Oh Do Kwan (koreanisch 오도관 Hanja .mw-parser-output .Hani{font-size:110%}吾道館 RR Odogwan) bedeutet „Schule meines Weges“. Die Schule wurde 1954 vo
| Oh Do Kwan | |
|---|---|
| Gründung | Juni 1954 in Yongdae-ri, Inje-gun, Gangwon-do, Südkorea |
| Gründer | Choi Hong-hi, Nam Tae-hi |
| Sitz | Seoul |
| Vorsitz | Han Myeong-Hak |
| Website | https://www.worldohdokwan.com/ |
| Koreanische Schreibweise | |
|---|---|
| Koreanisches Alphabet: | 오도관 |
| Hanja: | 吾道館 |
| Revidierte Romanisierung: | O Do Gwan |
| McCune-Reischauer: | O To Kwan |
Oh Do Kwan (koreanisch 오도관 Hanja 吾道館 RR Odogwan) bedeutet „Schule meines Weges“. Die Schule wurde 1954 von General Choi Hong-hi zusammen mit seinem Assistenten Nam Tae-hi gegründet.
Vor der Gründung des Oh Do Kwan gab es in Korea 5 Hauptschulen:[1][2][3]
Nach seiner Rückkehr aus Japan und dem Ende der japanischen Herrschaft gründete General Choi Hong-hi die 29. Division der ROK Army am 26. November 1953 auf der Insel Jeju. Am 28. Juni 1954, sieben Monate nach ihrer Gründung, wurde diese nach Yongdae-ri in Inje-gun, Gangwon-do, verlegt (Stützpunkt der 3. Armee). Hier gründete Choi Hong-hi das Oh Do Kwan.[4] Die ersten Ausbilder, Nam Tae-hi, sowie Baek Jun-ki, Ko Jae-cheon, Kim Seok-gyu, Woo Jong-rim und Han Cha-gyo waren allesamt Absolventen der Cheongdogwan.[5]
Choi Hong-hi erklärte zu „Odogwan“:
“Das ‚Odo‘ in Odogwan ähnelt dem Konfuzius-Ausspruch ‚Ich bin ein Mensch, der nur einen Weg geht‘ und symbolisiert mein Bestreben, das Taekwon-Do, das ich erforsche, in die Welt hinauszutragen.”
Obwohl das Oh Do Kwan am Anfang nur der Ausbildung der südkoreanischen Armee ins Leben gerufen worden war, entwickelte sich bald auch ein ziviler Zweig (Juli 1959). Dieser trug die Bezeichnung „Daehan Taekwon-Do Odogwan Choongang Bongwan (대한태권도 오도관 중앙본관, 大韓跆拳道 吾道館 中央本館)“. Daehan (대한, 大韓) bedeutet etwa Republik Korea (대한민국, 大韓民國), mit Choongang ist das Gebäude der heutigen Choongang High School (중앙고등학교, 中央高等學校)[7] in Seoul gemeint und Bongwan 본관 bedeutet soviel wie Hauptsitz.
Der zivile Zweig hatte seinen Sitz in Seoul ebenso wie alle anderen bedeutenden Kwans jener Zeit. Zudem bildete der Oh Do Kwan Angehörige der südkoreanischen Polizei im ganzen Land aus und war auch an einigen Universitäten tätig.
Eine der Schulen war / ist z. B. die Gyeongbuk (Daegu) Taekwondo Odokwan in Yeongcheon, Gründer: Cho Young-hee[8], ehemaliges Mitglied der 29. Division.
Im September 1954 fand in der Yongdae-ri Einheit am Berg Seorak die Feier zum ersten Jahrestag der 29. Division statt. An diesem Tag führten die Soldaten der Division vor Präsident Rhee Syng-man eine Kampfkunstvorführung vor. Dieser war von der Aufführung sehr begeistert und bemerkte, das die Kampfkunst der gesamten Armee beigebracht werden müsse.[5]
Nach eingehenden Nachforschungen, die er gemeinsam mit seinem Assistenten Nam Tae-hi durchführte wurde am 11. April 1955 der Name der Kampfkunst mit „Taekwon-Do“ der Öffentlichkeit bekannt gegeben.[9]
Somit war Yongdae-ri, Buk-myeon, Inje-gun, Gangwon der Gründungsort des „Taekwon-Do“.[5]
Die ersten dokumentierten Formen, die spezifisch für das Taekwon-Do sind, sind die Chang-Heon (blue cottage) Tul; sie wurden von General Choi unter Mitwirkung von Nam Tae-hi und Han Cha Kyo entwickelt und ursprünglich im Oh Do Kwan praktiziert.
In der ersten Entwicklungsphase (1955–1959) entstanden die ersten 20 Formen (damals noch oft als Hyong – nach RR Hyeong – bezeichnet) und lösten die bis dahin genutzten Shotokan-Karate-Katas ab. Jede einzelne Form sollte nach einer bedeutenden Persönlichkeit oder einem historischen Ereignis der koreanischen Geschichte benannt werden. Hilfestellung leisteten dabei die damaligen zwölf Meister der militärischen Oh Do Kwan Schule.
Die Meister waren: Choi Chang Keun, Choi Kwang Jo, Han Cha-Kyo, Kim Jong Chan, Kim Kwang Il, Kong Young Il, Park Jong Soo, Park Jung Tae, Park Sun Jae, Rhee Chong Chul, Rhee Chong Hyup und Rhee Ki Ha.
1959 erschien das erste Taekwon-Do-Buch in koreanischer und chinesischer Sprache.
Am 12. März 1959 wurde das erste Taekwon-Do-Demonstrationsteam der Streitkräfte der Republik Korea mit 21 Mitgliedern nach Übersee gesandt.[10]
Am 1. September 1959 wurde die 29. Division der ROK aufgelöst.[5]
Am 3. September 1959 gründete Choi Hong-hi die Korea Taekwondo Association (KTA) dessen Präsident er wurde.
Als Anfang der 1960er-Jahre der Vietnamkrieg ausbrach, entsandte General Choi Taekwon-Do-Ausbilder nach Vietnam.
Oh Do Kwan geriet dabei in einen heftigen Konflikt mit zivilen Dojangs, da es für Soldaten, die vor ihrem Wehrdienst Kampfkunst trainiert hatten, nur die Schwarzgurte von Cheongdokwan anerkannte, die übrigen Gürtel als „zivile Gürtel“ einstufte und separate Prüfungen verlangte.[11]
1961 unterstützte Choi Hong-hi den Militärputsch in Südkorea, doch als General Park Chung-hee die Oberhand gewann, begann sein Stern zu sinken: Ende der 40er Jahre war Park von einem Militärgericht, dem Choi Hong-hi angehört hatte, zum Tod verurteilt worden. Das Urteil wurde nicht vollstreckt.
Am 12. Juli 1961 wurde die KTA vom Bildungsministerium während der Abwesenheit von Choi Hong-hi aufgelöst und in Korea Taesoodo Association umbenannt. An der Auflösung beteiligt war der ehemalige Chefdirektor der KTA Hwang Kee (Moo Duk Kwan), der seine eigenen Interessen durchsetzen wollte.
Im Dezember 1962 wurden Taekwon-Do-Ausbilder nach Vietnam entsandt. Nam Tae-hi leitete die Gruppe, und Kim Seung-kyu, Jung Young-hwi sowie Han Cha-kyo fungierten als Ausbilder. Bis zur Evakuierung des südkoreanischen Militärs wurden insgesamt 657 Ausbilder entsandt.
Choi Hong-hi diente zu der Zeit als Kommandeur des 3. Militärbezirks, Direktor des 2. Ausbildungszentrums und Kommandeur des 6. Korps. 1962 musste er wegen Park Chung-hee in den Ruhestand gehen und wurde als Botschafter nach Malaysia gesandt.
Nach seiner Rückkehr wurde er am 15. Januar 1965 Präsident der Korea Taesoodo Association, dessen Namen er anschließend sofort wieder in Korea Taekwondo Association umbenannte, woraufhin er am 29. Januar 1966 nicht wieder gewählt wurde. Daraufhin gründete er am 22. März 1966 die International Taekwon-Do Federation (ITF) in Seoul und distanzierte sich von der KTA, was zu einer Schwächung der Oh Do Kwan führte.
1972 ging Choi Hong-hee ins Exil nach Kanada, wo ihm Asyl gewährt wurde, nachdem er politische Verfolgung geltend gemacht hatte. Der Sitz der International Taekwondo Federation (ITF) wurde ebenfalls nach Toronto, Kanada, verlegt, wodurch der KTA faktisch die internationale Vertretung und die entsprechenden operativen Tätigkeiten entzogen wurden.[1] Der Oh Do Kwan war somit auf sich allein gestellt.
Im Jahr 1972 schloss sich der Oh Do Kwan gemeinsam mit den acht anderen Kwans zusammen, um das Kukkiwon zu gründen. Wie auch die anderen Kwans stellte der Oh Do Kwan Dan- und Ausbilderzertifikate aus; diese dienen jedoch lediglich als Nachweis der Mitgliedschaft in der Gemeinschaft. Der Oh Do Kwan erkennt das Curriculum des Kukkiwon an und wendet es an.
Die Tradition des Oh Do Kwan wurde nach Choi Hong-his Weggang weiter von Persönlichkeiten wie Hyun Jong-myung, Kwak Byung-oh (verstorben) und Baek Jun-ki, die als seine Direktoren fungierten, aufrechterhalten.[11]
Der Oh Do Kwan existiert in Korea auch heute noch – seit mehr als drei Jahrzehnten – als gesellschaftlicher Freundschaftsverein und veranstaltet jährlich eine Feier in Seoul.
Außerhalb Koreas existieren weitere Vereine / Verbände, z. B.
Derzeit arbeitet World Taekwondo Oh Do Kwan eng mit der World Combative Taekwondo Union[14] unter der Leitung von Großmeister Jeong In-Chul (7. Dan Kukkiwon, 8. Dan Oh Do Kwan) zusammen und stellt Dan-Urkunden auf der Grundlage nachgewiesener Fertigkeiten in den Kukkiwon-Poomsae oder den Chang-Hon-Hyung (in der Version vor der „Sinewave“-Technik) aus. Zudem bietet World Taekwondo Oh Do Kwan ein Zertifizierungsprogramm für Instruktoren an, dessen Schwerpunkt auf der Vermittlung des ursprünglichen Oh-Do-Kwan-Lehrplans liegt.
Der derzeitige Präsident der World Taekwondo Ohdokwan ist Han Myeong-Hak.[15]
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