CRISP

CRISP - Corrected Illumination Scanning TEM Probe (zu deutsch etwa Rastertransmissionselektronenmikroskop mit korrigierter Beleuchtung) bezeichnet ein hochauflïżœ

CRISP - Corrected Illumination Scanning TEM Probe (zu deutsch etwa Rastertransmissionselektronenmikroskop mit korrigierter Beleuchtung) bezeichnet ein hochauflösendes Raster-Transmissionselektronenmikroskop (HR(S)TEM) der Firma Zeiss, mit dem Strukturabbildungen bis zu einer atomaren Auflösung möglich sind.

Verfahren

Das CRISP ist prinzipiell eine Weiterentwicklung der bekannten STEM-Technik, bei der das zu untersuchende Objekt durchstrahlt wird. Der zur Abtastung verwendete Elektronenstrahl durchdringt dabei das Objekt und wird von einem Detektor unterhalb der Probe aufgefangen und ausgewertet. Durch eine besonders feine Fokussierung des Elektronenstrahls unter Verwendung eines Korrektors[1] ist es möglich, wĂ€hrend des Rasterns eine atom-feine Sonde ĂŒber die zu untersuchende Probe zu fĂŒhren. Somit lĂ€sst sich eine Auflösung von bis zu 1 Ångström (einem zehmillionstel Millimeter) erreichen. In dieser GrĂ¶ĂŸenordnung lassen sich molekulare Strukturen und somit der Aufbau einer Untersuchungsprobe rĂ€umlich untersuchen.

Je nach Fragestellung kann das CRISP sowohl als Transmissionselektronenmikroskop (TEM) oder als Rastertransmissionselektronenmikroskop (STEM) betrieben werden. Die Auflösung scheint von der Betriebsart unabhÀngig zu sein.[2]

GerÀt

Nach eigenen Angaben lieferte die Firma Zeiss 2007 mit dem von ihr entwickelten Libra 200 CRISP das erste und damals weltweit einzige TEM (mit der FĂ€higkeit auf atomarer Ebene abzubilden) in dieser Technik aus.[3] Betrieben wird es im Bonner Forschungszentrum caesar (Center of advanced european studies and research), einem mit der Max-Planck-Gesellschaft assoziierten Institut. Schwerpunkt der Anwendung von CRISP sind die Materialforschung und neurobiologische Analysen.[4] Über den zusĂ€tzlichen Einsatz eines Monochromators (Wienfilter) lassen sich Bildfehler reduzieren und die Auflösung verbessern. Zur chemischen Strukturanalyse kann ĂŒber die Berechnung mittels Elektronenenergieverlustspektroskopie auf die elementare Materialzusammensetzung geschlossen werden.

Einzelnachweise

  1. ↑ Carl Zeiss SMT ĂŒbergibt weltweit einzigartiges Elektronenmikroskop an Bonner Forschungszentrum caesar, innovations report vom 26. Juni 2007, abgerufen am 1. MĂ€rz 2017
  2. ↑ HR-TEM, STEM and EELS, Leibnitz Institute for Solid State and Material Research Dresden, abgerufen am 1. MĂ€rz 2017
  3. ↑ Elektronenmikroskopie - wie alles begann – ZEISS. In: zeiss.de. Abgerufen am 24. Oktober 2024.
  4. ↑ caesar - Elektronenmikroskopie und Analytik - Wissenschaftliche Facility, auf Archivierte Kopie (Memento vom 2. MĂ€rz 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. MĂ€rz 2017

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