Hugo Steinhauser (* 21. März 1929 in Ingolstadt; † 11. Juni 2023 in Freising) war ein deutscher Agrarökonom an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Hugo Steinhauser (* 21. März 1929 in Ingolstadt; † 11. Juni 2023 in Freising) war ein deutscher Agrarökonom an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der TU München Standort Weihenstephan. Seine besonderen Forschungsansätze galten der landwirtschaftlichen Produktionstheorie mit linearen Planungsrechnungen.[1]
Nach mehrjähriger landwirtschaftlicher Praxis studierte Steinhauser 1952 bis 1954 Landwirtschaft an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim und später in München-Weihenstephan, wo er 1958 mit der Dissertation Die Viehhaltung im Dienste der Bodenbefruchtung. Ein Beitrag zur Frage der viehschwachen und viehlosen Wirtschaftsweise unter besonderer Berücksichtigung der bayerischen Verhältnisse bei Paul Rintelen zum Dr. agr. promovierte.
1960 legte Steinhauser die Staatsprüfung für den höheren Verwaltungsdienst einschließlich des Lehramtes ab, habilitierte sich 1963 mit der Schrift Beiträge zur Quantifizierung innerbetrieblicher Werte im Landwirtschaftsbetrieb (BüL, Bd. 41, H. 374, 1963) für das Fach Wirtschaftslehre des Landbaues in Weihenstephan.
Nach zweijähriger Tätigkeit als Privatdozent folgte er 1965 einem Ruf an die Universität Kiel, um dort als Professor und Direktor des Instituts für landw. Betriebslehre und Landarbeitslehre die Nachfolge von Georg Blohm anzutreten. In den Jahren 1967 und 1968 war er Dekan der Fakultät.[2] 1971 ging Steinhauser nach Weihenstephan zurück, erhielt die Professur für Wirtschaftslehre des Landbaues und übernahm die Leitung des Instituts für Wirtschaftslehre, von 1975 bis 1996 auch die Geschäftsführung der angegliederten Versuchsstation für Betriebslehre mit ihren drei Betrieben, wo hauptsächlich Versuche über Verfahren der Pflanzen- und Tierproduktion stattfanden.
Steinhauser publizierte Ergebnisse einer Anzahl von Untersuchungen, die grundlegende Fragen der Betriebseinrichtung behandeln.
Steinhauser wurde 1984 mit dem Henneberg-Lehmann-Preis der Universität Göttingen, 1989 mit dem Ehrenteller des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten und 1997 mit dessen Staatsmedaille in Silber ausgezeichnet. Im Jahr 1997 wurde Steinhauser zum Ehrenmitglied der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus ernannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Steinhauser, Hugo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Agrarökonom |
| GEBURTSDATUM | 21. März 1929 |
| GEBURTSORT | Ingolstadt |
| STERBEDATUM | 11. Juni 2023 |
| STERBEORT | Freising |
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