| Rocket.Chat
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|---|---|
| Basisdaten
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| Entwickler | Rocket.Chat Technologies Corp. |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Aktuelle Version | 8.7.1[1] (19. August 2026) |
| Betriebssystem | Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Web |
| Programmiersprache | TypeScript[2] |
| Kategorie | Team-Chat, Instant Messaging |
| Lizenz | MIT-Lizenz |
| deutschsprachig | ja |
| rocket.chat | |
Rocket.Chat ist eine Open-Source-Kommunikationsplattform für Teams und Organisationen. Die Software ermöglicht Instant Messaging, Dateifreigabe, Videokonferenzen und weitere Kollaborationsfunktionen.
Sie wird sowohl als selbst gehostete als auch als cloudbasierte Lösung angeboten und zählt gemeinsam mit Element und Mattermost zu den in Unternehmen und Behörden in Europa am häufigsten eingesetzten Team-Chat-Lösungen, insbesondere im Kontext der Anforderungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).[3]
Rocket.Chat wurde 2015 von Gabriel Engel und weiteren Entwicklern im brasilianischen Porto Alegre ins Leben gerufen. Ausgangspunkt war die Arbeit an einem Customer-Relationship-Management-System, für das eine Echtzeit-Chat-Komponente benötigt wurde. Da bestehende Lösungen wie Slack die Bedürfnisse der Kunden nicht erfüllte, entschieden sich die Entwickler für eine eigene Plattform.[4]
Nach der Veröffentlichung eines Prototyps auf GitHub wuchs die Community schnell, und das Projekt wurde zu einer eigenständigen Open-Source-Software weiterentwickelt. Das Unternehmen Rocket.Chat Technologies Corp. wurde im US-Bundesstaat Delaware gegründet, während die Entwicklung weiterhin in Brasilien stattfindet.

Rocket.Chat ist in TypeScript entwickelt und basiert auf Node.js sowie MongoDB. Die Software kann über Docker, Kubernetes oder konventionelle Serverinstallationen betrieben werden.
Neben einer browserbasierten Oberfläche stehen Desktop-Clients für Windows, macOS und Linux sowie mobile Apps für iOS und Android zur Verfügung.
Seit 2022 unterstützt Rocket.Chat das Matrix-Protokoll für die Verbindung mit anderen kompatiblen Kommunikationssystemen (Föderierung).[5]
In Deutschland nutzt die Stadtverwaltung Köln Rocket.Chat für rund 20.000 Mitarbeiter.[6] Die Universität Leipzig stellt das System knapp 40.000 Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten als offiziellen Kommunikationsdienst bereit.[7] Bündnis 90/Die Grünen setzt Rocket.Chat für den internen Mitgliederchat ein.[8]
Eine Studie schwedischer Behörden (Digital Collaboration Platform for the Public Sector, ESam 2021) untersuchte verschiedene Team-Chat-Lösungen anhand von Kriterien wie Föderierung, Datenschutz und Benutzerfreundlichkeit. Rocket.Chat wurde dabei als eine der empfohlenen Dauerlösungen eingestuft und als die benutzerfreundlichste der bewerteten Plattformen eingeschätzt.[9][3] Während bei den Einschätzungen oft die Version für Unternehmen und Organisationen betrachtet wird, bewertet das Fachmagazin IT-Administrator die freie Version als funktionell zu stark beschnitten. Sie fühle sich mehr wie eine Demoversion als eine Community-Lösung an.[10]
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