| Film | |
| Titel | Queerpanorama |
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| Produktionsland | USA, Hongkong, China |
| Originalsprache | Englisch, Mandarin |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 87 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Jun Li |
| Drehbuch | Jun Li |
| Produktion | Jun Li, Zenni Corbin, Yue Huang |
| Kamera | Yuk Fai Ho |
| Schnitt | Horse Stone |
| Besetzung | |
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Queerpanorama ist ein Spielfilm von Jun Li aus dem Jahr 2025. Der in Schwarzweiß gedrehte Film erzählt von einem namenlosen schwulen Mann in Hongkong, der über Dating-Apps wechselnde Sexualpartner trifft und bei jeder neuen Begegnung die Identität seines vorherigen Partners annimmt. Der Film wurde im Februar 2025 bei den 75. Internationalen Filmfestspielen Berlin in der Sektion Panorama uraufgeführt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein schwuler Mann, der sich über eine Dating-App zu Sex-Dates verschiedenen Männern verabredet. Bei jedem weiteren One-Night-Stand imitiert er jeweils seine vorherigen Sexualpartner denn bei jeder Begegnung beobachtet er sein Gegenüber genau: Er hört sich dessen Biografie, Beruf, Alltag und Begehren an und übernimmt diese Persona beim nächsten Treffen. So gibt er sich nacheinander als Schauspieler, Wissenschaftler, Lehrer, Lieferant oder Architekt aus.
Die Begegnungen finden in Wohnungen, Zimmern und anderen urbanen Räumen statt. Manchmal entsteht für kurze Zeit Nähe und Intimität, manchmal verlaufen die Treffen unpersönlich, verletzend oder gewaltvoll. Während der Protagonist immer neue Identitäten ausprobiert, verliert er zunehmend den Bezug zu seiner eigenen Wirklichkeit. Erst die Begegnung mit einem Schauspieler konfrontiert ihn erneut mit der Frage, wer er selbst ist.[2]
Regie und Drehbuch stammen von Jun Li. Die Kamera führte Yuk Fai Ho, den Schnitt übernahm Horse Stone. Produziert wurde der Film von Jun Li, Zenni Corbin und Yue Huang. Good Sin Production und La Fonte sind die Produktionsfirmen.
Queerpanorama ist Jun Lis dritter Spielfilm als Autor und Regisseur. Der 1991 geborene Filmemacher studierte Journalismus an der Chinese University of Hong Kong und Gender Studies an der University of Cambridge. Zuvor hatte er die Spielfilme Tracey und Drifting gedreht.[3]
Die Weltpremiere erfolgt am 15. Februar 2025 im Rahmen der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale). Dort lief der Film in der Sektion Panorama. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz übernahm Salzgeber die Auswertung. In Deutschland wurde der Film im Januar 2026 im Rahmen der Queerfilmnacht gezeigt.[2]
Bei der Berlinale-Aufführung las Jun Li eine Rede des Schauspielers Erfan Shekarriz zum Gaza-Krieg und zum Israelischen Genozid vor. Shekarriz war dem Festival ferngeblieben. Wegen der darin enthaltenen Parole „From the River to the Sea“ berichteten im Februar 2025 mehrere Medien über Ermittlungen des Berliner Staatsschutzes.[4][5]
Andreas Köhnemann schrieb im Sissy, Queerpanorama bestehe aus „vielen vermeintlich kleinen Beobachtungen“ und entwerfe daraus ein komplexes Bild heutiger schwuler Dating-Kultur. Er hob die Verbindung eines beinahe dokumentarischen Blicks mit einer kunstvollen Mise en Scène hervor und beschrieb den Film als furchtlos, erotisch, melancholisch und leise humorvoll.[6]
Robert Stinner betonte in In Review Online die Schwarzweißfotografie und die Offenheit der sexuellen Darstellung. Zugleich kritisierte er, dass die episodische Struktur und die emotionale Distanz des Films die Entwicklung des namenlosen Protagonisten nur begrenzt vertieften.[7]
Brian Hioe sah in Cinema Escapist ein uneinheitliches, aber visuell starkes queeres Drama über Gegenwarts-Hongkong. Er lobte die Mehrschichtigkeit des Films, bemängelte jedoch die unterschiedlich überzeugenden Darstellerleistungen und eine nur teilweise ausgearbeitete Verbindung von queerer Identität und Hongkonger Gegenwart.[8]
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