CloudCT (Cloud Computer Tomography) ist ein deutsch-israelisches Forschungsprojekt zur dreidimensionalen Abbildung von Wolkenfeldern mittels einer Formation aus
| CloudCT Precursor | |
|---|---|
| Typ: | Erdbeobachtungssatellit |
| Land: | Deutschland / Israel |
| Betreiber: | Zentrum für Telematik & Konsortium |
| COSPAR-ID: | 2026-156BY |
| Missionsdaten | |
| Größe: | 3U-CubeSat |
| Start: | 7. Juli 2026 |
| Startplatz: | Vandenberg Space Force Base, Kalifornien |
| Trägerrakete: | Falcon 9 (Transporter-17-Mission) |
| Status: | im Orbit (Juli 2026) |
| Bahndaten | |
| Bahnhöhe: | ca. 590 km |
| Bahnneigung: | 97,75° |
| Am: | 1. August 2026 |
CloudCT (Cloud Computer Tomography) ist ein deutsch-israelisches Forschungsprojekt zur dreidimensionalen Abbildung von Wolkenfeldern mittels einer Formation aus zehn CubeSat-Nanosatelliten. Das Projekt überträgt Algorithmen der medizinischen Computertomographie (CT) auf die Fernerkundung. Hiermit sollen detaillierte dreidimensionale Rekonstruktionen kleiner Wolkenstrukturen aus dem Weltraum gewonnen werden, um damit die atmosphärische Modellierung und Klimavorhersage zu verbessern.[1]
Das primäre wissenschaftliche Ziel von CloudCT ist die Verbesserung des Verständnisses darüber, wie Wolken das Erdklima beeinflussen. Aktuelle Atmosphärenmodelle haben Schwierigkeiten, kleinskalige Wolkenstrukturen und deren Strahlungseffekte präzise darzustellen. Durch die Bereitstellung detaillierter dreidimensionaler Wolkendaten soll CloudCT einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Klimamodellierung und Wettervorhersage leisten. Darüber hinaus leistet die Mission Pionierarbeit bei neuen Konzepten für verteilte autonome Satellitennetzwerke, computergestützte Bildgebung und Computer-Vision-Algorithmen.[2]
Ziel des CloudCT-Projekts ist die Einrichtung einer Formation aus zehn CubeSat-Nanosatelliten, die am Zentrum für Telematik entwickelt werden. Jeder der Satelliten wird mit einer Kameranutzlast mit Polarisationssensor ausgestattet. Analog zu medizinischen CT-Scannern sollen die Satelliten dasselbe Wolkenfeld simultan aus vielen verschiedenen Winkeln aufnehmen. Die kombinierten Mehrwinkelaufnahmen sollen anschließend mittels tomographischer Rekonstruktionsalgorithmen verarbeitet werden, um dreidimensionale Karten der inneren und äußeren Struktur von Wolkenfeldern zu erstellen. Dieser Ansatz soll die Untersuchung kleiner Cumuluswolkenfelder ermöglichen, die von aktuellen Fernerkundungstechnologien typischerweise nicht erfasst werden.
Ein Vorläufersatellit wurde am 7. Juli 2026 mit der Transporter-17-Mission einer Falcon-9-Trägerrakete von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien erfolgreich gestartet.[3] Nach Angaben des ZfT konnte auch Funkkontakt mit dem Satelliten hergestellt werden.[4] Der Start der Formation aus zehn CloudCT-Satelliten ist für 2027 geplant.[2]
CloudCT wird von einem interdisziplinären Team unter der Koordination des Technion – Israel Institute of Technology in Haifa realisiert,[1] das von drei Principal Investigators geleitet wird:[5]
Das Projekt wird vom Europäischen Forschungsrat (ERC) durch einen Synergy Grant (Grant Agreement No. 810370) im Volumen von rund 14 Millionen gefördert, der im Jahr 2018 vergeben wurde.[1]
Der Vorläufersatellit erhielt die COSPAR-Bezeichnung 2026-156BY, welche wie der ISO-3166-Code des Bundeslandes Bayern, Standort des ZfT, auf „BY“ endet.
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