Insertionssequenzen (Insertionssequenz oder IS-Element) sind kurze, bewegliche autonome DNA-Stücke bei Bakterien, Archaea und einigen Bakteriophagen mit sich g
Insertionssequenzen (Insertionssequenz oder IS-Element) sind kurze, bewegliche autonome DNA-Stücke bei Bakterien, Archaea und einigen Bakteriophagen mit sich gegenläufig wiederholenden Endsequenzen (engl. inverted repeats), welche sich in DNA einfügen können. IS-Elemene sind die einfachste Form eines Transposons. Insertionssequenzen sind eine Form eigennütziger DNA.
Insertionssequenzen
Bei der Transposition wird die Integrationsstelle um einige Basenpaare versetzt geschnitten (durch die Transposase), die inverted repeats des IS-Elements werden angeheftet und die entstandenen Lücken an den Schnittstellen werden durch allgemeine DNA-Synthese geschlossen.
Die IS-Elemente wirken mutagen, da sie bei Insertion in ein offenes Leseraster die Funktion des Gens zerstören oder stark beeinträchtigen. Es ist außerdem möglich, dass über homologe Sequenzen auf einem Plasmid und den IS-Elementen im Bakterienchromosom das Plasmid ins Bakterienchromosom insertiert wird.
Die inverted Repeats (IR) flankieren beidseits den für die Transposase codierenden Bereich. Sie bestehen abhängig vom IS-Typ aus nicht unbedingt identischen 9 bis 50 bp langen DNA-Sequenzen. Bei der Insertion kommt es, auch wieder IS-Typ abhängig, zu einer Duplikation im Zielgenom von 4 bis 13 bp. Daher werden IS-Elemente von sich wiederholenden Endsequenzen (engl. direct repeats) flankiert. IS-Elemente inserieren eine Vielzahl von Zielsequenzen mit Präferenz für einige Seiten.
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