Steffstep ist eine Fischtreppe für den Einsatz an Kleinwasserkraftwerken und sonstigen Querbauwerken, die von der WRH Walter Reist Holding AG entwickelt wurde.

Steffstep ist eine Fischtreppe für den Einsatz an Kleinwasserkraftwerken und sonstigen Querbauwerken, die von der WRH Walter Reist Holding AG entwickelt wurde. Die Fischtreppe Steffstep bildet dabei zusammen mit der Steffturbine und dem Steffmaster die sogenannte Steffworld.[1]
Fische sind als wandernde Organismen auf eine intakte Vernetzung der Fließgewässer angewiesen,[2] jedoch sieht die Realität heute mehrheitlich anders aus. Von der Funktionsweise entspricht die Steffstep herkömmlichen Schlitzpässen. Im Gegensatz zu diesen basiert die Konstruktion auf einer eigenständigen Struktur, die modular aufgebaut ist und ohne große bauliche Veränderungen an vorhandenen Hindernissen angebracht und auch leicht wieder entfernt werden kann. Die horizontalen Becken sind stufenartig voneinander getrennt, wodurch nur eine relativ geringe Wassermenge benötigt wird. Dadurch ist die Steffstep besonders geeignet für den Einsatz an kleinen bis mittelgroßen Flüssen. Die Kanalelemente können durch verschiedene Größen an die jeweilige Fischfauna angepasst werden. Die einzelnen Becken sind mit Rampen verbunden und mit Substrat gefüllt, so dass auch eine bodennahe Wanderung der Organismen möglich ist.[3]
Die Steffstep ist als Ergänzung zu den bisherigen Lösungen zur Wiederherstellung der Fischwanderung anzusehen und erweitert durch ihr platzsparendes Baukastensystem die Möglichkeiten der Fliessgewässervernetzung:
Die ökologische Funktionstüchtigkeit einer Fischtreppe setzt sich zusammen aus der Auffindbarkeit (finden die Fische den Eingang der Fischtreppe?) und der Passierbarkeit (kommen die Fische, welche den Eingang gefunden haben, auch oben an?).[4][5] Eine der größten Herausforderungen jeder Fischtreppe ist die optimale Positionierung des Fischeinstieges und damit die Auffindbarkeit der Anlage. Jede Anlage muss daher individuell geplant werden.

Die ökologische Funktionstüchtigkeit der Fischtreppe Steffstep wurde mittels PIT-Tagging (Passive Integrated Transponder), Reusenzählungen sowie mittels Kameraaufnahmen zwischen 2015 und 2016 in Kollbrunn an der Töss wissenschaftlich untersucht. Die Resultate zeigen eine hohe Passierbarkeit von Bachforellen durch die Anlage, besonders von erwachsenen Tieren.[6][7] Die Untersuchung weiterer Fischarten steht noch aus.
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