Richard Wachsmuth war der Sohn des in Naumburg an der Saale tätigen Juristen Julius Wachsmuth (1803–1877) und der Bruder des Philologen Curt Wachsmuth (1837–1905) und Onkel des gleichnamigen Experimentalphysikers Richard Wachsmuth (1868–1941).[2]
Von 1863 bis 1874 arbeitete Richard Wachsmuth als Lehrer an einem Gymnasium in Posen, nahm schon zuvor 1873 eine Stelle als Oberlehrer an einem Gymnasium in Emden an, an dem er bis 1875 tätig war.[1] Ebenfalls 1875 heiratete Wachsmuth Theda Frerichs, die Tochter eines Sanitätsrats in Aurich. Im selben Jahr 1875 wurde Richard Wachsmuth zum Direktor des in Hannover neu errichteten Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums berufen.[1]
Nach einem Schlaganfall 1907 wurde Wachsmuth 1908 in den Ruhestand verabschiedet. Der Inschrift auf seinem Grab zufolge starb er zwei Jahre später. Sein Grabmal findet sich heute auf dem Stadtfriedhof Stöcken am Uferweg des dortigen Teichs in der Abteilung A 17, Grabstelle-Nummer 36. Das dortige Grabmal stellt das Fragment eines Tempels dar, in dem ein trauernder Jüngling die Fackel des Lebens ausdrückt.[1]
Schriften
Festrede zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestehens des Kaiser Wilhelms Gymnasiums zu Hannover, gehalten am 28. September 1900. Jänecke, Hannover 1900, 16 Seiten.
Literatur
Franz Kössler: Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts, Bd. Waag - Wytzes. Universitätsbibliothek, Gießen 2008; online
Einzelnachweise
↑ abcdeWachsmuth, Richard in der DatenbankNiedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) in der Bearbeitung vom 21. Mai 2012, zuletzt abgerufen am 21. April 2016.