Christian Buske (* 1965 in Münster, Westfalen) ist ein deutscher Hämatologe, Onkologe und Hochschullehrer. Er ist Ärztlicher Direktor am Universitätskliniku
Christian Buske (* 1965 in Münster, Westfalen) ist ein deutscher Hämatologe, Onkologe und Hochschullehrer. Er ist Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Ulm und leitet dort das Institut für Experimentelle Tumorforschung (W3-Professur mit Leitung). Zudem ist er Senior Consultant an der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Ulm. Seine wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der indolenten B-Zell-Lymphome, insbesondere des Morbus Waldenström.[1]
Buske legte 1985 das Abitur am Gymnasium Paulinum in Münster (Westfalen) ab. Von 1985 bis 1992 studierte er Humanmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, an der er 1993 im Fach Hämatologie und Onkologie promoviert wurde.[2] Während seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Seine Weiterbildung in Innerer Medizin sowie internistischer Hämatologie und Onkologie absolvierte er am Universitätsklinikum Göttingen (1992–1998) sowie am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München (2001–2004). Von 1998 bis 2001 arbeitete er, gefördert durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), zweieinhalb Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Terry Fox Laboratory in Vancouver, Kanada, unter der Leitung von Keith Humphries. 2004 wurde er zum Oberarzt der Medizinischen Klinik III am Klinikum Großhadern berufen.[3]

2003 habilitierte sich Buske an der LMU München. 2009 erhielt er den Ruf auf die W3-Professur (mit Leitung) am Universitätsklinikum Ulm und leitet dort als Direktor das Institut für Experimentelle Tumorforschung.[4] In dieser Funktion widmet er sich translationalen und klinischen Forschungsprojekten, insbesondere im Bereich der indolenten B-Zell-Lymphome und des Morbus Waldenström. Buske leitet zahlreiche klinische Studien und ist an nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kooperationen beteiligt.[5]
Buske hat bisher (Stand:6z/2026) über 300 wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht und ist auf nationaler und europäischer Ebene für die Leitlinien zum Morbus Waldenström sowie auf nationaler Ebene für die Leitlinien zum follikulären Lymphom verantwortlich.[6][7]
Buske ist in nationalen und internationalen Fachgremien aktiv. Er ist Gründungsmitglied des Vorstandes der klinischen Studiengruppe German Lymphoma Alliance (GLA e. V.), war von 2019 bis 2021 deren Präsident und leitet seit 2023 die Arbeitsgruppe „Indolente Lymphome“ der GLA.[8]
2013 gründete er das European Consortium for Waldenström's Macroglobulinemia (ECWM), dessen Leitung er seither innehat.[9]
Für seine Arbeiten zum Morbus Waldenström erhielt Buske 2022 den Jan-Gösta-Waldenström-Preis für sein Lebenswerk sowie 2026 den International Research Impact Award der US-amerikanischen International Waldenström's Macroglobulinemia Foundation (IWMF).[10][11]
Außerdem wurde er 2024 zu den 111 wichtigsten Ulmern und Neu-Ulmern gewählt.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Buske, Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Hämatologe, Onkologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 1965 |
| GEBURTSORT | Münster, Westfalen |
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