Höckergänse sind Hausgänse, die auf die Domestizierung der Schwanengans (Anser cygnoid) in Nordostasien zurückgehen.
Höckergänse haben einen dem Höckerschwan ähnlichen Stirnhöcker auf dem Oberschnabel, der bei männlichen Tieren ausgeprägter ist als bei weiblichen. Insbesondere bei alten Gantern kann dieser derart auswachsen, dass er beinahe wie ein kleines Horn wirkt. Bei der Wildform der Höckergänse ist dieser Höcker jedoch nur schwach und ausschließlich im männlichen Geschlecht ausgeprägt.
Afrikanische Höckergans, die schwere Variante der Höckergans, die ursprünglich als Mastgans diente und über Madagaskar nach Amerika und Europa gebracht wurde[2]
Cholmogory Gans, die russische schwere Zuchtform der Höckergänse mit grauweiß geschecktem Gefieder und ausgeprägter Kehlwamme[3]
Huoyan, die leichte chinesische Rasse mit hoher Legeleistung[4]
Darüber hinaus gibt es mehr als 20 chinesische Rassen der Höckergans.[7]
Die russischen Lindagänse sind in Russland keine anerkannten Rassegänse. Die in Deutschland gezeigten Gänse dieses Namens entsprechen dem weißen Farbenschlag der Afrikanischen Höckergans.[8] Ein Antrag auf Anerkennung als Rasse wurde durch den Europäischen Verband für Kleintierzucht abschlägig beschieden.[9][10]
Außerdem existieren zahlreiche Kreuzungsrassen russischer Gänse mit Höckergänsen, darunter Kubangans und Gorki.[11]
Literatur und Nachweise
↑Martin Platzbecker: Wassergeflügel: Gänse und Enten (= Der große Geflügelstandard in Farbe. Band3). 3., ergänzte Auflage. Oertel und Spörer, Reutlingen 2005, ISBN 3-88627-529-9, Höckergänse, S.51ff.
↑Martin Platzbecker: Wassergeflügel: Gänse und Enten (= Der große Geflügelstandard in Farbe. Band3). 3., ergänzte Auflage. Oertel und Spörer, Reutlingen 2005, ISBN 3-88627-529-9, Afrikanische Höckergänse, S.27ff.
↑Roger Buckland, Gérard Guy: Goose Production. Hrsg.: Food and Agriculture Organization of the United Nations (= FAO Animal Production and Health Paper. Nr.154). 2002, ISBN 92-5104862-2, ISSN0254-6019, Chapter 1. Origins and Breeds of Domestic Geese (englisch, online [abgerufen am 25. Juni 2015] Abschnitt „Huoyan Goose (Anser cygnoides)“, nach: Chinese Academy of Agricultural Sciences, 1988).
↑Roger Buckland, Gérard Guy: Goose Production. Hrsg.: Food and Agriculture Organization of the United Nations (= FAO Animal Production and Health Paper. Nr.154). 2002, ISBN 92-5104862-2, ISSN0254-6019, Chapter 1. Origins and Breeds of Domestic Geese (englisch, online [abgerufen am 25. Juni 2015] Abschnitt „Kuban (Anser cygnoides)“, nach: Buckland, 1995).
↑N.G. Dmitriev, L.K. Ernst: Animal genetic resources of the USSR. Hrsg.: Food and Agriculture Organization of the United Nations (= FAO Animal Production and Health Paper. Nr.65). Rom 1989, ISBN 92-5102582-7, 14. Geese (englisch, [1] [abgerufen am 25. Juni 2015] Abschnitt „Kuban (Kubanskaya)“, nach: Buckland, 1995).
↑Roger Buckland, Gérard Guy: Goose Production. Hrsg.: Food and Agriculture Organization of the United Nations (= FAO Animal Production and Health Paper. Nr.154). 2002, ISBN 92-5104862-2, ISSN0254-6019, Chapter 1. Origins and Breeds of Domestic Geese (englisch, online [abgerufen am 25. Juni 2015] Abschnitt „Chinese (Anser cygnoides)“).
↑N.G. Dmitriev, L.K. Ernst: Animal genetic resources of the USSR. Hrsg.: Food and Agriculture Organization of the United Nations (= FAO Animal Production and Health Paper. Nr.65). Rom 1989, ISBN 92-5102582-7, 14. Geese (englisch, [2] [abgerufen am 25. Juni 2015]).