Rym Kefi ist eine tunesische Genetikerin und Anthropologin, die am Institut Pasteur de Tunis im Bereich biomedizinische Genomik und Onkogenetik zu genetischen E
Rym Kefi ist eine tunesische Genetikerin und Anthropologin, die am Institut Pasteur de Tunis im Bereich biomedizinische Genomik und Onkogenetik zu genetischen Erkrankungen des Menschen, genetischer Diversität in Nordafrika und dem Einfluss von Konsanguinität auf Gesundheit forscht.[1] Ihre Arbeit umfasst molekulare Anthropologie, alte DNA und Anwendungen der genetischen Typisierung in Medizin und Forensik.[2][3]
Rym Kefi wuchs in einer bildungsorientierten Beamtenfamilie in einem Vorort von Tunis auf; ihr Vater arbeitete als Fotograf am Institut national du patrimoine, wodurch sie mit archäologischen Stätten und dem Bardo-Museum in Berührung kam.[2] Sie studierte Naturwissenschaften und Biologie in Tunis und erhielt danach ein Stipendium für ein Masterstudium in molekularer Anthropologie am U600 INSERM in Marseille.[2][4] Ihre Promotion mit dem Titel Diversité de l’ADN mitochondrial de quelques populations humaines préhistoriques et actuelles de l’Afrique du Nord wurde 2005 an der Universität Aix-Marseille 2 in der Disziplin genetische Anthropologie unter Betreuung von Eliane Béraud-Colomb verteidigt.[5] Nach ihrer Rückkehr nach Tunesien arbeitete sie zunächst zwei Jahre ehrenamtlich oder in befristeten Einsätzen, bevor sie am Institut national du patrimoine als Anthropologin tätig wurde und anschließend an das Institut Pasteur de Tunis wechselte.[2] Im Jahr 2006 kam sie als Forscherin zur Einheit für seltene genetische Erkrankungen des Institut Pasteur de Tunis.[1]
Am Institut Pasteur de Tunis baute Kefi ihre Expertise in beschädigter und alter DNA in die Forschung zu genetischen Krankheiten ein und arbeitete zugleich an genetischer Typisierung für Vaterschaftstests und menschliche forensische Identifikation.[2][6] Als Teamleiterin im Labor für biomedizinische Genomik und Onkogenetik befasst sie sich insbesondere mit genetischen Erkrankungen des Menschen, genetischer Diversität in Nordafrika und Gesundheitsfolgen von Konsanguinität.[1] Im Jahr 2017 wurde sie für die Kohorte 2017–2019 des Next Einstein Forum ausgewählt, die 16 afrikanische Wissenschaftler aus unterschiedlichen Forschungsfeldern umfasste.[3][7] Im Jahr 2018 erhielt sie in der Kategorie „wissenschaftliche Forschung“ den Arvea Woman Award.[8] Über die Global Young Academy, der sie von 2013 bis 2018 angehörte, setzte sie sich für die Förderung junger Wissenschaftler ein und vermittelte ihnen die Fähigkeiten für die Bewerbung auf ein Stipendium.[4][2] Am Institut Pasteur de Tunis ist sie Verantwortliche und wissenschaftliche Betreuerin in Projekten zu maghrebinischer Populationsgenomik und Stoffwechselkrankheiten, genetischen Markern zur Früherkennung von Alzheimer bei tunesischen Patienten mit Typ-2-Diabetes, mitochondrialen Zytopathien in Tunesien und genetischer Adipositas.[9]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kefi, Rym |
| KURZBESCHREIBUNG | tunesische Genetikerin und Anthropologin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
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