Titelblatt des Librettos, Venedig 1810
| Operndaten | |
|---|---|
| Titel: | Adelina |
Titelblatt des Librettos, Venedig 1810 | |
| Form: | Oper in einem Akt (Farsa) |
| Originalsprache: | Italienisch |
| Musik: | Pietro Generali |
| Libretto: | Gaetano Rossi |
| Literarische Vorlage: | Edmond de Favières: Lisbeth |
| Uraufführung: | 15. oder 16. September 1810 |
| Ort der Uraufführung: | Teatro San Moisè, Venedig |
| Spieldauer: | ca. 1 ½ Stunden |
| Ort und Zeit der Handlung: | Ein Dorf in der Nähe von Zürich |
| Personen | |
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Adelina ist eine einaktige Oper (Farsa, Originalbezeichnung: „Dramma sentimentale“) des italienischen Komponisten Pietro Generali auf ein Libretto von Gaetano Rossi. Sie wurde am 15. oder 16. September 1810 im Teatro San Moisè in Venedig uraufgeführt.
Die Oper spielt in einer idyllischen Berglandschaft in der Schweiz. Die junge Adelina lernt Erneville kennen und wird von diesem verführt. Während ihrer Liaison wird sie von diesem geschwängert und in der Folge verlassen. Als Adelina nach einem längeren Aufenthalt bei Verwandten wieder nach Hause zurückgekehrt leidet sie aufgrund ihres unehelichen Kindes und der erwarteten Reaktion ihres Vaters Qualen und denkt sogar an Selbstmord. Wie erwartet ist ihr Vater Varner sehr erzürnt und wendet sich von seiner Tochter ab, da er das uneheliche Kind als Schande empfindet. In der Folge gelingt es durch die Hilfe des Nachbarn und Lehrers Simone die Situation zu bereinigen. Varner vergibt seiner Tochter und am Ende kehrt Erneville zu Adelina zurück und beide heiraten.
Als Grundlage des Werkes im Stile eines melodramma sentimentale diente die französische Opéra-comique Lisbeth des Dramatikers Edmond de Favières (1755–1837) mit Musik von André-Ernest-Modeste Grétry aus dem Jahr 1797. Das Libretto verfasste Gaetano Rossi. Generali galt bis zum Aufstieg Gioachino Rossinis zu den bekanntesten Komponisten Venedigs.[1]
Bei der Uraufführung am 15. oder 16. September 1810 im Teatro San Moisè in Venedig wurde der Einakter mit der Farsa Amore ed interesse, ossia L’inferno ad arte von Raffaele Orgitano und dem Ballett La costanza premiata des Choreografen Antonio Papini kombiniert. Die Bühnenbilder stammten von Giovanni Sabadini, die Kostüme von Giuseppe Dian. Es sangen Luigi Rafanelli (Varner), Rosa Morandi (Adelina), Clementina Lanari (Carlotta), Tommaso Ricci (Erneville), Nicola De Grecis (Simone) und Domenico Remolini (Firmino).[2]
Die Oper war ein großer Erfolg. Sie wurde bis 1837 in vielen italienischen Städten nachgespielt. Nachweisbare Aufführungen außerhalb Italiens waren in München (1815), Barcelona (1817), Dresden (1817), Stuttgart (1818), Amsterdam (1820) und Lissabon (1826).[3][4]
Eine Wiederentdeckung in neuerer Zeit gab es 2010 beim Festival Rossini in Wildbad.[5]
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