Marie Jeschke (* 1982 in Rostock) ist eine deutsche Künstlerin, deren Arbeiten Malerei, Installation und performativen Verfahren umfassen.[1] Zu ihren
Marie Jeschke (* 1982 in Rostock) ist eine deutsche Künstlerin, deren Arbeiten Malerei, Installation und performativen Verfahren umfassen.[1] Zu ihren jüngeren Projekten zählen die Ausstellungen Fluide Grenze (2025/2026) und Happy End (2025).[2][3]
Jeschke verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in Stralsund auf Segelbooten, was ihre spätere Beschäftigung mit Wasser prägen sollte.[1] Sie lebt und arbeitet in Berlin.[4]
Vor ihrer Einzelpraxis war sie Teil des Kollektivs MAIK Alles Gute und bildete mit Anja Langer das Duo Jeschkelanger.[1] Mit Jeschkelanger entwickelte sie das transluzente Material Basis Rho aus Glasresten und Beton und verfolgte damit Schnittstellenprojekte zwischen Kunst, Design und Architektur.[5]
Wiederkehrende Themen ihrer Arbeit sind Transformation, Konzentration und Übertragungsprozesse sowie die Frage, ob und wie Gewässer als Speicher von Informationen und Geschichten begriffen werden können.[3][6]
Seit 2024 arbeitet sie für ihr Projekt Fluide Grenze mit Freitauch- und Unterwasser-Maltechniken an ehemaligen DDR‑Fluchtrouten.[1] Im Projekt und der Ausstellung Fluide Grenze in der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock (26. November 2025 bis 30. April 2026) verbindet Jeschke Malerei, Video und ortsspezifische Installationen zur Auseinandersetzung mit Fluchten über die Ostsee.[2][6] Im Mittelpunkt steht eine Installation aus 1620 Litern Ostseewasser, verteilt auf 135 blaue Eimer, von denen jeder einem der 135 dokumentierten Todesfälle bei Fluchtversuchen über die Ostsee gewidmet ist.[7] Die Schau wird von Gesprächen und Führungen begleitet und in Kooperation mit dem Kunstverein zu Rostock von Susanne Burmester kuratiert.[2] Bilder von der Eröffnung und weitere Details zur Laufzeit dokumentiert die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg‑Vorpommern.[8] Jeschke arbeitete mit Erinnerungseinrichtungen zusammen.[4]
Zuvor zeigte sie im Berliner Projektraum Vorfluter die Einzelausstellung Happy End (4. Mai bis 1. Juni 2025), die als „radiales System“ der Berliner Abwasserinfrastruktur angelegt war und sich mit Wasser als Träger von Organismen, Schmutz, Erinnerungen und Daten auseinandersetzte.[3] Zugleich präsentierte sie während der Berlin Design Week 2025 im LAUFEN Space Berlin die Schau SAVE!ING STORIES STORED IN WATER, die urbanen Wasser- und Abwassersysteme gewidmet war.[9]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jeschke, Marie |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1982 |
| GEBURTSORT | Rostock |
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