Kurt Gerschom Freyer (hebräisch .mw-parser-output .Hebr{font-size:115%}קורט גרשם פרייער; geboren 25. Mai 1885 in Darkehmen, Ostpreußen; gestorbe
Kurt Gerschom Freyer (hebräisch קורט גרשם פרייער; geboren 25. Mai 1885 in Darkehmen, Ostpreußen; gestorben 24. Mai 1973 in Kfar Szold, Israel) war ein deutsch-israelischer Kunsthistoriker und Antiquar.
Kurt Freyer wurde im Mai 1885 in der ostpreußischen Stadt Darkehmen geboren. Seine Eltern waren der Geheime Medizinalrat und praktische Arzt Moritz Freyer (1849–1916) und seine Ehefrau Therese, geb. Russack (1858–1929).[1] Er wuchs mit drei Geschwistern auf, darunter der Verleger Erich Freyer (1886–1967)[2] und die Kunsthandwerkerin und Puppenmacherin Käte Baer-Freyer (1895–1988).
Er studierte in Berlin, Göttingen und München Philosophie und Kunstgeschichte und wurde in München promoviert. Danach arbeitete er als Autor von Ausstellungskatalogen und als Rezensent. 1911 war er Assistent von Karl Ernst Osthaus am Folkwang-Museum in Hagen mit Kontakten zu Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff und Ernst Barlach. Am 11. November 1911 heiratete er in Mannheim Anna Heymann (1886–1971), die Tochter eines Mannheimer Zigarrenfabrikanten.[1]
Von November 1912 bis März 1914 war er als Volontär Assistent von Max Sauerlandt am Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Halle (Saale) tätig und wechselte am 1. April 1914 als Assistent von Ernst Sauermann an das Kunstgewerbemuseum in Flensburg. Nach dem Kriegsdienst bewarb er sich 1920 als Sauermanns Nachfolger, als Jude und als Marxist war er jedoch chancenlos.[3] Freyer ging nach Berlin und wurde 1923 Mitinhaber des Antiquariats Utopia, Berlin, das sich u. a. auf Miniaturbücher spezialisiert hatte.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte er im März 1933 zunächst nach Amsterdam. Von dort reiste er 1937 mit seiner Frau und der jüngsten der drei gemeinsamen Töchter weiter nach Palästina, wo die beiden älteren Töchter bereits lebten. Die Familie schloss sich der Kibbuzbewegung an und zählte zu den Gründern des Kibbuz Kfar Szold im Norden von Galiläa.
In den 1940er Jahren wurde Kurt Freyer in Tel Aviv Mitglied einer illegalen kommunistischen Parteizelle und eines deutschsprachigen „Kreises für fortschrittliche Kultur“ und hielt Vorträge über marxistische Theorie, die gesellschaftliche Funktion von Kunst und politische Aspekte der Literaturgeschichte.[4] Für die Festschrift zum 80. Geburtstag des Philosophen Georg Lukács schrieb er 1965 einen Aufsatz Der Aufstieg der Vernunft.
Kurt Freyer starb einen Tag vor Vollendung seines 88. Lebensjahres am 24. Mai 1973 im Kibbuz Kfar Szold.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Freyer, Kurt |
| ALTERNATIVNAMEN | Freyer, Kurt Gerschom (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-israelischer Kunsthistoriker und Antiquar |
| GEBURTSDATUM | 25. Mai 1885 |
| GEBURTSORT | Darkehmen |
| STERBEDATUM | 24. Mai 1973 |
| STERBEORT | Kfar Szold, Israel |
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