Veraltete systematische Gruppe
| Podotremata | ||||||||||||||
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Veraltete systematische Gruppe Das hier behandelte Taxon ist nicht Teil der in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellten Systematik. Näheres hierzu findet sich im Artikeltext. | ||||||||||||||
Poupinia hirsuta, eine Podotreme ohne Häutungslinien | ||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Podotremata | ||||||||||||||
| Guinot, 1977 | ||||||||||||||
Die Podotremata waren eine Untergruppe der Krabben, manchmal auch als „primitive Krabben“ bezeichnet,[1] bei denen die Geschlechtsöffnung (Gonopore) bei beiden Geschlechtern im Bereich der Hüften (Coxa) liegt, bei Weibchen an der des 3., bei Männchen an der des 5. Schreitbeins, was sie von den anderen beiden diesbezüglichen Gruppen, den Thoracotremata und den Heterotremata unterscheidet.[2] Zur Gruppe gehörten vier Überfamilien, elf Familien und 95 Gattungen mit 393 Arten.[3]
Die Monophylie der Podotremata wird mittlerweile abgelehnt. Das World Register of Marine Species als taxonomische Referenzdatenbank führt das Taxon als „nicht akzeptiert“.[4] Ahyong et al. (2007)[5] kamen zu diesem Schluss basierend auf genetischen Daten, Scholtz und Mclay (2009) gestützt auf morphologischer Basis.[6] Die Polyphylie wurde 2011 durch Karasawa et al.[7] und 2014 durch eine große genetische Studie bestätigt.[8] Ahyong (2007) und Grave et al. (2009) ersetzten sie daher durch drei Sektionen: Dromiacea (ohne Raninoidea und Cyclodorippoidea), Raninoida und Cyclodorippoida, so dass sich folgendes Kladogramm ergibt:[5][1]
| Krabben |
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Der Carapax ist formvariabel und meist länger als breit. Eine Linea brachyura ist bei Dromiidae, Dynomenidae, Raninidae, Cyclodorippidae und Phyllotymolinidae ausgebildet, die Linea homolica ist bei Homolidae komplett und bei den Latreilliidae nur teilweise vorhanden, bei den Poupiniidae fehlt eine Häutungslinie. Die Scheren (Chela) sind meist gleich groß. Die Coxa der Scherenbeine berührt nie die Basis des Merus. Die beiden Pereiopoden P2/P3 sind zum Laufen, Schwimmen oder Graben ausgelegt, P4 und P5 dagegen meist kleiner, weiter rückenwärts positioniert und oft zum Tragen von Objekten modifiziert. Die paarige Spermathek liegt intersternal, ihre Öffnung am distalen Teil von S7/8, manchmal nach vorn verlagert. Das Pleon bedeckt bei Männchen seitlich das thorakale Sternum setzt, außer bei Cyclodorippidae, Cymonomidae und Phyllotymolinidae, an der sterno-pleonalen Vertiefung an. Die beiden Hälften der endosternalen Phragmata des Achsenskeletts sind verschmolzen oder gelenkig verbunden, eine Sella turcica ist ausgebildet. S8 ist immer vorhanden, S7 und/oder S8 sind häufig deutlich nach oben abgebogen (hintere thorakale Kurvatur). Beide Geschlechter haben Pleon mit sechs Somiten plus Telson, manchmal sind zwei oder mehr Somiten verschmolzen.[3]
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