Ernst Gold (* 12. Juli 1891 in Wien/Österreich; † 11. Januar 1967 in New York City/USA) war ein österreichisch-US-amerikanischer Chirurg, Hochschullehrer un
Ernst Gold (* 12. Juli 1891 in Wien/Österreich; † 11. Januar 1967 in New York City/USA) war ein österreichisch-US-amerikanischer Chirurg, Hochschullehrer und Verfolgter des Naziregimes.
Ernst Bernhard Gold war der Sohn des jüdischen Armenarztes Alexander Gold und der Marie Gold geborene Wachsmann.[1] Der Vater stammte aus Pápa in Ungarn. Ernst Gold legte 1909 die Matura am Staatsrealgymnasium in Wien 3 ab, im Jahr 1910 absolvierte er die Ergänzungsmatura für Realschulabsolventen.[2] Er studierte anschließend Medizin an der Universität Wien und promovierte im Dezember 1915.[3] Ab 1919 führte er eine Arztpraxis in Wien 3, Stammgasse 11. Er war zudem Assistenzarzt am Allgemeinen Krankenhaus in Wien bei Anton von Eiselsberg und Egon Ranzi. Gold erhielt hier eine pathologisch-anatomische Ausbildung und beschäftigte sich mit der Unfallchirurgie. Im Jahr 1933 folgte die chirurgische Habilitation zum Thema „Chirurgie der Wirbelsäule“ und Gold wurde Hochschullehrer der Medizinischen Fakultät der Universität Wien.[2] 1935 avancierte er zum Primarius der Chirurgischen Abteilung des Wiedner Krankenhauses in Wien in Nachfolge von Julius Schnitzler. Gold publizierte zahlreich. Nach dem Anschluss Österreichs im Jahr 1938 wurde seine Venia Legendi widerrufen und er wurde von der Universität vertrieben.[4][5] Ihm gelang die Flucht nach England, wo er Mitglied des Royal College of Physicians wurde. 1940 reiste er mit der SS Bayano weiter nach New York City, wo er eine neue Heimat fand.[6] Er arbeitete daselbst am Madison Avenue Hospital. 1947 ehelichte er Bessie Rosenfeld in New York City.[2]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gold, Ernst |
| ALTERNATIVNAMEN | Gold, Ernst Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichisch-US-amerikanischer Chirurg, Hochschullehrer und NS-Verfolgter |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1891 |
| GEBURTSORT | Wien, Österreich |
| STERBEDATUM | 11. Januar 1967 |
| STERBEORT | New York City, USA |
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