Mirza Akbar war der zweitälteste Sohn von Shah Alam II. Als Akbar Shah II. war er im Wesentlichen nur noch nomineller Herrscher des Mogulreiches. Die Kontrolle darüber war einem britischen Residenten unterstellt. Allerdings durfte er den Herrschertitel Padshah führen und im Roten Fort von Delhi residieren. Von den Briten wurde ihm eine Rente zugestanden. Akbar Shah II. schickte 1831 Ram Mohan Roy als Gesandten nach England, um gegen den Umgang mit ihm zu protestieren. Seine Mission war zuerst erfolgreich, doch erlag dieser in England 1833 einer Krankheit. 1835 löste sich die Britische Ostindien-Kompanie aus der formellen Bindung an das Mogulreich und gab eigene Münzen heraus. Akbar Shah II. wurde von den Briten nur noch der Titel King of Delhi zugestanden. Nach seinem Tod 1837 folgte ihm sein Sohn Bahadur Shah II.
Literatur
Hans-Georg Behr: Die Moguln. Macht und Pracht der indischen Kaiser von 1369–1857. Econ Verlag, Wien-Düsseldorf 1979.