Isidor Ingwer (* 1. Februar 1866 in Tarnopol, Galizien, damals Österreich-Ungarn; † 19. August 1942 in Theresienstadt,[1] Böhmen, Österreich-Ungar
Isidor Ingwer (* 1. Februar 1866 in Tarnopol, Galizien, damals Österreich-Ungarn; † 19. August 1942 in Theresienstadt,[1] Böhmen, Österreich-Ungarn) war ein österreichischer Jurist und sozialdemokratischer Arbeitsrechtler.
Ingwer hatte Rechtswissenschaften studiert und promovierte 1888 zum Dr. jur. 1894 war er in Brünn in einer Anwaltskanzlei als Advokatskonzipient tätig. Er bekannte sich zur kommunistischen Bewegung und wurde 1894 wegen des Ausrufs „Es lebe die rote, revolutionäre Sozialdemokratie“ vom Gericht in Brünn zu einem dreiwöchentlichen Arrest verurteilt und nach Verbüßung der Strafe aus der Hauptstadt Brünn und des ganzen Kronlandes Mähren verwiesen.[2] 1896 hatte er seinen Wohnsitz in Wien und wurde dort im selben Jahr in die Advokaten-Liste eingetragen,[3] Er wirkte zunächst als Hof- und Gerichtsadvokat.[4] Bis 1938 praktizierte er in Wien als Rechtsanwalt. Er gilt als Mitbegründer der österreichischen Arbeitsrechtswissenschaft und war Mitherausgeber des Blattes „Das Recht“, der ersten österreichischen juristischen Fachzeitschrift mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht. Am 22. Juli 1942 wurde er von den Nationalsozialisten mit dem 33. Transport in das KZ Theresienstadt deportiert, wo er ums Leben kam.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ingwer, Isidor |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Jurist, Autor und sozaldemokratischer Arbeitsrechtler |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1866 |
| GEBURTSORT | Ternopil |
| STERBEDATUM | 19. August 1942 |
| STERBEORT | Terezin |
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