Hessentag 2002

BürgermeisterGerhard Krum

Hessentag 2002
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Hessentag 2002
14. Juni bis 23. Juni 2002
„„Zum Hessentag lädt Idstein ein: staunen, feiern, fröhlich sein““

lfd. Nummer 42.
Veranstaltungsort Idstein
Eröffnet durch Ministerpräsident
Roland Koch

Bürgermeister
Gerhard Krum

Besucherzahl 925.000

Idstein (Hessen)
Idstein (Hessen)
50/13/14/N 08/16/09/E

Der Hessentag 2002 war der 42. Hessentag und fand vom 14. bis 23. Juni 2002 in der Stadt Idstein statt. Er war der erste Hessentag im Rheingau-Taunus-Kreis. Es wurden rund 925.000 Besucher gezählt.

Vorbereitungsphase

Im Vorfeld zog die Stadt bereits geplante und beabsichtigte Investitionen in Infrastruktur und Stadtaus- sowie -umbau für den Hessentag vor, für die sie zusätzliche Landesmittel erhielt. Zu den bekanntesten dieser Maßnahmen gehören eine innerstädtische Umgehungsstraße („Gänsbergspange“), ein sanierter Autobahnzubringer, ein ausgebautes Kanalsystem, neue Verkehrskreisel und eine Vielzahl kleiner Verbesserungen.[1] Zudem wurde anlässlich des Hessentages die Rekonstruktion eines römischen Wachturmes am Limes, der Limeswachturm Wp 3/26, bei Idstein-Dasbach vom Freundeskreis Römerturm Idstein e. V. realisiert.[2][3][4]

Veranstaltung

Eröffnet wurde der Hessentag durch den damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und den Bürgermeister Gerhard Krum.[1][5] Das Hessentagspaar bildeten Ellen Odrosek und Michael Dauber. In Ermangelung einer Idsteiner oder Nassauer Tracht trug das Paar Renaissance-Kleidung nach städtisch-bürgerlichem Stil.[6][7]

Während des Hessentages standen rund 700 Veranstaltungen auf dem Programm, die in der gesamten Stadt stattfanden. Das Hessentagsgelände reichte vom Stadion Zissenbach, das im Norden der Kernstadt an der Grenze zu Wörsdorf und damit schon im Grünen liegt, bis in die gesamte Innenstadt von Idstein. Entlang des Wörsbachtals befanden sich die Ausstellungsflächen der Landesausstellung mit zahlreichen Informationsständen, der Sonderschau „Der Natur auf der Spur“, mehrere Festzelte, dem „Hessen Palace“ – einem Zirkuszelt für Comedy – und vier Aktionsbühnen in der Innenstadt, Platz für unterschiedlichste Kindervergnügungen, Sportvorführungen und Mitmach-Angebote auf dem Gelände des Kalmenhofes. Dazu kamen weitere Einzelveranstaltungen und Informationsstände von vielen Vereinen und Verbänden und die Disco-Nächte im Zelt des Hessischen Rundfunks.[8]

Die Open-Air-Konzerte fanden im Stadion Zissenbach statt.[9] Höhepunkte der zahlreichen Auftritte waren die Konzerte von Eric Burdon, Joe Cocker, den No Angels, Xavier Naidoo, Orange Blue, Peter Maffay, Helge Schneider, Mundstuhl, Hubert von Goisern.[10]

Am abschließenden Festumzug nahmen allein 653 Trachtenträger teil, der Festumzug war 14,5 Kilometer lang. Zu den Teilnehmern zählte auch das Stadtoriginal Harry von de Gass mit seinem Arbeitsgerät, einem Besen.[11] Dem 2005 verstorbenen Harry von de Gass wurde 2008 ein Denkmal in der Stadt gewidmet.[12]

Insgesamt besuchten rund 925.00 Menschen die Veranstaltungen des Hessentags – deutlich mehr als die ursprünglich erwartete gute halbe Million.[10]

Bewertung

Die hohen Investitionen für den Hessentag haben zu einem höheren Defizit geführt als geplant. Gleichwohl wurde die Hessentag positiv gewertet, da viele Investitionen vorgezogen worden waren und die Entwicklung der Stadt forcierte. Gleichzeitig wurde der Imagegewinn betont.[1]

Literatur

  • Hans Sarkowicz: Das große Fest der Hessen – Die Geschichte der 50 Hessentage seit 1961. Hrsg.: Roland Koch, Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-7973-1232-7.
  • Frank Heilhecker: Das war der Hessentag. Leben und Feste feiern in Idstein. hrsg. vom Verkehrsverein Idstein, Idstein 2002 (ohne ISBN).
  • Frank Heilhecker: Hessentagstadt 2002. Das Idstein der Jahrtausendwende. hrsg. vom Verkehrsverein Idstein, Idstein 2001 (ohne ISBN).
Commons: Hessentag 2002 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Seite zum Hessentagspaar 2002. In: Hessentagspaare. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. August 2012;.

Einzelnachweise

  1. a b c Sarkowicz: Das große Fest der Hessen – Die Geschichte der 50 Hessentage seit 1961, S. 101
  2. Heilhecker: Hessentagstadt 2002. Das Idstein der Jahrtausendwende, S. 76ff.
  3. Heilhecker: Das war der Hessentag. Leben und Feste feiern in Idstein, S. 41f., S. 48
  4. Claudia Schlicker: Vorstand und Verein. In: Freundeskreis Limes im Idsteiner Land. 21. Juni 2025, abgerufen am 10. August 2025.
  5. Heilhecker: Das war der Hessentag. Leben und Feste feiern in Idstein, S. 47
  6. Heilhecker: Hessentagstadt 2002. Das Idstein der Jahrtausendwende, S. 86ff.
  7. Seite zum Hessentagspaar 2002. In: Hessentagspaare. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. August 2012; abgerufen am 16. Oktober 2022.
  8. Heilhecker: Das war der Hessentag. Leben und Feste feiern in Idstein, S. 54ff.
  9. Heilhecker: Das war der Hessentag. Leben und Feste feiern in Idstein, S. 41
  10. a b Sarkowicz: Das große Fest der Hessen – Die Geschichte der 50 Hessentage seit 1961, S. 103
  11. Heilhecker: Das war der Hessentag. Leben und Feste feiern in Idstein, S. 90ff.
  12. Martin Kolbus: Skulptur für den Helden des Alltags. In: Wiesbadener Tagblatt. 30. August 2008, archiviert vom Original; abgerufen am 24. September 2015.

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