Isidor Karl Theodor Demant (* 1880 in Czernowitz, Österreich-Ungarn; † 1953 auf Zypern) war ein österreichischer Beamter, Architekt, Maler und Gründer der
Isidor Karl Theodor Demant (* 1880 in Czernowitz, Österreich-Ungarn; † 1953 auf Zypern) war ein österreichischer Beamter, Architekt, Maler und Gründer der Gemeinnützigen Kleinsiedlungsgenossenschaft.
Isidor Demant studierte Architektur in Wien und wurde anschließend Beamter der Staatsbahndirektion in Linz. Aufgrund seiner Künstlernatur ließ er sich früh pensionieren und war als Maler und Architekt freischaffend tätig. Außerdem nahm er drei Jahre als Zeichner an archäologischen Grabungen mit Gabriel Welter teil. Mit Paul Theer entwickelte er in den 1930er-Jahren in Linz Projekte zum sozialen Wohnbau in Form der Stadtrandsiedlungen, die sogenannten Demantsiedlungen. Er gründete in Linz die Gemeinnützigen Kleinsiedlungsgenossenschaft. Dieses soziale Projekt für wohnungssuchende Arbeitslose wurde auch von der ständestaatlichen Bundesregierung gefördert.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1938 musste Demant, der zum Christentum konvertiert war, emigrieren, da er jüdischer Abstammung war. Nach Aufenthalten in mehreren Ländern ließ er sich samt Familie auf Zypern nieder, wo er bis zu seinem Tod 1953 lebte.

Stadtrandsiedlungen in Linz (gemeinsam mit Paul Theer):
Die meisten der Linzer Siedlungshäuser wurden ab 1938 wegen der Errichtung der Hermann-Göring-Werke (VÖEST) abgebrochen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Demant, Isidor |
| ALTERNATIVNAMEN | Demant, Isidor Karl Theodor (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Architekt, Maler und Beamter |
| GEBURTSDATUM | 1880 |
| GEBURTSORT | Czernowitz |
| STERBEDATUM | 1953 |
| STERBEORT | Zypern |
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