Nithya Raman ist eine US-amerikanische Stadtplanerin und Politikerin.[1] Seit 2020 gehört sie dem Stadtrat von Los Angeles an.[1] Bei der Bürg

Nithya Raman ist eine US-amerikanische Stadtplanerin und Politikerin.[1] Seit 2020 gehört sie dem Stadtrat von Los Angeles an.[1] Bei der Bürgermeisterwahl in Los Angeles 2026 erreichte sie die Stichwahl gegen die Amtsinhaberin Karen Bass.[2]
Raman wurde in Indien geboren, kam als Kind in die Vereinigten Staaten und studierte später an der Harvard University sowie am Massachusetts Institute of Technology.[1] Sie erwarb in Harvard einen Bachelorabschluss in politischer Theorie und am Massachusetts Institute of Technology einen Masterabschluss in Stadtplanung.[3] Nach ihrem Studium arbeitete sie zu Fragen städtischer Armut und Wohnungslosigkeit, unter anderem in Neu-Delhi, und zog 2013 nach Los Angeles, wo sie zunächst für das Büro des städtischen Verwaltungsbeamten an einem Bericht über kommunale Ausgaben zur Wohnungskrise mitarbeitete.[4] 2017 war sie Mitgründerin der SELAH Neighborhood Homeless Coalition, einer lokalen Hilfsorganisation für obdachlose Menschen in Los Angeles.[4] Vor ihrer Wahl in den Stadtrat war sie außerdem Leiterin von Time’s Up Entertainment.[4] Raman lebt mit ihrem Mann und ihren Zwillingen im Stadtteil Silver Lake.[1]
Raman trat 2020 im 4. Stadtratsbezirk von Los Angeles gegen den Amtsinhaber David Ryu an und machte Wohnungslosigkeit, Mieten, soziale Dienste und öffentliche Sicherheit zu Kernthemen ihrer Kampagne.[5] Unterstützt wurde ihre Kampagne unter anderem von den Democratic Socialists of America.[3] Nach Ryus Niederlage wurde sie die erste Herausforderin seit 17 Jahren, die ein amtierendes Mitglied des Stadtrats von Los Angeles aus dem Amt verdrängte.[5] Im Stadtrat arbeitete sie vor allem zu Wohnungslosigkeit, Mieterschutz und institutionellen Reformen; die Los Angeles Times schrieb ihr 2024 eine führende Rolle bei erweiterten Mieterschutzregeln, Transparenz- und Ethikreformen sowie der Debatte über unabhängige Wahlkreiszuschnitte und eine Vergrößerung des Stadtrats zu.[6] Als Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Wohnungsbau und Wohnungslosigkeit setzte sie sich für Zwischenunterkünfte, Straßenteams und eine Ausweitung nicht-polizeilicher Krisenreaktionen ein.[6]
Bei der Wahl 2024 gewann sie eine zweite Amtszeit bereits in der Vorwahl, nachdem sie mit 50,6 Prozent der Stimmen die nötige Mehrheit zur Vermeidung einer Stichwahl erreicht hatte.[7] In ihrer zweiten Amtszeit wurde sie mit Initiativen zum Mieterschutz, zur Absenkung zulässiger Mieterhöhungen, zur Reform städtischer Wahlkreiszuschnitte und zu einer besseren Kontrolle der Ausgaben für Wohnungslosigkeit verbunden.[8]
Am 7. Februar 2026 erklärte Raman wenige Stunden vor Ablauf der Einreichungsfrist ihre Kandidatur für das Bürgermeisteramt von Los Angeles und begründete sie mit Wohnkosten, Wohnungslosigkeit, mangelnder Rechenschaftspflicht und zu langsamer Wohnungsproduktion.[9] Die Kandidatur war politisch bemerkenswert, weil sie zuvor eine Verbündete von Bürgermeisterin Karen Bass gewesen war und Bass ihre Wiederwahl in den Stadtrat 2024 unterstützt hatte.[10] Noch wenige Wochen vor dem Einstieg in den Wahlkampf hatte Raman Bass zur Wiederwahl unterstützt.[2] Im Bürgermeisterwahlkampf stellte sie sich als progressive Herausforderin einer Stadtverwaltung dar, die grundlegende Aufgaben nur unzureichend erfülle, und rückte bezahlbaren Wohnraum, Wohnungslosigkeit, städtische Basisdienste und Rechenschaftspflicht in den Mittelpunkt.[11] Sie versprach, die Zahl der Menschen, die in Zelten oder Lagern auf der Straße leben, bis zu den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles zu halbieren.[11]
Nach dem Wahlabend lag zunächst Spencer Pratt auf dem zweiten Platz, verlor diesen Vorsprung jedoch, als in den folgenden Tagen weitere Stimmen ausgezählt wurden.[11] Die spätere Verschiebung zugunsten Ramans hing mit der in Kalifornien verbreiteten Briefwahl zusammen, bei der ordnungsgemäß abgestempelte Stimmen noch mehrere Tage nach dem Wahltag berücksichtigt werden können.[11] Am 8. Juni 2026 qualifizierte sich Raman für die Stichwahl gegen Bass im November und ließ Pratt hinter sich.[3] Zu diesem Zeitpunkt lag Bass bei 34,3 Prozent, Raman bei 28,5 Prozent und Pratt bei 25,8 Prozent der Stimmen.[11] Die Stichwahl wurde als Duell zweier Demokratinnen beschrieben: Bass stand für das etablierte Mitte-links-Lager der Stadt, während Raman jüngere und stärker progressive Wählergruppen ansprach.[3] Da Bass in der Vorwahl keine absolute Mehrheit erreichte, wurde die Wahl zur ersten Stichwahl mit einem amtierenden Bürgermeister von Los Angeles seit 2005.[3] Pratt hatte im Wahlkampf Unzufriedenheit über Lebenshaltungskosten, Wohnungslosigkeit und die städtische Reaktion auf die Palisades-Brände aufgegriffen, wurde jedoch durch seine republikanische Parteibindung, fehlende Regierungserfahrung und eine Unterstützung durch Donald Trump belastet.[2]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Raman, Nithya |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Stadtplanerin und Politikerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
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