Als Eiskanter bezeichnet man Geschiebe, die durch gletscherbedingte Detersion zu charakteristischer, oft kielartiger Form geschliffen wurden. Sie ähneln auf de
Als Eiskanter bezeichnet man Geschiebe, die durch gletscherbedingte Detersion zu charakteristischer, oft kielartiger Form geschliffen wurden. Sie ähneln auf den ersten Blick den Windkantern, haben aber eine andere Entstehungsgeschichte.
Eiskanter kommen meist im Geschiebemergel vor. Das Gletschereis lagert den Geschiebemergel allmählich ab, d. h. die Partikel des Geschiebemergels werden Korn für Korn vom Eis, das an seiner Basis langsam abschmilzt, auf den Untergrund aufgeschmiert.
Ein größeres Geschiebe kann dabei auf zweierlei Arten Gletscherschrammen bekommen:
Da sich Geschiebe meistens ausrichten (Längsachse in Bewegungsrichtung des Gletschers), sind die Geschiebe für gewöhnlich oben und unten geschliffen, Eiskanter also nicht so häufig. Dreht sich aber der Stein bei der Ablagerung, so können zwei Flächen geschliffen werden, die mit einem mehr oder weniger spitzen Winkel aneinanderstoßen, ein Eiskanter entsteht. Da der Gletscher weiter Material ablagert, lagert sich dann auch über dem Geschiebe der Geschiebemergel ab. Der Stein schwimmt dann scheinbar im Geschiebemergel.
Im Gegensatz zu den eher konvexen Flächen eines Windkanters sind die Flächen eines Eiskanters eher plan.
Eiskanter sind in den ehemals vergletscherten Gebieten Mitteleuropas verbreitet (Alpenvorland, Norddeutschland).
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