Seine Eltern waren der Gutsbesitzer Johann oder Jean Mathias Guittienne (1775–1848) und Margarethe (1768–1829), geb. Heitz. Seine Brüder waren Mathias und Nicolaus (1804–1866).[1]
Infolge der Thronbesteigung von Friedrich Wilhelm IV. wurde er am 10. August 1840 amnestiert, kehrte nach Niedaltdorf zurück und lebte als Gutsbesitzer. 1848 wurde er sowohl Bürgermeister in Ihn als auch zum Abgeordneten der Preußischen Nationalversammlung nach Berlin erwählt, wo er Platz bei den äußersten Linken fand. Die zweite Kammer wurde 1849 aufgelöst. Als Anhänger der Umsturzpartei wurde er 1851 als Bürgermeister entlassen.[5] 1847/48 wurde er auch Mitglied im Frankfurter Vorparlament. 1849 und 1855–1861 war er auch Abgeordneter der Zweiten Kammer des Preußischen Abgeordnetenhauses.
1861–1865 war er Vertreter der Landgemeinden des Kreises Saarlouis im rheinischen Provinziallandtag in Düsseldorf. 1870 wurde ihm der Kronenorden verliehen. 1872–1885 war er Bürgermeister von Oberesch. Er war auch Mitglied des Saarlouiser Kreistages. Nach dem Nachruf von Pfarrer Rausch soll er 23 Ämter innegehabt haben.
Seine letzte Ruhestätte befindet sich im Familiengrab rechts vom Eingang der Niedaltdorfer Pfarrkirche.[6] An seinem Geburtsort ist ein Platz nach ihm benannt. Im Mai 2014 wurde er zum ersten Ehrenbürger von Rehlingen-Siersburg.[7]
Literatur
Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 2: F–H. Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0809-X. S. 202–203.
Velhagen & Klasings Monatshefte, Band 19 (1905); S. 668–676.