The Engineering of Consent ist Titel eines Essays von Edward Bernays, der 1947 erschien, außerdem Titel eines Sammelbandes von Aufsätzen seiner Mitarbeiter, d
The Engineering of Consent ist Titel eines Essays von Edward Bernays, der 1947 erschien, außerdem Titel eines Sammelbandes von Aufsätzen seiner Mitarbeiter, den er 1955 mit einem eigenen Beitrag und einem Vorwort herausgab.
Bernays beschreibt das Ziel der „Konstruktion der Zustimmung“ (engineering consent) als „ingenieurtechnischen Ansatz – das bedeutet, dass sich Handlungen ausschließlich auf gründliche Kenntnis der Gegebenheiten, wissenschaftliche Prinzipien und erprobte Praktiken stützen, um Menschen zur Unterstützung von Ideen und Programmen zu veranlassen.“
„Professionally, [public relations] activities are planned and executed by trained practitioners in accordance with scientific principles, based on the findings of social scientists. Their dispassionate approach and methods may be likened to those of the engineering professions which stem from the physical sciences.“[1]
Die Bedrohung der Demokratie durch diese sozialtechnische Steuerung der öffentlichen Meinung wurde häufig wegen ihrer angenommenen Nähe zu totalitären Herrschaftsformen kritisiert:
Ergebnis mancher Analysen des Kaufverhaltens ist, dass Psychologen schon die Wahl für den Konsumenten getroffen haben, bevor sie ein bestimmtes Produkt kaufen. Marketing setzt oft Symbole und Leitthemen ein, die unbewusst das Kaufverhalten beeinflussen.
Der gleichnamige Essay erschien zuerst in den Annals of the American Academy of Political and Social Science. Der Autor stellt darin die folgenden Beobachtungen dar:
1955 veröffentlichte die University of Oklahoma Press Bernays’ Buch The Engineering of Consent. Bernays verfasste dazu ausschließlich das erste Kapitel The Theory and Practice of Public Relations: A Resumé (Theorie und Praxis der Öffentlichkeitsarbeit: ein Resümee). Die sieben anderen Kapitel stammten von seinen Mitarbeitern. Objectives von Howard Walden Cutler, Research von Sherwood Dodge, Strategy von Nicholas Samstag, Themes and Symbols von seiner Ehefrau Doris Fleischman und H.W. Cutler, Organization for public relations von John Price Jones, Planning von Benjamin Fine und The tactics of public relations von A. Robert Ginsburgh.
Das Strategiekapitel als längstes Kapitel des Buchs beginnt mit soziologischen und psychologischen Beobachtungen zur Motivationsthematik aus den Werken Karl Menningers und Vilfredo Paretos. Samstag stellt verschiedene Strategien in beispielhaften Einzelfalluntersuchungen dar. Dabei werden die Aspekte des Zeitmanagements behandelt, außerdem verschiedene Techniken des Meinungsmanagements.
A. Edgar Schuler nannte das Buch eine bequeme und kompakte Einführung. Er hob besonders Samstags Kapitel hervor.[3]
M. Weisglas schrieb in der International Communication Gazette,[4] dass Bernays und die Mitautoren ihre Leser mit falschen Hoffnungen zur Öffentlichkeitsarbeit in die Irre geführt hätten.
In einem Praxisbeispiel aus seinem Einleitungskapitel stellt Bernays dar, wie George Washington Hill, Präsident der American Tobacco Company, Edward Bernays 1928 den Auftrag gab, eine Kampagne zu organisieren, die Frauen zum Rauchen in der Öffentlichkeit bewegen würde. Dabei spielte vor allem die symbolische Benennung der Zigaretten als „Fackeln der Freiheit“ eine Rolle bei der Imageveränderung des Rauchens.
Die Grundidee der technischen Herstellung von Zustimmung geht auf Sigmund Freuds Vorstellung zurück, dass Menschen irrationale Wesen seien, die in erster Linie durch unbewusste Wünsche bestimmt werden. Wenn man diese verborgenen Wünsche erkenne, könne man sie zu seinem eigenen Vorteil nutzen.[5]
Ernest Dichter stellte dar, wie durch eine „Strategie der Bedürfnisse“ eine stabile Gesellschaft geformt werden könne. Eine gemeinsame Konsumidentität werde erzeugt, ähnlich wie bei der kulturellen Kommodifizierung. Kultur habe keine eigene überlieferte Identität, Bedeutung oder Geschichte, sondern werde nur durch Konsumentenverhalten und soziale Verhaltensmuster der Zeit hervorgebracht.
Um einen „stabilen Bürger“ zu verstehen, müsse man wissen, dass der moderne Mensch ziemlich oft versucht, seine Frustration dadurch abzubauen, dass er sein Geld ausgibt, um sich selbst zu belohnen. Der moderne Mensch sei im Innern bereit, sich zu verwirklichen, sein Selbstbild zu realisieren, indem er Produkte kauft, die dieses Selbst-Bild bestätigen.[6]
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