Hulda Shaldi Swai (* 1954 in Vudee, Tansania) ist eine tansanische Chemikerin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin für Lebenswissenschaften und Bioingeni

Hulda Shaldi Swai (* 1954 in Vudee, Tansania) ist eine tansanische Chemikerin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin für Lebenswissenschaften und Bioingenieurwesen sowie Inhaberin des Oliver-Tambo-Lehrstuhls für Nanotechnologie, Direktorin des Afrikanischen Exzellenzzentrums am Nelson Mandela African Institution of Science and Technology (NM-AIST) in Tansania, außerordentliche Professorin an der Universität Pretoria, Präsidentin der Afrikanischen Gesellschaft für Materialforschung (AMRS), Leiterin des Data Driven Incubation Center und Herausgeberin des International Journal of Nanomedicine. Sie ist für ihre Pionierarbeit in der angewandten Nanomedizin bekannt, insbesondere für ihre Forschung zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Malaria mithilfe innovativer Wirkstoffträgersysteme.[1][2][3]
Swai studierte von 1977 bis 1980 an der University of Dar es Salaam in Tansania, wo sie ihren Bachelor of Science in Statistik und Chemie erhielt. Anschließend erwarb sie 1985 den Master of Science in Technologie und Entwicklung im Chemieingenieurwesen am Imperial College of Science and Technology der Universität London. 1991 begann sie ihre medizinische Forschung am Interdisziplinären Forschungsrat der Universität London im Bereich biomedizinischer Materialien und war dort für die Entwicklung alternativer Materialien und Behandlungsmethoden verantwortlich. Sie entwickelte dort unter anderem ein Antimykotikum mit verzögerter Wirkstofffreisetzung für HIV/AIDS-Patienten mit Candida-Hefepilzinfektionen. Das Gerät wurde vom Medical Research Council in Großbritannien zugelassen. 2000 promovierte sie am Queen Mary College der Universität London im Bereich Biomaterialien mit der Dissertation: Water Sorption and Drug Release behaviour from Hetero/Cyclic Methacrylate based Polymers.[4][5]
Sie wurde 2001 leitende Forscherin bei dem Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) in Südafrika. Insbesondere leitete sie die Forschungsgruppe für die Verkapselung und Verabreichung von Malaria- und Tuberkulosemedikamenten. 2007 gründete und leitete sie das vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie (DST) und dem CSIR geförderte panafrikanische Exzellenzzentrum für Forschung und Ausbildung in angewandter Nanomedizin mit dem Schwerpunkt auf armutsbedingten Infektionskrankheiten. Das Zentrum arbeitete an der Verbesserung von Therapeutika zur Behandlung von Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria. Im März 2011 organisierte sie den ersten internationalen Workshop zur Nanomedizin für Armutskrankheiten in Südafrika.[6]
Am Nelson Mandela African Science and Technology Institution (NM-AIST) wurde sie 2016 Professorin für Lebenswissenschaften und Bioingenieurwesen. Innerhalb der Institution leitete sie die erfolgreiche Bewerbung ihrer Arbeitsgruppe für das von der Weltbank finanzierte Afrikanische Exzellenzzentrum.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit forscht sie intensiv an der Verbesserung von Medikamenten gegen Tuberkulose und Malaria mithilfe der Nanomedizin. Sie entwickelte mehrere Projekte, darunter das Malaria-Projekt, das von der Weltgesundheitsorganisation mit 6 Millionen US-Dollar gefördert wurde. Angesichts des Potenzials der Nanomedizin für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten fördert sie diesen Wissenschaftszweig in Afrika durch Sensibilisierungsarbeit, die Organisation wissenschaftlicher Tagungen, Workshops zur Nanomedizin usw.
2015 zählte sie bei der Evaluierung des Masterstudiengangs Nanowissenschaften in Südafrika zu den drei besten Wissenschaftlern weltweit. 2021 erhielt sie den Kwame-Nkrumah-Preis 2020, eine Auszeichnung der Afrikanischen Union für herausragende Forschungsleistungen von Wissenschaftlerinnen auf dem Kontinent.
2022 erhielt sie den OR Tambo Africa Research Chair, den das Nelson Mandela African Institution of Science and Technology (NM-AIST) am 18. Mai 2022 in Arusha ins Leben rief. Dieser erste Forschungslehrstuhl am NM-AIST konzentriert sich auf die Anwendung von Nanotechnologie und Pheroidtechnologie zur Verbesserung der Wirkstoffabgabe von Malariamedikamenten und der Aufnahme von Bio-Düngemitteln und Bio-Pestiziden durch Nutzpflanzen.[7][8]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Swai, Hulda |
| ALTERNATIVNAMEN | Swai, Hulda Shaidi |
| KURZBESCHREIBUNG | tansanische Bioingenieurin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 1954 |
| GEBURTSORT | Vudee, Tansania |
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.