 2012 folgte eine limitierte „10th Anniversary Deluxe Edition“ auf Krauted Mind Records, die als Doppel-LP sowie als Picture Disc erschien und ein spezielles Lentikular-Cover im Op-Art-Stil aufwies. Eine weitere limitierte Vinyl-Auflage auf rot-schwarz marmoriertem Vinyl zum 25-jährigen Bandjubiläum im Jahr 2016 enthielt zudem einen Bastelsatz für eine von der Band als „Psychedelic-Power-Pyramide“ bezeichnete Karton-Pyramide.
Das Musikmagazin Visions beschrieb das Werk als ein „atmosphärisch dichtes Album irgendwo zwischen Psychedelic, Artrock und New Wave“, dessen weite Songstrukturen von Synthesizer- und Sitarströmen durchflutet seien. Zudem wurden musikalische Parallelen zu Pink Floyd, New Order sowie zu noiselastigen Phasen von Monster Magnet gezogen.[9] Das Ox-Fanzine lobte in seiner zeitgenössischen Rezension das Album und sah in ihm eine gelungene Weiterentwicklung, die den innovativen Psychedelic-Sound des Vorgängers noch übertreffe.[10]
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