Meridol (Eigenschreibweise: meridol) ist eine Marke des Colgate-Palmolive Konzerns und vertreibt ihre Produkte in Deutschland über die CP GABA GmbH.[1]
| Meridol | |
|---|---|
| Besitzer/Verwender | Colgate-Palmolive |
| Einführungsjahr | 1986 |
| Produkte | Mundpflegeprodukte |
| Website | www.meridol.de |
Meridol (Eigenschreibweise: meridol) ist eine Marke des Colgate-Palmolive Konzerns und vertreibt ihre Produkte in Deutschland über die CP GABA GmbH.[1] Bekannt ist der Markenname durch Mundspülungen und Zahnpasten, die zur Mundhygiene sowie speziell zur Pflege des Zahnfleischs beitragen. Der Markenname leitet sich aus dem Lateinischen ab: Das „me“ steht für medicus (Arzt), was auf den fachlichen, zahnmedizinischen Anspruch der Marke verweist, und das „dol“ für dolor (Schmerz), was auf die Linderung bzw. Vorbeugung von schmerzhaften Beschwerden im Mundraum – insbesondere am Zahnfleisch – anspielt.
Die erste Meridol Mundspülung zum Zahnfleischschutz wurde durch die GABA-Unternehmensgruppe in der Schweiz entwickelt und kam 1986 als Dental Spülung auf den Markt. Das Besondere an der Mundspülung war ein neu entwickeltes Aminfluorid-Zinnfluorid-System zur Prophylaxe von Karies und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Seit der Einführung der ersten Meridol-Zahnpasta im Jahr 1995 sind die Produkte der Marke auch in Deutschland erhältlich.[2] Im Bereich der Mundspüllösungen ist Meridol in Deutschland Marktführer.[3]
Alle Meridol Mundspülungen und Zahnpasten enthalten antibakterielle Wirkstoffe, um die Plaquereduktion bei der Mundhygiene zu unterstützen. In der Vergangenheit enthielten diese Produkte die Wirkstoffkombination Aminfluorid und Zinnfluorid. Seit 2023 enthalten die Meridol Zahnfleischschutz Zahnpasta und Mundspülung ein Amin und Zinklaktat als antibakteriell wirksame Inhaltsstoffe.[4][5]
In der Meridol Parodont Expert Zahnpasta kommen unter anderem antibakteriell wirksames Zinnfluorid, Zinnpyrophosphat, Zinkoxid und Zinkcitrat zum Einsatz. Diese Inhaltsstoffe bieten eine breite antibakterielle Wirksamkeit.[6] Die Meridol Parodont Expert Mundspülung beinhaltet die antibakteriellen Wirkstoffe Cetylpyridiniumchlorid (CPC) und Zinklaktat.[7] Außerdem ist Hyaluronsäure enthalten, welche die natürliche Zahnfleischheilung fördern und zusätzliche Barrieren gegen Bakterien bilden kann.[8]
Unter der Marke Meridol werden die Produktlinien Meridol Zahnfleischschutz und Meridol Parodont Expert vertrieben. Die Meridol Zahnfleischschutz Produkte sind laut Hersteller für eine Zielgruppe mit leichten Zahnfleischbeschwerden wie gelegentlichem Zahnfleischbluten konzipiert. Die Produktlinie umfasst auch Produkte für schmerzempfindliche Zähne in Verbindung mit leichten Zahnfleischbeschwerden sowie speziell für frischen Atem.
Die Meridol Parodont Expert Produkte wurden für die Anwendung bei stärkeren Zahnfleischproblemen wie z. B. Parodontitis entwickelt. Zudem gibt es eine apothekenpflichtige Chlorhexidin-haltige Meridol Mundspüllösung, die unter dem Namen „meridol med Chlorhexidin 0,2%“ in Deutschland erhältlich ist. Neben Zahnpasten und Mundspülungen werden unter der Marke weitere Mundhygieneprodukte vertrieben. Dazu zählen Zahnbürsten, Zahnseide und Zungenreiniger.
Mehrfach erhielten Zahnpasten der Marke Meridol in den vergangenen Jahren sehr gute Ergebnisse bei Produkttests. Zuletzt erhielt 11/2024 die meridol Parodont Expert Zahnpasta eine sehr gute Bewertung (1,4).[9][10][11]
In der Vergangenheit gab es von Stiftung Warentest sowie Öko-Test auch Kritik an Meridol Produkten. Bemängelt wurden insbesondere die nicht ressourcenschonende Umverpackung der Mundspülung sowie die Recyclingfähigkeit der Flasche.[12] Öko-Test bewertete zudem das in der meridol Zahnfleischschutz Mundspülung enthaltene synthetische Polymer Polyvinylpyrrolidon (PVP) negativ.[13]
In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DG PARO) wird jährlich der „DG PARO/meridol®-Preis“ in den Kategorien Grundlagenforschung und klinische Studien verliehen. Ebenfalls jährlich vergeben wird die „DG PARO/meridol® Forschungsförderung“ zur Unterstützung der parodontologischen Forschung.[14]
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