John F. Doebley (* 4. Dezember 1952) ist ein US-amerikanischer Genetiker und Botaniker.
John F. Doebley (* 4. Dezember 1952) ist ein US-amerikanischer Genetiker und Botaniker.
Doebley studierte zunächst Anthropologie am West Chester State College mit dem Bachelor-Abschluss 1974 und an der Eastern New Mexico University in Portales mit dem Master-Abschluss 1976. Neben Anthropologie studierte er auch verschiedene biologische Fächer. Danach arbeitete er an der University of Missouri als Archäologe, bevor er für eine Promotion in Anthropologie an die University of Wisconsin-Madison ging, wo er wieder zur Biologie wechselte und 1980 in Genetik bei dem Botaniker Hugh Iltis promoviert wurde, der ihn zur Mais-Genetik brachte. Auf einer Reise nach Mexiko mit Iltis entdeckten sie eine neue Maisart Zea diploperennis, was Grundlage der Dissertation von Doebley bildete. Er war als Postdoktorand an der North Carolina State University beim Mais-Genetiker Major Goodman und ab 1982 bei Ronald Sederoff (um sich in Molekularbiologie weiterzubilden). 1984 wurde er Assistant Professor an der Texas A&M University und ab 1987 lehrte er an der University of Minnesota. Von 1999 bis 2021 lehrte er an der University of Wisconsin-Madison.
Er befasst sich mit Pflanzengenetik mit Mais als Modellorganismus und mit quantitativer Genetik. Speziell untersucht er, welche Gene an morphologischen Änderungen von Pflanzen in neuen Varianten beteiligt sind (Anzahl der beteiligten Gene, Art der Gene (strukturell oder regulatorisch) u. a.). Unter anderem identifizierte er die Gene, die die morphologischen Unterschiede zwischen Zea und Mais ausmachen, und war an der Entdeckung beteiligt, dass Mais nur einmal (vor rund 9000 Jahren) in Amerika aus Zea domestiziert wurde. Er war ein Pionier in der Methode des Quantiative Trait Locus (QTL) Mapping zur Identifizierung wichtiger Gene bei der Mais-Domestizierung und klonierte daraus Gene, wie 1997 das zentrale Gen bei der Mais-Domestizierung teosinte branched1 (tb1), das sich auf die Struktur der Maiskerne und die Pflanzenarchitektur auswirkt.
Er ist seit 2002 Mitglied der National Academy of Sciences. 2015 erhielt er die Mendel Medal, 2021 den McClintock Prize.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Doebley, John |
| ALTERNATIVNAMEN | Doebley, John F. |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Genetiker und Botaniker |
| GEBURTSDATUM | 4. Dezember 1952 |
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