Manfred Leger (* 28. Februar 1954[1]) ist ein deutscher Wirtschaftsingenieur. Vom 1. September 2013 bis Ende April 2021 war er Geschäftsführer der DB

Manfred Leger (* 28. Februar 1954[1]) ist ein deutscher Wirtschaftsingenieur. Vom 1. September 2013 bis Ende April 2021 war er Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart–Ulm und damit verantwortlich für die Eisenbahnprojekte Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendlingen–Ulm.[2][3]
Leger wuchs in München auf.[4] Nach einem Ingenieurstudium begann seine berufliche Laufbahn 1979 bei MBB im Luftverkehrsbereich. 1994 wechselte er zu AEG in eine Position mit Bahnbezug.[1] Er war zeitweise Assistent des heutigen Daimler-Aufsichtsratschefs Manfred Bischoff.[4]
Im Jahr 2000 war er Leiter des Bereichs Bahnfahrwegsysteme von Adtranz, als dieser von Balfour Beatty übernommen wurde.[5] Um 2002 war er Geschäftsführer der Balfour Beatty Rail Power Systems, einer Münchner Tochterfirma des Londoner Bau- und Dienstleistungskonzerns Balfour Beatty.[6] Von Ende Dezember 1999 bis Januar 2001 war er Prokurist der DaimlerChrysler Rail Systems GmbH (Berlin).[7][8]
2006 wurde er zum Bereichsvorstand für Infrastruktur bei Balfour Beatty ernannt.[1] Er war dort Director International der Balfour Beatty Rail Group.[9] Für Balfour Beatty errichtete Leger unter anderem Schienenwege in Bulgarien und Malaysia.[4] Er war unter anderem für die technische Ausrüstung des Gotthard-Basistunnels verantwortlich und leitete die elektrische Ausrüstung der Schnellfahrstrecke Wuhan–Guangzhou.[10] Bis 2013 war Leger für Balfour Betty in London tätig.[11]
Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 wurde er in den Aufsichtsrat der Balfour Beatty Rail GmbH gewählt.[12] Er war ebenfalls um 2011 Mitglied der Geschäftsführung der Balfour-Beatty-Tochter BICC Holdings GmbH (München).[13] Ab 1. Juli 2012 war er Aufsichtsratsmitglied der EL-Net Consulting AG (München).[9]
Ende Juni 2013 wurde die Besetzung der vierköpfigen Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH bekannt. Leger sollte dabei zum 1. August 2013 zum Vorsitzenden von deren Geschäftsführung bestellt werden.[11] Letztlich übernahm er diese Funktion am 1. September 2013.[2] Er ist damit, nach Hans Sommer/Reimar Baur, Peter Marquart, Hany Azer und Stefan Penn, der fünfte[14] Chef des Bahnprojekts Stuttgart 21 seit 1994. Volker Kefer soll ihn für seine neue Aufgabe ausgewählt haben.[4]
Nach eigenen Angaben wolle er Stuttgart 21 für höchstens 5,8 Milliarden Euro realisieren.[4] Im Januar 2018 verantwortete er eine Kostenerhöhung von damals 6,5 auf 8,2 Milliarden Euro.[15]
Leger war von Anfang 2015 bis Ende Januar 2018 technischer Projektleiter, bevor Olaf Drescher zum 1. Februar 2018[16] diese Funktion übernahm.
Leger galt als „Außenminister“ des Projekts und pflegte direkten Kontakt zum DB-Konzern, zu Politik, Öffentlichkeit und Medien. Während das Technische Projektmanagement, die Projektsteuerung, Zentrale Baulogistik und Technische Systemintegration seither von Drescher verantwortet werden, ist Leger zuständig für Qualitätssicherung und Kommunikation/Presse.[16]
Zum 1. Juli 2020 übergab er den Vorsitz der Geschäftsführung an Olaf Drescher abgeben und behielt anschließend als Stellvertreter seine bisherigen Zuständigkeiten.[17]
Leger schied Ende April 2021 altersbedingt aus der Geschäftsführung aus. Er war anschließend „Senior-Experte für den Bereich Infrastrukturprojekte Region Süd“ von DB Netz.[3][18]
Leger lebt in München.[4] Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.[10]
Er gilt als passionierter Reiter.[15]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leger, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftsingenieur |
| GEBURTSDATUM | 28. Februar 1954 |
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