Remove the Ties

Veröffent-lichung

Remove the Ties
Studioalbum von Vibravoid

Veröffent-
lichung

26. September 2025

Aufnahme

Frühjahr 2025

Label(s)

Tonzonen Records

Format(e)

LP, Digitale Distribution

Genre(s)

Neo-Psychedelic Rock, Neo-Kraut Rock

Länge

42:36

Produktion

Vibravoid

Chronologie
We Cannot Awake
(2024)
Remove the Ties A Reason For Now
(2026)

Remove the Ties ist das 22. Studioalbum der Düsseldorfer Neo-Psychedelic Rock und Neo-Kraut Rock Band Vibravoid. Es erschien am 26. September 2025 über das deutsche Independent-Label Tonzonen Records. Das Album kombiniert Elemente der Popmusik, des Psychedelic Rock der 1960er Jahre und Einflüsse der Düsseldorfer Schule.

Hintergrund

Die Veröffentlichung von Remove the Ties fällt in das Jahr des 35. Bandjubiläums von Vibravoid. Zudem erschien das Werk genau 25 Jahre nach dem Debütalbum 2001. Das Album stellt klanglich eine Verbindung zwischen der Frühphase und dem aktuellen Schaffen der Band dar.[1]

Entstehung

Das Album wurde im Frühjahr 2025 im Düsseldorfer Vibravoid Studio aufgenommen und produziert. Für die Aufnahmen kamen für die Band typische analoge Effektgeräte und Aufnahmetechniken zum Einsatz. Der Klang wird durch 12-saitige Vox Phantom Gitarren, Mellotron und Theremin geprägt.[2]

Erstauflage

Die Erstauflage erschien als Schallplatte in drei farbigen Editionen. in mehreren farbigen Editionen. Diese umfassen die Varianten Iris Juice mit einer Auflage von 500 Exemplaren, Anemones In The Sea mit einer Auflage von 300 Exemplaren sowie eine Testpressung in Grey Smoke Vinyl mit einer Auflage von 20 Exemplaren. Allen Editionen liegen ein Poster und ein DIN A4 großes, zwölfseitiges Booklet bei, das Begleittexte, Konzertfotos und historische Plakate enthält.[3]

Rezeption

Das Musikmagazin Legacy bewertete das Album mit 13 von 15 Punkten und urteilte, das Werk belege den Zuspruch der Band in der Szene. Während der Eröffnungstrack Computer Dreams laut Magazin eine Hommage an die Düsseldorfer Schule darstelle, greife die Band ab dem zweiten Stück Neustart auf ihren bekannten Klang zurück, wobei die Gruppe laut Rezensent mit Engagement sowie Gespür für Arrangements agiere und das Album als „Psych at its best“ bezeichnet wurde.[4]

Das Frontview Magazine schrieb, das Album setze neue Maßstäbe für den modernen Psychedelic Rock und festige die Gruppe als einflussreiche Vertreter ihrer Generation. Zudem zog das Magazin Parallelen zum Debütalbum, dessen historische Relevanz sich nach Aussage des Rezensenten ebenfalls erst nach längerer Zeit vollumfänglich abgezeichnet habe.[1]

Stephan Schelle rezensierte das Album im September 2025 für das Musikzirkus Magazin. Er beschrieb den Opener Computer Dreams als eingängigen Popsong mit Reminiszenzen an Kraftwerk. Dem Stück Neustart bescheinigte er einen ausgeprägten Groove, während The Power Of Dreams nach seiner Einschätzung ein 1960er-Jahre-Flair transportiere. Dem Titel Follow Me Follow You schrieb er eine dichte Atmosphäre mit prägnantem Basslauf zu. Schelle resümierte, das Werk sei ein Statement, das Maßstäbe setze und Vibravoid als eine der einflussreichen Bands der aktuellen Psychedelic-Rock-Szene bestätige.[5]

Das griechische Musikportal Diskoryxeion (Δισκορυχείον) thematisierte die Popularität der Band im Ausland und verwies auf die Integration von Elementen der Düsseldorfer Schule und des Motorik Rock. Der Rezensent Phontas Troussas hob den fließenden Übergang der Stücke auf der ersten Albumseite hervor. Das Lied Your Revolution Is Dead beschrieb er als stilistisch leicht punkig, während er dem Titel A State Of Mind traditionelle indische Musikeinflüsse zuschrieb. Die Rezension resümierte, dass Vibravoid die klassischen Strukturen des Psychedelic Rock der späten 1960er und frühen 1970er Jahre fortführe.[6]

Das Onlinemagazin Der Hörspiegel vergab für das Werk 8 von 10 Punkten. Der Rezensent Michael Brinkschulte hob die elektronische Eröffnung des Albums hervor und sah im ersten Titel Computer Dreams Querbezüge zu Kraftwerk sowie textliche Parallelen zu Joy Division. Den nachfolgenden Stücken schrieb er eine Dynamik durch den vermehrten Einsatz von Gitarren und wechselnden Soundstrukturen zu. Die Redaktion fasste das Album als eingängig zusammen.[7]

Philippe Thirionet besprach das Album für das belgische Musikportal Music In Belgium und bezeichnete die Band als einen Vertreter der aktuellen Neo-Psychedelic- und Neo-Kraut-Rock-Szene. In der Kritik wurden die elektronisch bearbeiteten Gesangsstimmen im Eröffnungsstück hervorgehoben. Die weiteren Kompositionen kombinierten laut dem Magazin ein zukunftsorientiertes Konzept mit traditionellen Merkmalen des Space Rock und Kraut Rock; das Album bereite klassische Elemente der 1970er Jahre zeitgemäß auf.[8]

Das internationale Musikportal Sputnikmusic bewertete das Album mit der Note „excellent“. Der Kritiker Raul Stanciu beschrieb das Werk als eine Zusammenfassung des bisherigen Schaffens von Vibravoid, da es sowohl poporientierte Stücke als auch ausgedehnte Space-Rock-Jams enthalte. Das Lied Neustart rückte er durch die Gitarrenriffs stilistisch in die Nähe von Hawkwind. Bei den längeren Kompositionen wie dem Titeltrack und Follow Me Follow You hob er die rhythmischen Basslinien und den Einsatz von Oszillatoren hervor, wobei letzteres klanglich an die 13th Floor Elevators erinnere. Das Magazin resümierte, dass das Album sich in die Reihe der wesentlichen Veröffentlichungen der Bandhistorie einfüge.[9]

Das italienische Musikportal Grind On The Road bewertete das Album mit 7,0 von 10 Punkten. Der Rezensent Antonio Di Carlo charakterisierte das Eröffnungsstück Computer Dreams als Synthpop im Stile des Jahres 1985. Für den zweiten Titel Neustart bescheinigte er eine Entwicklung hin zu Rocktönen innerhalb eines Post-Punk-Rahmens. Die Stücke The Power Of Dreams und Follow Me Follow You beschrieb er als eine Reise zu den Ursprüngen der Psychedelia. Di Carlo zog zudem beim Titel Your Revolution Is Dead eine mögliche inhaltliche Parallele zum Spielfilm The Big Lebowski und bezeichnete das finale Titelstück als das abschließende Stück des Albums.[10]

Walter Sehrer besprach das Werk für das eclipsed Rock Magazin und zog stilistische Vergleiche zu Künstlern wie Syd Barrett, Iron Butterfly und Kraftwerk. Er stellte fest, dass die Band mit dem elektronisch dominierten Opener Computer Dreams einen Schritt weg von ihrem bekannten Klangbild mache. Der Redakteur Bernd Sievers betonte in einer ergänzenden Stellungnahme, dass die Band mit dem Album ihre Position in der deutschen Psychedelic-Rock-Szene weiter festige; das Werk kombiniere dabei traditionelle Ästhetik mit modernen Elementen. Die Redaktion kürte das Titelstück Remove the Ties zum „Top Track“ des Albums.[11]

Sarah Gregory rezensierte das Album für das britische Musikmagazin Shindig! und bezeichnete Vibravoid als Repräsentanten für die Zusammenführung von Vergangenheit und Zukunft des Krautrocks. Trotz des 35-jährigen Bestehens der Band tauche die Gruppe weiterhin in den Neo-Psychedelic-Stil ein. Gregory hob hervor, dass der Eröffnungstrack Computer Dreams die deutlichste Anspielung auf die Herkunft der Band darstelle, während die nachfolgenden Stücke von Rhythmus und schweren Gitarren geprägt seien. Sie zog das Fazit, dass das Werk für Liebhaber von kosmischer Rockmusik mit deutschem Einschlag eine treffende Wahl sei.[12]

Aldo Chimenti besprach das Werk für das italienische Musikmagazin Rockerilla. Er schrieb, die Band sei der „Stamm mit den inspiriertesten Priestern“ der Acid-Psychedelia. Jedes neue Album bestätige die Gruppe im Kreis der „elektrischen Jongleure, die nie einen Fehltritt machen“. Zudem zeige die Band, dass sie „unerwartete Wege zu entwickeln“ wisse, wie der Opener Computer Dreams im Stile der Düsseldorfer Schule belege. Das Album biete ein kinematografisches „Spektakel aus drängenden Rhythmen und Blitzen wirbelnder Riffs, welches dem Hörer den Atem raube“.[13]

Titelliste

Seite A

  1. Computer Dreams – 4:06
  2. Neustart – 6:06
  3. The Power Of Dreams – 4:02
  4. Follow Me Follow You – 7:52

Seite B

  1. Your Revolution Is Dead – 3:39
  2. Increasing The Pain – 5:02
  3. A State Of Mind – 4:04
  4. Remove The Ties – 7:29

Einzelnachweise

  1. a b Neo Psychedelic Legends VIBRAVOID To Release New Album "Remove the Ties" This Week! In: Frontview Magazine. 24. September 2025, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
  2. Begleittext des Albums Remove the Ties, Tonzonen Records, 2025.
  3. Vibravoid – Remove the Ties. In: Discogs. Abgerufen am 22. August 2026.
  4. Walter Sehrer: Vibravoid – Remove the Ties. In: Legacy Magazin. Nr. 158, 2025, S. 45.
  5. Stephan Schelle: Vibravoid – Remove the Ties. In: Musikzirkus Magazin. 1. September 2025, abgerufen am 22. August 2026.
  6. Phontas Troussas: VIBRAVOID το νέο LP μιας αγαπημένης μπάντας και του ελληνικού κοινού. In: Diskoryxeion (Δισκορυχείον). 10. September 2025, abgerufen am 22. August 2026 (griechisch).
  7. Michael Brinkschulte: Vibravoid – Remove the Ties. In: Der Hörspiegel. 27. September 2025, abgerufen am 22. August 2026.
  8. Philippe Thirionet: VIBRAVOID – Remove the ties. In: Music In Belgium. 8. Oktober 2025, abgerufen am 22. August 2026 (französisch).
  9. Raul Stanciu: Vibravoid – Remove the Ties. In: Sputnikmusic. 2. Oktober 2025, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
  10. Antonio Di Carlo: Vibravoid - Remove the Ties. In: Grind On The Road. 1. September 2025, abgerufen am 22. August 2026 (italienisch).
  11. Walter Sehrer: Vibravoid – Remove the Ties. In: Eclipsed Rock Magazin. Nr. 274, Oktober 2025, S. 68.
  12. Sarah Gregory: Vibravoid – Remove the Ties. In: Shindig!
  13. Aldo Chimenti: Vibravoid – Remove the Ties. In: Rockerilla.

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